Lesen im Anno

> Tipps für Autor*innen/0d12 >eben nicht „nur das Anno

Wie komme ich zu einer Lesung im Anno?

Gerne kannst du dich auf eigene Initiative für eine Lesung bewerben. Für einen Auftritt im Café Anno entscheidet die Qualität deiner Textprobe.

Ein kleiner Tipp für Schüchterne: Schick einen Text an unsere Literaturzeitschrift (www.radieschen.at)!   – Wir bewerten die Texte anonym, das sichert eine faire Auswahl.  Autor*innen aus der Umgebung, deren Texte es in die Zeitschrift schaffen, werden eingeladen, bei der Präsentation zu lesen – und daraus ergibt sich oft mehr.

Wenn ein Termin fixiert ist…

Um dich auf die Lesung gut vorbereiten zu können, solltest du mindestens eine Lesung im Café Anno besuchen – damit du den Ablauf kennenlernst.

Lesungsankündigung

Bitte schicke uns zwei Wochen vor deiner Lesung einen kurzen Ankündigungstext samt Kurzbiografie an also@radieschen.at. Nur so können wir deine Lesung rechtzeitig bewerben!

Hilf bitte mit, die Werbetrommel zu rühren

„Ich habe niemanden eingeladen, denn ich will nicht, dass die Leute nur kommen, weil sie mich kennen.“
Wer diese Einstellung hat, wird vor leeren Sesseln lesen. Auch zu berühmten Schriftsteller*innen  kommen die Menschen schließlich, weil sie sie kennen und schätzen. Bei den ersten Lesungen sind hauptsächlich Freund*innen und Verwandte anwesend – aber genau so funktioniert ja Mundpropaganda, denn manchmal kommt noch eine Begleitung mit, etc.
Bitte bedenke: Das Café Anno stellt uns für den Abend der Lesung einen Raum zur Verfügung. Als Gegenleistung freut sich der Anno-Betreiber über Lesungsbesucher*innen, die ein paar Bierchen, Saft, ein Glaserl Wein oder ein Häferl Tee bestellen. Und als Autor*in freust du dich bestimmt auch, wenn du nicht vor leeren Sesseln lesen musst.

Den Rest übernehmen wir

Wir sind immer für dich da, falls du noch Fragen hast. Du kannst das Team gerne vor oder während der Lesungen ansprechen oder ein Mail an uns schreiben.

Wir kündigen deine Lesung auf unserem Blog an (und erreichen damit mehr als 500 Abonnent*innen per Mail), außerdem teilen wir deine Veranstaltung auf Facebook bzw. Instagram (Dialektlesungen werden zudem auf oeda.at angekündigt) und lassen bei diversen Begegnungen alle Interessierten wissen, wer als nächstes bei uns liest.

Wir betreuen deine Lesung – von der Moderation über den Büchertisch bis hin zu Sonderwünschen (wenn mal ein Beamer benötigt wird).

Wir geben dir nach der Lesung gerne Feedback, wenn du das möchtest.

Dir ist etwas Unvorhergesehenes dazwischen gekommen?

Sollte es dir trotz Freude auf deine Lesung nicht möglich sein, den Termin einzuhalten, sag uns bitte rechtzeitig ab, damit wir eine*n andere*n Autor*in einladen können.

Wir freuen uns auf eine gute, persönliche Zusammenarbeit!

zur Information

eben nicht „nur das Anno“

Liebe Lesende, liebes Publikum,

nachdem uns als ALSO-/ADiDO-Team in den letzten Jahren immer öfter eine Art Anspruchshaltung bei gleichzeitigem Schulterzucken unserer Arbeit gegenüber aufgefallen ist, möchten wir einige Dinge klar stellen und transparent machen.

Wir organisieren jede Woche (mit Ausnahme von Juli und August und einigen wenigen Feiertagen) zwei Lesungen.

Das sind über 80 Lesungen im Jahr!

Damit sind wir in Wien mit die aktivsten Literaturveranstaltenden und das auf Vereinsbasis. Konkret heißt das, wir sind kein Unternehmen mit Angestellten, keine Dienstleistenden, sondern drei Privatpersonen, die das alles stemmen.

Kommunikation mit den Lesenden, per Mail, per privater Nachricht, per Telefon, Planen des nächsten Jahresprogramms, Förderansuchen, Abrechnungen, Kommunikation mit Förderstellen, Blog-Betreuung, Social Media-Betreuung, Newsletter, Werbung, Verwaltung der Finanzen etc etc etc.

Und das alles tun wir neben unseren „eigentlichen“ Jobs und Privatleben.

Entgegen der Annahme, die vielleicht manche haben, wir würden das als „richtige Lohnarbeit“ machen, arbeiten wir nämlich beim ALSO/ADiDO, weil wir daran glauben, dass niederschwellige Lesungsangebote enorm wichtig sind um gerade jungen oder neu zum Schreiben Gekommenen einen Einstieg zu ermöglichen und auch noch nicht publizierten Texten Wertschätzung in Form einer Einzellesung zukommen zu lassen.

Die Covid-Pandemie hat uns, vielleicht auch entgegen einiger Annahmen, nicht „weil eh keine Lesungen waren“, zurücklehnen lassen, sondern uns ca. das Dreifache an Arbeit wie sonst beschert. Wir haben es dabei geschafft, alle Lesungen, die erst ausfallen mussten, nachzuholen. Das war nicht nur aufgrund der Planungsunsicherheit ein riesiger Organisations- und Kommunikationsaufwand, sondern hieß auch, keine Sommerpausen zu haben und teilweise drei bis vier Mal die Woche für eine Lesungsmoderation im Cafe Anno zu stehen.

Als Verein suchen wir immer um neue Förderungen etc. an, um Lesenden ein möglichst faires Honorar zahlen zu können. Wir wissen dabei, dass wir weit vom empfohlenen Honorar der IG Autorinnen Autoren für eine Einzellesung entfernt sind und finden das scheiße.

Dass wir von den öffentlichen Förderungen abhängig sind, bedeutet auch, dass das Honorar bei uns leider pro Saison schwankt, je nachdem mit wie viel (oder eher wenig) wir gefördert wurden. Das heißt, dass du vor drei Jahren vielleicht doppelt so viel Honorar für eine Lesung bei uns bekommen hast wie jetzt und das heißt auch, dass Unterschiede zwischen ALSO- und ADiDO-Honoraren entstehen.

Zur Niederschwelligkeit des ALSO/ADiDO gehört für uns auch, für die Lesungen keinen Eintritt zu verlangen. Dafür geht danach ein Hut herum, wobei das Honorar für die Lesenden natürlich fix ist und nicht vom Hut abhängt. Als Verein sind wir auch von diesen Hutspenden abhängig.

Das heißt: Wenn ihr keine Werbung für eure Lesung macht, kommt kein/weniger Publikum und dann müsst nicht nur ihr in einen leere(re)n Raum hineinlesen, sondern auch wir in einen leere(re)n Hut hineinschauen. Und das ist auf Dauer für niemanden gut.

Wir wünschen uns, dass uns Veranstalter*innen mit demselben Respekt begegnet wird, den wir euch als Lesende und als Publikum entgegen bringen.

Wenn ihr euch als Lesende denkt: „Ah, es ist eh nur das Anno, ist eh wurscht“, dann bitte sagt uns lieber gleich gar keine Lesung zu.

Autor*innen „nachrennen“ zu müssen, um Ankündigungsmaterial rechtzeitig zu bekommen, super spontane Absagen oder gleich ganz Vergessen-Haben, dass man bei uns liest, keine eigene Werbung gemacht haben, all das macht für uns enormen Mehraufwand und den können wir nicht leisten.

Denn wir freuen uns auf jede weitere Lesung bei uns, auf eure Texte und euch als Publikum und das wollen wir eben auch weiterhin!

Euer ALSO-/ADiDO-Team

Kontakt zum ALSO/ADiDO-Team:

Werbung