Lesung am 23. und 26. September

Lesung am Donnerstag, 23. September

um 20 Uhr im Café Anno

Ludwig Roman Fleischer

„Weana Gschicht und Weana Gschichtln“

Geschichte manifestiert sich in „Gschichtln“, vor allem, wenn sie im Wiener Dialekt vorgetragen wird. Im Anschluss an seine beiden Dialektlehrbücher „Weanarisch Leana“ und „Kuchlweanarisch Leana“ legt der Autor den ersten Teil einer Wiener Stadtgeschichte im Dialekt vor. Einmal mehr gibt es dabei ein Vokabelverzeichnis mit etymologischen Anmerkungen, Hinweise auf die Grammatik des Wienerischen und zwei CDs, auf denen der Autor seine eigenen „Gschichtln“ vorträgt.

Der historische Bogen spannt sich von der Steinzeit über die keltischen und römischen Ansiedlungen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und dem Untergang der Monarchie. Wahre Geschichte und nicht ganz frei erfundene „Gschichtln“ befassen sich mit Marc Aurel und den Babenbergern, mit den Habsburgern, den eroberungslustigen Türken, dem Prinzen Eugen, dem Feldmarschall Radetzky und manch anderem geschichtsträchtigen Personal.

Ludwig R. Fleischer, Jahrgang 1952, verheiratet, Familienvater. 1972-1979 Werkstudent, 1979-1982 Universitätsassistent für Amerikanistik, 1977-2012 Lehrer. Seit 1990 (Willnerpreis beim Bachmannpreis) 36 Bücher (Romane, Erzählungen, Dialektlehrbücher, Schüttelreimepen, vieles in Zeitschriften und ORF).

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 26. September

um 20 Uhr im Café Anno

Präsentation der aktuellen Ausgaben des &Radieschen und des DUM

aus der aktuellen Ausgabe #59 „Kaffee und Kuchen“ von &Radieschen lesen Barbara Eichinger und Carolina Reichl.

aus der aktuellen Ausgabe #99 „Pandabär statt Pandemie“ des DUM lesen Markus Grundtner und Christian Schwetz.

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Lesung am 15. September

am Mittwoch um 20:00 im Café Anno

„Wie’s wieda wird“

Jasmin Gerstmayr

Bei einem kühlen Bier oder einem Glas fruchtigen Wein im heimeligen Café Anno Mostviertler Dialektgedichten lauschen – die ersten frühherbstlichen September-Abende laden dazu regelrecht ein. Während man/frau genießt, versucht sich die Autorin an der Beantwortung dringender Fragen, z.B.: Warum bin i durt und do? Vermiss i di oder mi? Muas ma maunchmoi wirklich? Seid dabei beim mal heiteren, mal melancholischen Sinnieren und findet außerdem heraus, warum manche überhaupt nix mehr zaht und manche Stimmen hören, die eana sogn, sie sollen nockad um’s Haus renna. Eines ist dabei aber auf jeden Fall kloar: Es wird wieda werdn, fix!

Jasmin Gerstmayr wurde 1992 im Mostviertel geboren, wohnt aber seit mehr als einem Jahrzehnt in Wien. Sie schreibt Lyrik und Kurzprosa, gerne im Dialekt, welche bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften, u.a. reibeisen, UND, Morgenschtean, GYM und etcetera veröffentlicht worden ist.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Die Lesung findet diese Woche nicht wie normalerweise am Donnerstag, sondern am Mittwoch statt.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Der AnnoLiteraturSonntag (ALSO) am 19. September entfällt.

Lesung am 9. und 12. September

Lesung am Donnerstag, 9. September

um 20:00 im Café Anno

„Urbane Nackerpatzerl“

Franziska Pronneg

Nackerpatzerl, geistige und tatsächliche, gibt es zuhauf. Auch in Graz. Franziska Pronneg erzählt in Standardsprache und Dialekt von der Zerrissenheit zwischen Stadt und Land, Beinahe-Beziehungen, Ikea-Ausflügen, alternativmedizinischen Verfahren mit Mammutbäumen und vielem mehr. Sprich: Alles, was urbane Nackerpatzerl so erleben.

Geboren 1995 in Deutschlandsberg, 2015 nach Graz emigriert. Lehrerin für DaF/DaZ in der Erwachsenenbildung, gelegentlich Poetry-Slamerin, Studentin und Dialektliebhaberin. Erzählt vor allem Grazer Stadt-, Wald- und Lebensgeschichten. Urbanes Nackerpatzerl aus Leidenschaft.

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Ab sofort beginnen die Lesungen wieder um 20:00!

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LESUNG AM SONNTAG, 12. SEPTEMBER

um 20:00 im Café Anno

Julia D. Krammer und Ale Lucrezia Mitterer

„Ungebetene Gäste“

Julia D. Krammer liest Erzählungen aus ihrem aktuellen Buchprojekt „Ungebetene Gäste“, untermalt von der Sängerin/Musikerin Alelucrezia Mitterer:

An der alten Straße steht es, eine Allee ist sein Vorgarten. Ein mächtiges Eckhaus, wie sie selten sind in dieser Stadt. Das Haus hat seine Facetten, seine Schatten, das Haus hat viele Gesichter. Es ist die Personen, die darin wohnen, es ist Corpus, ist Grenzland. Geschichten über Einsamkeit, Liebe, Mutterschaft und strukturelle Ungerechtigkeit.

Julia D. Krammer ist wort.klang, ist freiberufliche Schriftstellerin, Sprecherin und Trainerin. Die 1985 geborene Wienerin veröffentlichte bislang Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften (zB. Die Rampe, mischen etc.) und Anthologien (zB. Fragmente, die Zeit danach, Promedia 2020). Ihr erster Roman wird voraussichtlich im kommenden Jahr publiziert. Julia kuratierte von 2018 bis 2020 die wöchentlich stattfindende, förderungsfinanzierte Lesereihe „Buch im Beisl“, ist seit 2020 Vorstandsvorsitzende des Vereins „Famulus Literatur“ und Programmverantwortliche der gleichnamigen Lesereihe, Mitglied der GAV (Grazer Autorinnen Autorenversammlung) und der Kunstwerkstatt Tulln.

Ale Lucrezia Mitterer, Lyrikerin und Singer-Songwriterin. Schreibt primär Prosalyrik und verarbeitet diese teilweise in ihren Liedern. Sie singt über innere und äußere Gemütszustände, über das Nichtstun und über die liebe Liebe in all ihren Farben.

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Ab sofort beginnen die Lesungen wieder um 20:00!

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Lesung am 2. und 5. September

LESUNG AM DONNERSTAG, 2. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Unterste Liga“

Andreas Plammer

Mit „Unterste Liga“, dem Kriminalroman, an dem ich zurzeit gerade schreibe, möchte ich einen Blick hinter die Kulissen des Wiener Unterliga-Fußballs werfen. Elf Kapitel sollen es werden – jedes davon steht für einen Spieler einer Fußballmannschaft. Ein Kapitel daraus wird es zu hören geben. Und in der Nachspielzeit vielleicht noch den einen oder anderen Slam-Text.

Andreas Plammer
geboren 1966 in Wien.
Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien, Mitorganisator der wöchentlichen Lesungsreihen ALSO (Anno Literatur Sonntag) und ADIDO (Anno Dialekt Donnerstag), Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „& Radieschen“ und der Dialektzeitschrift „Morgenschtean“, Vorsitzender der ÖDA (Österreichische DialektautorInnen und -archive). 2011 erschien der Kriminalroman „Fauler Zauber“ im Milena-Verlag.

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LESUNG AM SONNTAG, 5. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Triceratops“

Stephan Roiss

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht.

„Eines Tages brachen wir ein ungeschriebenes Gesetz. Wir hörten, dass Mutter im Wohnzimmer zu weinen begann. Doch diesmal gingen wir nicht hinunter. Langsam schlossen wir die Tür und schalteten das Radio an.“
https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/triceratops/

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker („Äffchen & Craigs“, „Fang den Berg“) in Ottensheim und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. „Triceratops“ (Verlag Kremayr & Scheriau) ist sein erster Roman und war 2020 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

www.stephanroiss.at

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Lesung am 26. und 29. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 26. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Leben als Doppelbruch 

Christian Wolf

Die Gedichte von Christian Wolf sind gesellschaftskritisch, indem sie den Haltungen gesellschaftlicher Akteure und ihren emotionalen Zuständen nachgehen. Sie markieren die Endpunkte von Denkprozessen und äußern sich nicht zuletzt im Dialekt. Dabei nehmen die Dialektgedichte eine besondere Stellung ein, insofern sie schon fast das Klischee einer natürlichen Sprache erfüllen, wenn der Dichter des Denkens überdrüssig geworden war.

Damit tragen die Dialektgedichte einerseits die Früchte des enttäuschten Denkens und andererseits äußern sie sich gefühlsnah und ungeschminkt. Gerade die Gedichte an den persönlichen Wendepunkten scheinen dabei am pointiertesten und intensivsten zu sein und liegen gesondert in neuer Sammlung vor.

Christian Wolf, geboren 1996 in Kärnten, besuchte das Musikgymnasium Viktring und studiert seit 2014 Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Wien.

Neben Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften tritt er mit der Gruppe „Gedankenklang“ gemeinsam mit der Musik von David Hättich und den Fotografien und Illustrationen von Verena Steinwider auf. 2019 gewann er den Wiener Werkstattpreis Sonderpreis.

Homepage: https://echriwo.wixsite.com/christianwolf

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LESUNG AM SONNTAG, 29. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Lesung beim AnnoLiteraturSonntag

Jasmin Thoma

Die 1995 geborene burgenländische Autorin hat sich schon mit 11 Jahren Kurzgeschichten ausgedacht. Die Studentin der Sozialanthropologie hat dann den Mut besessen, mit Anfang 20 ein Missgeschick, welches sie fast um ihre gesamten Ersparnisse gebracht hat, semiautobiografisch in ihrem ersten Roman zu verarbeiten.

In ihrem 2019 erschienenen zweiten Buch hat sie das Thema der Apostasie, also des Abfalls vom Glauben, in diesem Fall vom Islam, und aller damit verbundenen Schwierigkeiten für die Betroffenen beschrieben. Die Idee dazu entstand bei ausgedehnten Recherchen für ihr Studium zu diesem in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Thema.

Weiters zeigt Jasmin Thoma auf ihrem Instagram Account im Bereich der visuellen Kunst ihre zum Teil für Außenstehende verstörenden Fotos, in welchen Bilder der Angst sowie emotionaler und physischer Gewalt verarbeitet werden. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman und macht das Masterstudium.

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Lesung am 19. und 22. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 19. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Zitronenbäume und Karriereträume 

Lea R. Bacher

Über das große und das kleine Leben. Das Gefühl, endlich angekommen zu sein. 
Bestimmung, Zufall und Entscheidung. Herzhaftes Lachen. Stadt und Pampa. Glück und Unglück. Sehnsucht, Wehmut und Fernweh. Karriere und das, was wirklich zählt. 

Der Abend wird begleitet von Gedanken und Passagen aus dem (wahren) Leben in der Südtoskana, auf dessen Geschichten Rosamunde Pilcher bestimmt neidisch gewesen wäre. 

Lea R. Bacher kommt ursprünglich aus dem oberösterreichischen Kremstal, es verschlug sie aber schnell nach Wien. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Romanistik an der Universität Wien und verbrachte die Corona-Zeit teils in Rom. 

Aktuell ist sie als freie Journalistin in Wien tätig. Außerdem ist sie Liebhaberin der italienischen Küche sowie lateinamerikanischer Tänze und mag den Geruch von nassem Waldboden.

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LESUNG AM SONNTAG, 22. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Theresa Luise Gindlstrasser

Aus aktuellem Anlass: Delphine in Triest

Der Mensch wäre gerne ein unbeschriebenes Blatt und stellt sich die Welt üblicherweise als Landkarte vor. Denn die kann so schön eingeteilt, aufgeteilt, zerteilt werden und auf der können Europa und Levante spazieren, als wäre nie etwas gewesen.
Das Genre der Zombieapokalypse wird so logischerweise systemrelevant und der Schneehase weiß sowieso von nix. Sie auch nicht? Aber das ist doch ganz einfach: das kleine ABC der Markwirtschaft! Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt. Und dann wird aus der Epidemie eine Pandemie, wird die Infektion historisch, Konsum bedeutend und die Kluft unangemessener Verteilung fast unaushaltbar. Und was mach die Kunst? Sie versucht den Moment festzuhalten, denn Kunst in den Zeiten der Seuche ist, dass das Ende ab jetzt vorstellbar bleibt.

Anah Filou aka Effe U Knust aka Nikita Gin hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. War an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse für Performative Kunst und Teilnehmerin an zum Beispiel Schreibklasse am Schauspielhaus Wien oder 4+1 am Schauspiel Leipzig.

Veröffentlichungen in Lichtungen, Bella Triste, Politisch Schreiben und anderen. Uraufführungen am Hessischen Landestheater Marburg, am Theater Drachengasse, an den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Theater Überzwerg Saarbrücken.

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Lesung am 12. und 15. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 12. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Unbedacht an mich gedacht

Semira Ali

Zwischen dem Gestern und Heute gefangen, ist die Sehnsucht groß, die innere Vergangenheit dort zu lassen, wo sie ist, in der Vergangenheit. Umso schwerer wird der Abschied, wenn die Sehnsucht nach der Liebe, die mal war, immer noch groß ist. Das Kleine kann der Großen nicht gerecht werden, glaubt es zumindest. Also muss eine gemeinsame Reise stattfinden, um der drohenden Leere Einhalt zu gebieten.

Wenn ich daran denke, dass das Schreiben immer schon ein Teil von mir war, dann wird mir bewusst, dass ich Glück hatte das zu finden. Denn es gibt mir und anderen Mut, bringt mich in meinem Leben voran und zeigt wer ich noch sein kann, wenn ich an mein Potenzial denke.
Beim Schreiben geht es aber meistens gar nicht so sehr um mich, sondern viel mehr um die Person, die ich gerne wäre und in anderen gerne hätte. Lebensunwirklichkeiten können der Realität zuliebe geschaffen werden, ohne die zu verletzen, die sich auf mich verlassen. Das ist Schreiben für mich. Die literarische Luft zum Atmen.

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Lesung am Sonntag, 15. August

um 20:30 im Café Anno

Die Schrift und das Salzfass

Simon Sailer

Einem Ägyptologen fällt eine rätselhafte Schrift in die Hände, die ihm alle Menschen zum Feind macht, und ein Antiquitätenhändler gerät in den Besitz eines Salzfasses, das die Herrschaft über seinen Laden und sein Leben zu übernehmen droht. Die beiden kürzlich erschienen Novellen, in die Simon Sailer Einblicke gewähren wird, sind die ersten Teile der Essiggassen-Trilogie, die emotionale Zustände der Menschen unter den gegenwärtigen Verhältnissen erzählerisch fassbar macht.

Simon Sailer wurde 1984 in Wien geboren, wo er nach Aufenthalten in Berlin, Prag und Paris wieder lebt. Er studierte Philosophie in Wien und Paris sowie Art and Science an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2017 literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erschien sein Debütroman »Menschenfisch« (Müry-Salzmann), 2020 die Erzählung »Die Schrift« (Edition Atelier), für die er mit dem Clemens-Brentano-Preis 2021 ausgezeichnet wurde.

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Lesung am Sonntag, 8. August

um 20:30 im Café Anno

ALSO-Lesung von Luca Manuel Kieser

Luca Manuel Kieser liest für Freunde und Interessierte aus seinem aktuellen Romanprojekt, zentrale Figur ist ein Tintenfisch. Die Lesung wird exakt 40 Minuten dauern, in den letzten Minuten gibt es eine Gedichte-Tombola mit Super-Gewinnen.

Luca Manuel Kieser hat in Leipzig Philosophie und Theaterwissenschaft und in Wien am Institut für Sprachkunst studiert. 2018 war er Literatur-Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. 2019 wurde er mit dem Wortmeldungen-Förderpreis ausgezeichnet. 2020 war er Literatur- Stipendiat der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.

Dieses Jahr erhielt er ein Start-Stipendium des BKA für Literatur und gab „Prosa für PROSA“ heraus → https://www.prosa-schule.org/projekte

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Der AnnoDialektDonnerstag (ADIDO) am 5. August entfällt.

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Lesung am Sonntag, 1. August

um 20:30 Uhr im Café Anno

Erbgut Roman

Bettina Scheiflinger

Was ist sie, die Familie? Ein ziemliches Schweigen und ein ziemliches inneres Schreien. Ein manchmal weicher aber ziemlich enger Mantel, der die Luft abdrückt. Und was noch? Erbgut erzählt eine Familie über mehrere Generationen, im Zentrum die Ich- Erzählerin, die sich vom sogenannten familiären Erbe zu lösen versucht; ein Erbe, das manchmal, aber nicht immer klar in Worte zu fassen ist, das Erbe einer Geschichte, über die geschwiegen wird – und über die Spuren, die das Schweigen und NachInnenSchreien im Körper hinterlassen. Erbgut ist auch ein Text über das Fremdsein: in Zuschreibungen und Rollenbildern, in Ruinen von Lebensentwürfen, in Beziehungskonstellationen, einem Land und nicht zuletzt im eigenen Körper. Da gibt es Johanna, deren Eltern von den Partisanen verschleppt werden, und ihren Mann Franz, erst NSDAP Mitglied, dann in Kriegsgefangenschaft, dann gleichermaßen abwesender wie gewalttätiger Vater. Da ist deren Sohn Arno, der die erste Gelegenheit nutzt, um dem Elternhaus zu entfliehen, da ist dessen Frau Dora, ihr Wunsch nach einem aufregenden Leben, das sie nicht wagt. Da ist Sofia, Doras Mutter, die, in Italien geboren, als Kind mit ihren Eltern illegal in die Schweiz einreist, wo man sie als Tschinggen verspottet. Und da ist eine Ich-Erzählerin, die versucht, ihren Körper zu bewohnen, einen Körper, dessen Grenzen verletzt wurden, die Mutter wird und die letztlich einen anderen Weg wählt als die anderen Familienmitglieder. Einen zu eigenem Körper und Leben. (Text: Gerhild Steinbuch)

Bettina Scheiflinger ist in der Schweiz aufgewachsen und lebt seit 2017 in Wien, wo sie Sprachkunst studiert. Neben dem Roman „Erbgut“ hat sie Hörstücke für Kunst im öffentlichen Raum geschrieben, ein 2018 uraufgeführtes Jugendtheaterstück und hat Texte in verschiedenen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Der Roman Erbgut erscheint im Herbst 2022.

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Der AnnoDialektDonnerstag (ADIDO) am 29. Juli entfällt.

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Lesung am Sonntag, 25. Juli

um 20:30 Uhr im Café Anno

Das Herz ist ein dummer Bastard, aber es weiß was es will

Georg Rauber

Georg Rauber ist Autor und Schauspieler. Er hat schon viel zu lange keine Kirschen mehr gegessen.

Mit wenig viel zu sagen. Das hat sich Autor Georg Rauber mit „Das Herz ist ein dummer Bastard – aber es weiß was es will“ vorgenommen. Eine Ansammlung an kurzen Gedichten, Geschichten, Aphorismen und sonstigen Wortzusammenkünften, die trotz weniger Worte viel zu bieten haben. Von experimentellem Umgang mit Sprache über kurze Erzählungen zu schlichten Aussagen und Sprüchen findet sich in diesem Band alles, was kurzweilig aber – im besten Fall – langanhaltend ist.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Der AnnoDialektDonnerstag (ADIDO) am 22. Juli entfällt.

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