Lesung am 13. und 16. September

Lesung am Donnerstag 13. September

„Scheiß di ned on! – Das Leben ist zu kurz um etwas NICHT zu tun“

Julia Franye

Nackt und ungeniert spreche und singe ich über Themen, die mir nahe gehen. Über die Liebe, den Tod, die Angst, die Angst vor der Angst und über Freiheit. „Warum sind wir hier auf dieser Welt? Und warum haben wir manchmal so große Angst das zu tun was wir WIRKLICH wollen?“ Das und vieles mehr sind Fragen, die ich mir immer wieder stelle. Das Ergebnis: ein Repertoire aus Liedern, Geschichten und Bildern die genau aus dieser Suche entstanden sind. Und genau die möchte ich gerne mit euch teilen! Echt und unverblümt und am liebsten so direkt wie möglich…. Und soll ich euch ein Geheimnis verraten? Ich scheiß mich schon ordentlich davor an! Und wisst ihr noch was? Ich werde es trotzdem tun. Denn eines habe ich gelernt: Gerade wenn es brennt ist es richtig, wenn wir Angst spüren, unsere Hände feucht werden, unser Herz anfängst zu rasen und wir uns fast ins Hosal machen verlassen wir unsere Komfortzone und sind bereit zu wachsen und wirklich zu leben. „Scheiß di ned on“ ist auch der Titel meiner ersten Single, die im Herbst erscheinen wird und die ich euch am 13. September ebenfalls hautnah präsentieren werde. Macht euch gefasst auf einen Abend voller Überraschungen, denn für mich ist es eine absolute Premiere Solo und mit meiner eigenen „Kunst“ auf der Bühne zu stehen. Ach ja: zum Thema nackt: Für alle die nur
deswegen gekommen wären….dies ist nur im metaphorischen Sinne gemeint – ich werde nicht wirklich nackt sein!
Julia Franye, geboren am 18. Februar 1995 in Wiener Neustadt, aufgewachsen in der Großstadt- Metropole Bad Sauerbrunn war Julia schon als Kind ziemlich cool. Begnadete Briefmarkensammlerin, Pokemontrainerin und Schachspielerin. Heute hat sie das Schach- durchs Schau ersetzt und macht eine Ausbildung als Schauspielerin an der
Schauspielschule Krauss. Der Pfarrer in der Volksschule hat sie damals dazu inspiriert Gitarre zu lernen und seit dem singt Julia leidenschaftlich gerne und begleitet sich dazu auf ihrer Gitarre. Schreiben ist für sie Medizin, genauso wie die Natur und das Verreisen.
“Lebensfreude, Dankbarkeit und eine große Portion Selbsthumor sind mir besonders wichtig”,sagt die 23 Jährige, “wenn man nicht mehr über sich selbst Lachen kann, dann ist es wirklich ziemlich schlimm.” Vor der Schauspielschule war Julia an einer HTL, mit dem Schwerpunkt Gebäudetechnik und hat ein Jahr auf der Baustelle gemeinsam mit hartgesonnen Baustellenarbeitern schwer g’hackelt, Klimaanlagen montiert und repariert. Diese Zeit hat sie besonders geprägt. Danach hat sie ein Jahr an der BOKU studiert bis sie eine schicksalhafte Begegnung zur Schauspielerei geführt hat. “Das Leben steckt voller Überraschungen, man muss nur offen dafür und immer wieder bereit sein neue Wege zu beschreiten.”

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 16. September

Darf ich ausreden

Janea Hansen

Die Autorin präsentiert neue, noch nie gelesene Texte, die zum Teil als Poetry Slamtexte entstanden sind, halbgare Ideen, Teile eines aktuell entstehenden Romanmanuskriptes und vor allem Gedanken, die nicht zuende gesprochen wurden, weil am Ende der Diskussionen, die vorausgingen, einfach nur noch die Worte fehlten. Kurz gesagt wird es gehen um: Partys und Feminismus und Einsamkeit und Kinder oder auch keine Kinder ums Scheitern und die anderen um Bier und Angst und Lügen und um Spaghetti an der Wand.

Janea Hansen wurde 1991 im hohen Norden Deutschlands geboren. Das Studium verschlug sie 2011 nach Wien und die Liebe zu dieser Stadt hielt sie bis heute dort. Sie ist Slam Poetin, Autorin, Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin, Moderatorin, Feministin, Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift &Radieschen und an Sonntagen, an den sie nicht selbst liest, moderiert sie den AnnoLiteraturSonntag.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesung am 6. und 9. September

Lesung am Donnerstag 6. September

Wiener Melange mit Senf

Hans Christ

An diesem DialektDonnerstag liest der Autor Auszüge aus den noch unveröffentlichten Manuskripten: „Pallawatsch für Fortgeschrittene“ (Bezirksgeschichten) sowie „Watschentanz`“ (Mundartlyrik).
Biographie: Herkunft Döbling, Studium der Veterinärmedizin, seit 1990 Tierarzt in Salzburg, seit 2000 Praxis in Bad Hofgastein, verheiratet, Pfeifenraucher
Bücher:
Mit der Kuh auf Du
Die Pfoten hoch
Da lachen die Hühner
Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd
Reichlich belämmert
Sterben auf eigene Gefahr
Wean-siass-schoaff
Mörderkirtag
Sonnwendfeuer
Der handcolorierte Guckkasten (Herbst 2018)

 

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 9. September

*wort.klang präsentiert:*

Julia Krammer & Gregor Krammer

Krammer und Krammer lesen Passagen aus ihren Romanmanuskripten.

/Die verborgene Summe/ (Julia D. Krammer) erzählt die Geschichte eines
jungen Schauspielers, der durch das Mienenfeld der Branche stolpert, um
sich schließlich selbst ins Gesicht zu sehen.

/Das offene Fenster/ (Gregor Krammer) ist die Geschichte eine
Freundschaft an der Schwelle von Kindsein zum Erwachsenwerden.

www.wortklang.at

*Julia D. Krammer*

Die 1985 geborene Wienerin wuchs im Waldviertel auf, ihre Studien (Grafik Design, Rechtswissenschaften, Medical Law) führten sie jedoch wieder zurück in Österreichs Hauptstadt, wo sie seit Jahren lebt und arbeitet. Julia ist Schriftstellerin, Sprecherin und Gründerin der Kunst-/Kulturplattform wort.klang sowie Mitglied des literarischen Kollektivs JungWien14.
Ihre Kurzgeschichten erschienen in Anthologien (Fluchtraum, Edition FZA 2015; Dionysische Nächte, Engelsdorfer Verlag 2017; Nichts.Konsens, edition fabrik.transit 2018), in einem Kunstsammelband, den sie auch selbst illustrierte (Lokalkolorit, 2017) sowie auf der StoryApp des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs (Short List 2017), außerdem verfasste sie das Drehbuch für ein Kindermusical (Premiere: August 2018). 2018 stellt sie ihren ersten Roman fertig.

*Gregor Krammer*

Gregor Krammer wuchs in der Steiermark auf und gewann mit elf Jahren seinen ersten literarischen Wettbewerb. Zahlreiche Werkstätten des Literaturhauses Graz folgten. Er war Zweitplatzierter im steirischen Wettbewerb für Kinder- und Jugendliteratur und wurde bisher in Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. Lichtungen) veröffentlicht.
Gregor betreut Schreibzeiten der Literaturwerkstatt Graz und schreibt derzeit an seinem dritten Roman.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 2. September

Die neue Lesungssaison im Café Anno startet und wir beginnen sie mit einem Abschied. Die wunderbare Armela, die jahrelang liebevoll Homepage, Newsletter und Gäste des Literatursonntags betreut hat, lässt Wien hinter sich, um sich einem neuen spannenden Studium in Giessen zu widmen. Wir wünschen ihr viel Erfolg und danken ihr für ihre Arbeit bei uns. Ohne sie wäre der AnnoLiteraturSOnntag nicht das, was er heute ist. Und wir sind besonders stolz, dass sie unsere Saison mit der ersten Lesung im September eröffnet:y

Lesung am Sonntag 2. September

„Du musst mal damit abgiessen“

Armela Madreiter

Sonntagabend im Anno war mir immer ein innerlicher Sonnenaufgang, den ich sehr sehr vermissen werde.

Am wackeligen Lesungstisch im Anno begonnen und dann Sonntagslesungankündigungen/Moderation mit kleinen, schlechten Witzen in den Jahren zwanzig13 bis zwanzig17 – also noch einmal meine zweiten Teenagerinnenjahre hier verbracht, zwischen mittelgroßen Dramen in kühlem Bier ertränken und heimlich in dunkeln Ecken über – niemals Tischfußball lieben gelernt, weil eine schlecht Verliererin, niemals nach dem Anno in die Ubahn gekotzt, obwohl ein paar Mal kurz davor, manchmal noch vor dem Würstelstand an der Thaliastraße gepöbelt,
generell viel gepöbelt, vorallem in Winter, wenn die Heizungen unter den Sitzen im Raucher*Innenbereich viel viel zu heiß sind, fast nie auf der Couch gesessen, nie einen Kaffee getrunken weil nicht besonders und außerdem macht niemand hier so gerne Kaffee, am wenigsten die Sandra, die die beste Kellnerin der Welt ist!
Dafür Kreuzworträtsel und Würfelpoker an der Bar und dazwischen die weltbesten Spritzer und manchmal gibt es Sturm!

(Giessen hat 86.000 EinwohnerInnen und ich lebe da jetzt fix für die nächsten 3 Jahre, aber ok ok und eigentlich freu ich mich eh riesig drauf.)

In diesem Sinne, dies ist meine vorläufig letzte ANNO-Lesung.
Vielleicht ein BEST-OF, vielleicht auch neue Sachen, weil Sizilien, da war ich ja, vielleicht, ach, einfach einige meiner Texte, die mir Spaß machen.

Danach Bier, Mexikaner, Spritzer und Love.

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Armela Madreiter in a fromal Kurzbiografie:* 1992 in Salzburg. Nach der Matura Studium der Germanistik und Romanistik an der Universitat Wien. Ab 2013 Moderatorin des Anno Literatur Sonntag und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift …&radieschen.. 2014 Teilnehmerin der Schreibklasse am Schauspielhaus Wien. Gründung des Frauentheaterkollektiv Hira* 2012 und bawidifu (Banane wie die Furcht) 2015. Produktionen im Rahmen des Mimamusch-Festivals, im Ernst-Kirchweger Haus und im Spektakel Wien. Diverse Hospitanzen und Assistenzen im TAG, den Wiener Festwochen. Mitarbeit beim Hin&Weg Theaterfestival in Litschau, davor Auslandsjahr in Sizilien,jetzt dann Studium der angewandten Theaterwissenschaft in Gießen.

 

 

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 21. und 24. Juni

Lesung am Donnerstag 21. Juni

Alte und neue Lieder

Pono und die liabm Leit

Jahrelang blubberte Pono als Jonopono ihre Lieder alleine, bis sie endlich in ihrer neuen Heimat Niederösterreich auf die „liabm Leit“ gestoßen ist. Gemeinsam vertonen sie nun ihre Hits über Protest & Ohnmacht, Freude & Leid neu.
PONO und die LIABM LEIT sind eine frische und rotzfreche Musik-Combo mit Message und vor allem viel Spaß am gemeinsamen Musizieren.

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Vocals: Jono Pono, Brigitte Bedlivy & Nate
Bass: Nate
Percussion: Ernst Bedlivy

 

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag 24. Juni

DUM- &radieschen- Präsentation

Es ist wieder so weit! Das neue DUM, Ausgabe 86 unter dem Titel „Nachred: Imitsch&Tratsch“ wird mit Texten von Dominik Leitner, Roswitha Perfahl, Christian Schreibmüller und Sonja Tobl vorgestellt.

Und das neue &radieschen stellt mit dem Titel „Glatt und Verkehrt“ die diesjährige Poetry Slam Ausgabe der Zeitschrift vor. An unserem Lesetischchen begrüßen wir unter anderem Theresa Wagner und Markus Köhle.

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 14. und 17. Juni

Lesung am Donnerstag 14. Juni

Oimgstanzln

Katharina Ferner

Seit einiger Zeit sammelt KJF Dialektwörter, die sie anschließend in ihre „Oimgstanzln“ einarbeitet. Daraus entstehen humorvolle Wald- und Jagdgeschichten. Manche der erdachten Szenen sind mehr schaurig, als schön. Die moderne Naturlyrik beinhaltet freche Tiere und verängstigte Menschen. Jägerpaare schleichen händchenhaltend durch das Dickicht. Im Wald wir gezündelt und manchmal auch geschmust.
Die Dialekte, denen sich die Autorin bedient sind eine wilde Mischung aus dem Salzburger Stadt- und Landdialekten (Lungau), dem Oberösterreichischen, dem Wienerischen und dem Badischen.

Katharina Ferner lebt und schreibt in Wien und Salzburg. Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift &Radieschen, sowie der österreichischen Dialektzeitschrift „Morgenschtean“. 2015 Nominierung für den Literaturpreis Wartholz. Erscheinen des Debütromans „Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste“ im Verlag Wortreich. Von Juli bis September 2017 verbrachte sie ihre Zeit als Stadtschreiberin in Hausach (Deutschland).

 

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 17. Juni

Der Dosenrost sagt den Kieselsteinen…

Katherina Braschel

Was der Dosenrost den Kieselsteinen so sagt und warum das etwas mit Lendenwirbelsäulen und Hegel zu tun hat – von diesen und weiteren Dingen wird Katherina Braschel am 17. Juni lesen.
Es wird um umgefallene Gitarrentaschen und Spreenelken und Burschenschafter-Abscheu gehen und darum, dass der Bertram den Sauerrahm vergessen hat (insofern sich dieser Text noch zur Fertigstellung überreden lässt).
Kurzprosa und Gedichte, das wird es werden.

Katherina Braschel teilt ihr Leben zwischen künstlerischem Tun und akademischem Herumtun. Dazu beschäftigt sie sich (auch) viel mit Pornografie, weil das nun mal seit Jahren ihr Forschungs- und Interessensgebiet ist. Ja, echt.
Sie ist im Redaktionsteam der Literaturzeitschrift &radieschen, wo sie die Wechsel-Kolumne „Textgeflüster“ schreibt und war lange mit ihrem feministischen Theaterkollektiv HIRA* aktiv. 2014 hatte ihr Experimentalfilm „EBENDA“ Premiere.
Aktuellste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift mosaik.
Gewinnerin des Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ 2018.
Katherina Braschel schreibt auf Deutsch, Englisch und in österreichischem Dialekt. Manchmal übersetzt sie ihre Texte in Österreichische Gebärdensprache.

 

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 10. Juni

Lesung am Sonntag 10. Juni (Beginnt bereits um 20:00 Uhr!)

Unter der Zunge

Luka Leben

Luka Leben liest Auszüge aus ihrem 2017 erschienenen Kurzgeschichtenband und neue Kurzprosa.
„Unter der Zunge“ wohnt die Bedeutung, schlummert Zu-Sagendes und versteckt sich die Wahrheit. Hier ist der Ort für unsere Muttersprache, die uns vertraut ist. Aber die uns auch überrascht und verunsichert, wenn wir auf neue Bedeutungen und Missverständliches stoßen. Luka Leben erzählt Geschichten, die im Vertrauten, dem Offensichtlichen, beginnen, um uns dann tiefer, dahinter oder eben darunter blicken zu lassen. Das Mittel dieses Aufspürens ist die Sprache, die uns Bekannte, die gedreht, gewendet und verwendet wird, bis sich die Fragen stellen und Offensichtliches verschwindet. Antworten und Bedeutungen, liebe Leserin, lieber Leser, dürfen Sie selbst aufdecken und anerkennend mit der Zunge schnalzen. (Probieren Sie es doch vor dem Spiegel aus und schauen Sie genau hin.)“
– Stefan B. Findeisl
.
Luka Leben, 1989 in Salzburg geboren, studierte Kunst und kommunikative Praxis an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Bildnerische Erziehung und Germanistik in Salzburg. Aktuell forscht sie im Rahmen ihrer Dissertation im Bereich Visual Literacy und unterrichtet an der Universität Mozarteum. Seit 2014 unterrichtet sie außerdem am Musischen Gymnasium in Salzburg, unter anderem Kreatives Schreiben und Literatur. Luka Leben ist Illustratorin der Kinderbücher „Die Insel der verschwundenen Klänge“ und „Das Leben ist schön und andere Märchen“ (Tandem Verlag). 2017 ist ihr erster Kurzgeschichtenband „Unter der Zunge“ als Gewinner-Publikation des Literatur-Wettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ erschienen.

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 3. Juni

Lesung am Sonntag 3. Juni

Susanne Schmalwieser & Dominik Ernst

„Wer lebt wie wir, sieht im Bahnhof schon den Broadway“, sagen Susanne Schmalwieser (17) und Dominik Ernst (19) – zwei Schreibende, aufgewachsen in zwei kleinen niederösterreichischen Dörfern auf entgegengesetzter Seite der Triesting. Nun haben sie sich auf den Weg nach Wien gemacht – mit neuen Geschichten und Erzählungen im Gepäck.

 

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 24. und 27. Mai

Lesung am Donnerstag 24. Mai

Das Wiener Plateau

Martin Bachler

Volksschädling Martin Bachler liest:
Das Wiener Plateau

In Wien gratuliert man sich sogar zum Sterb’n. Außer man macht es falsch. Aber das passiert ja eh selten, und wer bemerkt schon solcherlei Geschehnis.

Das allein wäre aber natürlich alles noch kein Grund für a G’schicht. Das Problem is ja eigentlich folgendes: Es passier’n in letzter Zeit Dinge die mit allem Anstand nicht mehr zu vereinbaren sind. Die Frau Ehrnsberger vermisst seit Jahren ihren kleinen, süßen Dackel. Nun, das hat mit all dem freilich rein gar nichts zu tun, Sie werden’s verzeihn. Es ist halt eine arme Frau. Dienliche Hinweise sind willkommen und bitte unter der 0699/1538604 einzubringen.
Unserm Wien brennt’s neuerdings a bissl durch. Hörn’S zu jetzt. Sie stecken schon mittendrin in diesem garstigen Schlaz. Grad Sie.
Postlinger Wranifleck ist übrigens auch nicht der Einzige, dem die Dichte abhanden zu gehen scheint. Nach der grundlosen Emanation einiger Briefe wähnt er sich der geistigen Umnachtung nahe. Bevor es ihm allerdings vollends durchwaschlt, geraten er und sein Allerweltsspezl, der Taxler Walter Petrusic, auf die Fährte einer irrsinnigen Verschwörung, in der die MA 191b eine nicht zu unterschätzende Rolle zu spielen scheint, obgleich die Stadt Wien freilich nichts von der Existenz eines solchen Magistrats zu wissen vorgibt.
Und so konnte die Verdauung sogleich beginnen, am Ende war man nur mehr ein Häufchen, mühsam ausgedrückt und mit der Teigspachtel des kosmischen Konditors abgesäbelt. Voilà, da war man, grindig und mit nackter Seele auf den Gehsteig gespritzt. Aber vielleicht war es ja manchmal genau das, was man in jener Zeit am dringendsten sein musste, diese rohe Crème der Wahrheit, immer eine Schande, dieser Gärstoff für das im Gestern Vergessene.
Marcel-Reich Ranicki: „Dieses Buch ist eine geschmacklose Aneinanderreihung ekelhafter Klischées. Thomas Bernhard hätte dieses Buch genommen und daauf uriniert. Selbst diese Behandlung ist noch zu gütig. Und es ist zu allem Überdruß noch nicht einmal fertig! Warum halten Sie mich hier fest?“  Wir sagten ja bereits, manch einer hat es falsch gemacht.
Sigmund Freud: „Sie sind bei mir unten durch, gnädiger Herr.“

Martin Bachler, 1992 in Kitzbühel in Tirol in die Welt geworfen, kombiniert in seinen Werken eine ausgeprägte, beinahe exzessive Neigung zur lautlichen Gustation des eh Unverdaulichen. Ihn fasziniert das, was man nicht in der Lage ist hinauszupressen, jenes „Beste, das man den Buben doch nicht sagen kann“. Mithilfe der untersprachlichen Feile ist er stets bestrebt, die krustierten Texturen des sich sträubenden Sinngewebes aufzuraspeln, um die darin und darunter wirkenden Bäche freizusetzen. Bachler steht für eine gnadenlos pedantische, ja schier ekelhafte Inspektion des psychischen Räderwerks und dessen noch so tausendzarte Verzahnungen mit der Umwelt. Auf haarsträubend witzlose Art und Weise sucht er an die Furten des Verunsprachlichten zu drängen um dort am Zipfel des Erstaunens zu ziehen.

 

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag 27. Mai

„good luck – good bye – ein tagebuch aus der willkommenskultur“

El Awadalla & Ishtar Duo (Ahmed Shqaqi & Phillip Gunter Rainer)

El Awadalla geboren 1956, aufgewachsen in Nickelsdorf/Burgenland. Sie ist Autorin, Herausgeberin, Slam Poetin, Millionenshow-Gewinnerin, Kulturveranstalterin, Kabarettistin, mehrfache Literaturpreisträgerin, Bundespräsidentschaftskandidatin, leidenschaftliche Raucherin uvm.

 

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Lesung am 17. und 20. Mai

Lesung am Donnerstag 17. Mai

Drilling!

Xaver Wienerroither aka. „Ksafa“

Dramolette, Gedichte, Slamtexte – immer seltsam, nie langweilig

Der Salzburger Poet Xaver „Ksafa“ Wienerroither tritt seit 2013 regelmäßig auf deutschsprachigen Bühnen auf. Er versteht sich auf Spoken Word und Kurzgeschichten. Das ist mal musikalisch, mal appellativ und oft unberechenbar. Er ist Gründungsmitglied der Wiener Lesebühne „Bis einer Reimt“. Texte von ihm wurden in den Anthologien „Slam Oida!“ (2017) sowie „Tintenfrische“ (2017) publiziert.

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag 20. Mai

Benji und „Freunde“

Benjamin Schmalhart aka. Benji

1 Jahr Wien, 8 Jahre Poetry Slam, 26 Jahre purer menschenverachtender Exzess. Ja, Benji kann auf eine gewaltige Karriere zurückblicken und das muss natürlich im Anno zelebriert werden. Feiern kann man nicht alleine, deshalb hat er ein paar seiner engsten Freunde gebeten, vorbeizukommen und seine Texte neu zu interpretieren. Ob das was wird, ist fraglich, aber sehet selbst, wenn u.A. Elias Hirschl, Mieze Medusa, Janea Hansen und Ksafa versuchen aus dem Wahnsinn irgendeinen Sinn rauszupressen.

Benjamin „Benji“ Schmalhart, 1991 in Linz geboren, schreibt absurde meist satirische Texte für die Bühne und diverse Publikationen. Seit 2017 lebt und stirbt er in Wien.

 

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 13. Mai

Lesung am Sonntag 13. Mai

Irgendwas haben wir übersprungen

Christopher Hütmannsberger

Wenn es eines gibt was uns als Menschen definiert, dann ist das die Interaktion. Oder die Abwesenheit davon. Die Texte untersuchen was passiert wenn wir beobachten, was passiert wenn wir teilnehmen, wenn wir teilhaben. Eine Dekonstruktion der menschlichen Existenz.

Egal ob Christopher Hütmannsberger als Spoken Word Poet, Lyriker, Rapper oder mit Jazz-Kombo auf der Bühne steht, seinen Performances ist eines gemein: Schlagkraft. Da ist diese Stimme, die man unter Hunderten sofort wiedererkennt; da ist etwas Gebrochenes in seiner Bühnenpräsenz, die einen an Bukowski in jung erinnert. Und da sind die Texte, die Pathos nicht fürchten müssen, weil sie ihn beherrschen; weil sie alles sagen können, ohne ins Kitschige abzudriften. Weil sie ohne Umwege auf Herz, Magengrube, Kopf zielen – und treffen. Weil sie klar sind und direkt und einem dennoch Rätsel lassen. Weil sie immer auch Allegorien auf das große Ganze sind. Kenner finden an vielen Stellen augenzwinkernde Verweise auf Größen englischsprachiger Wortkunst: Beckett, Shakespeare, Aesop Rock. Allen anderen bleibt Hütmannsbergers Performance, die so klangvoll ist wie ein Konzert, so kraftvoll wie ein cineastisches Epos, so charismatisch ansteckend, dass man danach nichts Geringeres will, als die Welt verändern. Oder wenigstens ein Gedicht schreiben. (Text: Franziska Holzheimer)

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

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