Lesung am 25. November

Die Lesung am 22. November findet nicht bei uns statt, sondern es gibt ein Fremdgehtipp von uns: Die Literaturzeitschrift Morgenschtean präsentiert ihre neue Ausgabe im Tschocherl!

Die Österreichischen DialektautorInnen laden herzlich zur MORGENSCHTEAN-Präsentation U 58-59 anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Ö.D.A.

Es lesen: Manfred Chobot & Axel Karner lesen Bernhard C. Bünker, Richard Weihs, Katharina Schöch

Musik: PONO und die LIABM LEIT

Moderation: El Awadalla


Lesung am Sonntag 25. November

DUM 88 - COVER.jpg

An diesem Sonntag wird das neue DUM in der 88sten Ausgabe mit dem Thema „Nacht“ präsentiert.

Es lesen: Daniela Dangl, Markus Grundtner, Manuela Kurt, Martin Peichl, Hanna Reiner, Christian Schwetz, Julian Stockinger und Eva Maria Wagner

Wir freuen uns auf einen schönen Jahresabschluss für Das ultimative Magazin.

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesung am 15. und 18. November

Lesung am Donnerstag 15. November

klane Schåcht’ln voi Xång und Musi und G’schicht’ln aufg’schnürt von Mischmas

Mischmas (Ingrid Jantzen & Richard Matula)

ER „waaß ned wiara haaßt“ bis SIE ihm vorschlägt, dann „misch’ma ’s“ und gleich drauf „misch‘ ma ’s no amål“.
Also tat sich das „Solo für Zwei“ zusammen um fortan sein Publikum ein paar Jahre lang in „Litera-dur und moll“
„geschüttelt und gerührt“ zu haben bis es Zeit wurde für „das Neue – die alten“.(aktuelles Programm, demnächst, am 23.11.2018, 20h im „Rampenlicht Theater“)
Zwischendurch finden Ingrid Jantzen, die Kabarettistin und Schriftstellerin, und Richard Matula, der Gitarrist und Sänger, immer wieder Zeit und Muße um „klane Schåcht’ln“ mit allerlei Schmankerln auf zuschnüren…
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                     Lebensläufchen
Ingrid Jantzen, Baujahr 1951, zahlreiche Schultheater-Auftritte in Männer-Rollen (wegen tiefer Stimme).
Schreibt seit 1998 diverse Musikcabarets mit ihrem kongenialen mehr als nur Begleiter Richard Matula.
Ab 2002 „auf allgemeinen Wunsch eines einzelnen Herren“ – Rolf Schwendter – jedes Jahr eine Kurzgeschichte für die Poet night des Ersten Wiener Lesetheaters.
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Richard Matula, Baujahr 1949, Studium der Konzert- und Jazzgitarre.
Ensembletätigkeit: Barock, Blues, Jazz.
Ab 1991 Zusammenarbeit mit Schriftstellern und Kabarettisten.
Seit 1998 diverse Musikcabarets mit kongenialer mehr als nur Texterin Ingrid Jantzen als ihr Komponist, Arrangeur, Sänger und – last not least – Gitarrist.

 

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 18. November

Er war ein Bozner und lebte in der großen Stadt

Manuel Lavoriero

„Leute, die mich gut kennen, meinen, ich wirke recht schüchtern, zurückhaltend, aber „eh ganz nett“. Am liebsten würd ich dann einfach schreien: „GEH FICKTS EUCH DOCH, DES STIMMT JO NET!“

In mir schlummert ein lautmauliges Tier, ein südländisches Biest, das mit seinen halb-italienischen Händen herumfuchtelt als wäre es aufn 35μg-LSD-Trip im Wiener Prater, das nur darauf wartet, auf Zeilen Seiten losgelassen zu werden, um die Zuhörer so zu verwirren, dass sie sich fragen: „Wer verdammt nochmal ist dieser Mann?“

Genau das frage ich mich auch. Wer ich bin und was denn falsch mit mir gelaufen ist. Aber dann erinnere ich mich wieder daran, dass es mir jo Wurscht ist, und meine Eltern doch stolz auf mich sein sollen. Denn immerhin habe ich es zu einer Lesung in einem Wiener Café geschafft. Juhu, ich höre schon die Chöre in meinem Hinterkopf, wie sie mir zujubeln: „Manu! Manu! Manu!“

Jetzt hört schon auf! Haha, ja ich komme doch nur aus einer ganz normalen Ghetto-Mittelschichtfamilie. Die Rapperkarriere war mir auferlegt, zio cane noamol!

Und ja, ich bin ein Provokationsfetischist. Es ist draußen. Solange ich mich hinter den schützenden Wänden der Literatur und der Satire verbergen kann, dann – und nur dann – lasse ich los. Auf die Politik, auf die Gesellschaft, die reichen Puderzieher, die armen Proleten, aber vor allem auf das meiner Meinung nach größte Arschloch da draußen: mich selbst.

Ich war nie gut in Beziehungen. Ich gab nie und nahm nie. Ich tat immer nur so als würde es mich interessieren und seit jeher bin ich gefangen in einem nimmer endenden Kreis von „Isch mir jo Wurscht“. Ich mutier zum Prachtexemplar des Wieners – sehr zum Missfallen meiner Bekannten in Südtirol – sehr zum Wohlgefallen meiner selbst. Muahaha: „Mutter, sieh doch was aus mir geworden ist!“

Das leere Großstadtleben ist das, wonach sich mein leeres Herz schon immer gesehnt hat. Und deshalb schreibe ich auch darüber. Über die scheiß Bim, über die scheiß U-Bahn, über die scheiß Anwesenheitspflicht an der FH, über das scheiß Preis-Leistungsverhältnis der Jägermeister-Shots im U4, über die scheiß betrunkenen Nächte allein im Nighliner, über die scheiß Kotze am Straßenrand, über die scheiß Scheiße am scheiß Tag nach dem scheiß Gesaufe.

Ich schreibe vorm Abgrund über dem Abgrund, wie ich den Abgrund hasse und gleichzeitig liebe. Willkommen in meiner neuen Welt. Willkommen in Mein Wien.“

Manuel Lavoriero,

geboren 1996 in Bozen, ist zweifacher Südtiroler

Morgenstern Landesmeister im Poetry Slam. Er trägt Texte in Südtirol und Österreich vor, moderiert Poetry-Slam-Veranstaltungen und ist seit einigen Jahren fixer Bestandteil der Südtiroler Slam-Szene. 2015 nahm er an den österreichischen U-20-Poetry-Slam-Meisterschaften teil, 2016 und 2017 nahm er an den österreichischen, und 2017 an den italienischen Poetry-Slam-Meisterschaften teil. Lavoriero ist in Wien als Journalist für diverse Medien tätig. Er studiert Journalismus und Medienmanagement an der FHWien. Seit seinem elften Lebensjahr spielt Lavoriero Klavier und Keyboard. Er hat u.a. die Filmmusik für verschiedene Werbespots und Kurzfilme komponiert.

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Lesung am 8. und 11. November

Lesung am Donnerstag 8. November

Baama zööhn

Katherina Braschel

Monche Baama san Zniachtl und monche san a bissl wia da Opa. Ondre Baama san a Diskussionsgrundlog und wonn i an Gitzi kriag, donn sogst bessa nix von am Baumhaus. Es geht um Lebakaas vorm Friedhof essn und ums U-Bohn foahrn. Weils immer irgndwonn ums U-Bohn foahrn geht. Es geht drum, wos ondre Leid sogn und warum des aana a Zoih is, die aufheart und des ondre ned. Und es geht um Spreenöökn und darum, dass de wenigstn Leid wissn, dass de beim Penny die scheenstn san und die scheenstn bleim, ah wonn ma söba imma nua zum Blumengschäft auf da ondan Stroßnseitn geht, wo da Elvis an da Wond hängt.
1992 in Salzburg geboren und aufgewachsen, lebt und schreibt Katherina Braschel seit 2011 in Wien. Nach fünf intensiven Jahren feministischem Theaterkollektiv, einem Bachelor-Titel, einem Ö1-Interview zu Dialektgedichten und einem Langfilm (EBENDA, 2014) hat sie jetzt eine Masterarbeit über feministische Pornografie und ein bisschen mehr ganz hinten im Gefrierfach.
Seit 2015 ist Katherina Braschel Redaktionsmitglied des Literaturmagazins &radieschen, in dem sie auch die Kolumne Textgeflüster bespielt und seit 2016 ist sie Mitveranstalterin des AnnoLiteraturSonntags. 2018 gewann sie den Literaturwettbewerb Wir lesen uns die Münder wund, sowie den Lyrik-Sonderpreis im Rahmen des Erostepost-Literaturpreises. Zudem findet man sie mit ihrem Text solangehierunterwegsgewesen auf der Shortlist des fm4-Wortlaut-Kurzgeschichtenwettbewerbs 2018.

 

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Lesung am Sonntag 11. November

GRAUKO

Grauko hat sich für seine Lesung am 11.11.2018 den 11.11.1918 als historisches Datum zum Anreiz für seine Texte genommen. Dieser gilt mit der Unterzeichnung des ersten Waffenstillstands zwischen dem Deutschen Reich und den Westmächten als „Ende des 1. Weltkriegs“. Von dieser Tatsache ausgehend haben wir uns zu Texten rund um das Thema „Krieg“ in all seinen Facetten inspirieren lassen.

Lesen werden: Isolde Bermann, Margarita Kinstner, Maria Edlesbrunner, Veronika Unger, Thomas Wollinger und Peter Heissenberger.

www.grauko.com

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Lesung am 1. und 4. November

Lesung am Donnerstag 1. November

„Bsoffene Gschichtn“

Andreas Plammer

Kolumnen, Stories, Romanauszüge

Seit einigen Ausgaben erscheinen in der Literaturzeitschrift „& Radieschen“ unter dem Titel „Bar jeder Vernunft“ meine Kolumnen über Liebe und Alkohol und verrückte, eben bsoffene Gschichtn. Parallel dazu entstanden auch einige Kurzgeschichten etwas längeren Umfanges. Und auch ein neuer, eigentlich längst veröffentlichungsreifer Roman dreht sich um diese Themen. Höchste Zeit also, einen Querschnitt daraus zu lesen. Und den einen oder anderen Slam-Text vielleicht auch.

Andreas Plammer geboren 1966 in Wien. Zahlreiche Lesungen und Teilnahmen an Poetry-Slams, Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien, Mitorganisator der wöchentlichen Lesungsreihen Anno Literatur Sonntag und Anno Dialekt Donnerstag, Redaktionsmitglied der Literaturzeitschriften „& Radieschen“ und „Morgenschtean“, Vorsitzender der ÖDA (Österreichische DialektautorInnen und -archive). 2011 erschien der Kriminalroman „Fauler Zauber“ im Milena-Verlag

 

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Lesung am Sonntag 4. November

Distelstrauß

Simon Sailer

Einsame Erwachsene und Kinder beim Spielen. Das sind die Motive, die den Distelstrauß zusammen binden, den uns Sailer aus veröffentlichten wie unveröffentlichten Geschichten gepflückt hat. Er beschreibt szenisch und in klarer Sprache Begegnungen, Situationen und Gespräche, bei denen es immer ein Dahinter gibt, das eigentlich erzählt wird.

Simon Sailer

wurde 1984 in Wien geboren, wo er nach Aufenthalten in Berlin, Prag und Paris wieder lebt. Er studierte Philosophie an der Universität Wien und der Sorbonne Paris sowie Art and Science an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2017 literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften.

http://www.simonsailer.net

 

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Lesung am 25. und 28. Oktober

Lesung am Donnerstag 25. Oktober

„Eine Werkschau, quasi“

Lisa-Viktoria Niederberger

lisa-viktoria niederberger_copyright jasmin walterLisa-Viktoria Niederberger wurde 1988 in Linz geboren, hat sich nach der Matura nach Salzburg gewagt um dort neben dem Studieren, dem Verkauf von Büchern und Spirtuosen, einem bisschen Journalismus und viel Literaturbetrieb vor allem in einem zu versuchen: dem Schreiben. 2014 brachte sie den Lektor vom Mosaik mit ihrem Text „Eischlafen“ zum Verzweifeln. Dabei handelte es sich nämlich um einen Kurzprosatext der komplett in ihrer eigenartigen Mischung aus Mühlviertler und Salzburger Dialekt verfasst ist. Erschienen ist er trotzdem. Seitdem auch Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften und Anthologien, zuletzt das Kurzprosadebut „Misteln“ im März 2018 in der edition.mosaik. Hochdeutsch zwar, aber noch immer nahe am gesprochenen Wort, am Leser und vor allem, an sich selbst.

Im Anno liest sie altes und neues, längst verdrängtes und druckfrisches, im Dialekt und auch nicht. Eine Werkschau, quasi. Vielleicht sogar ein Best-Of Niederberger.

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Lesung am Sonntag 28. Oktober

UND AM ENDE STEHLEN WIR ZITRONEN

Eva Lugbauer

„Welches Gefühl?“, fragte Martin.
Wie nun wieder das Gefühl beschreiben? „Ich weiß nur“, sagte ich zu Martin, „dass ich danach dachte, wenn ich jetzt gestorben wäre, wäre es mir egal gewesen.“ So ist das also, dachte ich. Sich auflösen im schönsten Augenblick.

Wild sein! Verrucht sein! Frei sein! Zumindest im Traum fliegen können. Aber nein: Nicht einmal im Traum gelingt das Fliegen. Isa Erlinger fühlt sich gehemmt, gefangen und viel zu anständig. Doch steckt auch eine andere in ihr? In der Rolle der unbändigen Lou lügt sie sich zwischen berauschendem Hochgefühl und seelischer Düsternis durch die Nächte und gibt sich endlich ihrer Sehnsucht hin. Sich auflösen im schönsten Augenblick – und leben mit der Angst, den Boden zu verlieren.

„Schöne Sätze“ konstatiert Peter Pisa vom Kurier dem Debütroman der Niederösterreicherin Eva Lugbauer. „Vom Eingangszitat bis zum Epilog durchkomponiert“, schreibt Sabine Schuster vom Literaturhaus Wien. „Was nachhaltig im Kopf bleibt, sind Sprachklang und Musik. Der Text ist voller Vitalität, laut, unterlegt mit wummerden Bässen und den rauhen Stimmen von Amy Winehouse und Gianna Nannini… Von dieser Autorin wird man sicher noch hören.“

Eva Lugbauer, geboren 1985, lebt in Wien und Niederösterreich. Studium der Germanistik an der Universität Wien. Veröffentlicht seit 2009 Kurzgeschichten in unterschiedlichen Literaturzeitschriften. Unter den zehn Finalisten beim FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb Wortlaut 2015. Ihr Debütroman „Und am Ende stehlen wir Zitronen“ erschien 2018 im Verlag Wortreich.

 

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Lesung am 18. und 21. Oktober

Lesung am Donnerstag 18. Oktober

„ois nur no in bleame messen“

Anna-Lena Obermoser

Anna-Lena Obermoser steht seit bald 8 Jahren auf Slam-Bühnen und schon viel länger davor AUFN BODN MIT ZWOA KNIAWOACHZACHE HAXN UND DE PAPPN
OIWEI WEIT OFFN ZAN GOSCHAT SEI!

Nocheinmal:
Anna-Lena Obermoser ist Slam-Poetin. Teil der 1. Grazer Lesebühne „Gewalt ist keine Lesung“, dem Künstler_innen – Duo „DODA“, im Team und intim (mit) der Slam City Graz; dort nennt man sie „Mördi“. Als U20igerin und immer noch hat sie schon an paar Meisterschaften (inter+)national teilgenommen, ab und zu kleinere gewonnen, das ist aber nicht so wichtig alles,

WAS WICHTIG IS
Anna-Lena hat seit gut 2 Jahren wieder BÄCK zum DIALÄKT gefunden und fetzt in letzter Zeit nur noch mit der MUNDTSCHESN auf Bühnen herum. Ihre Mundart ist eine Mischung aus pinzgauerischer Grobheit, ganz viel KCHHKC, aber jede Menge tiroler-like GSCHTIASCHTHEIT.

Die Texte erzählen vom ganz normalen Leben, sind ehrlich mit den Gefühlen, ihre Performance ist manchmal laut, rau und soulig.

Wer kommen will, muss kommen, es werden aktuelle Dialekt-Texte vorgetragen, es wird geplaudert, es wird gesungen.

Vor allem,
es WEAD SE VOLLE WESCH GFREID.

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Lesung am Sonntag 21. Oktober

Lebensläufe

Markus Grundtner

Für einen Abend lang gibt Autor Markus Grundtner seinem Publikum Einblick in sein aktuelles Romanprojekt, welches nichts weniger behandelt als das Leben selbst. „Lebensläufe“ soll die kürzeste Familiengeschichte aller Zeiten werden: Kein dicker Wälzer, aber trotzdem generationenübergreifend. Die abrissartige Biografie einer österreichisch-italienischen Familie, die sich aus fragmentarischen Episoden der individuellen Lebensgeschichten der Familienmitglieder ergibt. Der Autor wechselt dabei zwischen Charakteren und Zeitebenen – mit dem Ziel, am Ende ein  eindrucksvolles Gesamtbild entstehen zu lassen.

Markus Grundtner, geboren 1985 in Wien, ist Autor im Sein, Anwalt im Werden und Journalist im Ruhestand. Von 2004 bis 2014 Studium der Theaterwissenschaft und der Rechtswissenschaften an der Universität Wien – nebenbei freiberufliche Tätigkeit als Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Nun Konzipient in einer Kanzlei für Arbeitsrecht.
Seit 2015 Veröffentlichungen in Zeitschriften (u.a. Die Rampe, DUM, etcetera, &Radieschen, stereofeder, syrinx magazine) und in Anthologien (zuletzt: „Unter fremden Himmeln: Anthologie Jung Wien ’14“, August 2018).
Gewinner Wiener Werkstattpreis 2017 (Publikumskategorie). Absolvent der Literaturakademie Leonding 2017/2018. Longlist FM4 Wortlaut 2018. Startstipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes 2018.

Lesungen in Österreich und Deutschland (u.a. Café Central, Kulturzentrum im Amerlinghaus, Literaturhaus Wien, Schauspielhaus Wien, StifterHaus Linz, lit.fest stuttgart 2016 & 2018).

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Lesung am 11. und 14. Oktober

Lesung am Donnerstag 11. Oktober

„Gschichtn ausm Ochtn“

Katiba

Katiba kreist in ihren Liedern leise um eine Gasse, um einen Platz, um ein Du im achten Wiener Gemeindebezirk. Sie singt über schöne und schiache Träume und lässt manche davon wahr werden, meistens in Dur. Das alles geschieht im Mostviertler Dialekt, aber Katibas Herz singt wienerisch.

Katiba startete 2015 als Soloprojekt von Katharina Pichlmayer. Mittlerweile sind Ina Ricarda (Gitarre, Gesang) und Adele Knall (Kontrabass, Gesang) die fixen musikalischen Spezis von Katharina.

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 14. Oktober

The day I stepped out

Valerie Kattenfeld

Valerie Kattenfeld war vierzehn Monate lang auf Weltreise. Auf dieser Reise hat sie nicht nur fantastische Landschaften gesehen und fremde Kulturen erlebt, sie hat vor allem viel über das Glücklich sein verstanden. Wie man mehr im Moment lebt, mit wenig Besitz auskommt, auf sein Bauchgefühl hört und sein Herz öffnet. Die Reise führt unter anderem in ein Meditation Retreat in Thailand und auf ein Tantra Festival in Indien. Unzensiert und verletzlich erzählt sie von ihren ganz persönlichen Erfahrungen, weil sie damit ein Beispiel sein möchte: für eine Welt, in der die Menschen ehrlicher miteinander sind und sich nicht mehr hinter schönem Schein und Smalltalk verstecken müssen. Dabei wechselt sie zwischen den Sprachen Deutsch und Englisch, zwischen Schreiben und Sprechen. Das, was sie zu sagen hat, ist wichtiger als das wie. She strives to create a different reality, rather than fiction.

Valerie Kattenfeld war zehn Jahre lang im Theatermilieu als Regisseurin und Dramatikerin zu Hause. Sie bekam Stipendien, wurde auf Festivals eingeladen, gewann Preise und so weiter. So unbedingt sie eine erfolgreiche Künstlerin sein wollte, so liebevoll und gelassen hat sie diesen Lebensabschnitt nun hinter sich gelassen. Während es ihr von 2014-2016 bei ihrer Schreibausbildung an der renommierten „uni-T“ vor allem darum ging, mitzuhalten, zu beeindrucken, sich zu vergleichen und als möglichst bemerkenswert, originell, poetisch und intellektuell zu gelten hat sich ihr Fokus heute darauf verlagert, die Geschichten, die das Leben schreibt, straight forward zu erzählen und potentiellen Zuhörer*innen damit möglichst pragmatische, inspirierende und ermutigende Impulse zu liefern. Die nebenbei auch Falter und FM4 Journalistin gründete heuer das social start-up „The Healing Encounter“ und lebt in London. Weltweit hält sie keynote speeches, Workshops und Retreats, die Menschen dazu ermutigen, authentisch zu sein und einander frei von Bewertungsmechnismen zu begegnen.  www.valeriekattenfeld.com

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Lesung am 4. und 7. Oktober

Lesung am Donnerstag 4. Oktober

Vom Spaziangeh, vom Haamkumman und von´d Baumwoidaaschln

Das Literarische Duett, Musik: Johannes Hainzl an der Drehleier

Warum man am Strand nie einsam ist, warum 8 Personen (k)einen Tisch bestellen, was sich Specht & Hammerl zu sagen haben,  was eine Kuchluhr und ein Aquarium gemein haben, was für den Erwerb von Baumwoidaaschln spricht und  was Jesus nach seiner Auferstehung wirklich getan hat…

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!



Lesung am Sonntag 7. Oktober

Trapez liest im Kreis

literaturverein trapez

Wachsen! Wir alle wollen wachsen!
Mit Hammer, Bolzen und Gießkanne bearbeiten wir Füße und Knochen.
Wenn man zwei Mal an dieselbe Stelle des Weges gelangt, sollte man etwas ändern. Radikal! Raus dem Kreislauf! Schluss mit der Wiederholung!
Unsere größte Gefahr ist die Sicherheit. Dem Vertrauten sollten wir misstrauen.
Wir lesen im Kreis – gegen den Kreis.
Von Dingen, Erlebnissen und Gefühlen, die immer wieder aus unseren eigene Schatten steigen um uns zu begrüßen, uns zurückzuhalten, oder sogar zu bestärken.
Wir lesen für uns, von alten rauen Rundungen.
Wir lesen gemein-(ein)sam, von neuen zackigen Buchstaben.
Wachsen! Wir alle wollen wachen!
Wenn man zwei Mal an dieselbe Stelle des Weges gelangt, sollte man etwas ändern. Radikal! Raus dem Kreislauf! Schluss mit der Wiederholung!
Unsere größte Gefahr ist die Sicherheit. Dem Vertrauten sollten wir misstrauen.
Moment…

Trapez ist:
1. Die Bereitschaf zur Gefahr
2. Die Totalität des Auftritts
3. Die Unverortbarkeit während des Sprunges
Der literaturverein trapez besteht informell schon seit einige Jahren. Seit diesem Jahr sind wir ein eingetragener Verein. Wir schreiben gemeinsam, organisieren Schreib-Retreats, publizieren Sammelbände und treiben uns gegenseitig an. Wenn wir lesen, ist das ein Drahtseilakt – oder Trapezkunst.

Charlotte Zerz

1991 in Wien geboren, 2018 Lehramtsstudium abgeschlossen, arbeitet als Unterrichtspraktikantin. Sie hat sich nach Angaben ihrer Eltern schief entwickelt. Inkompatibel mit mathematischen Herangehensweisen und geprägt von der schillernden Theaterwelt ihrer Eltern schrieb sie ihre erste Kurzgeschichte im Alter von neun Jahren. Sie möchte, dass es andere in der Schule besser haben als sie und ist daher Lehrerin geworden. Sie lacht gerne. Vor allem über sich selbst. Im Übrigen wartet sie immer noch auf ihren Brief aus Hogwarts.

Georg-Maximilian Halbgebauer

1990 in Wien geboren, verbrachte seine Schulzeit in Niederösterreich und Salzburg; Er studierte Geschichte und Philosophie in Wien. Von Beruf war er schon Archivar, Fechtlehrer, Unternehmensberater, Immobilien-Fuzzi und Fahrradkurier. Erste lyrische Gehversuche unternahm er knapp nach dem ersten Wort. Als Jugendlicher machte er Rap – im Studio und auf der Bühne. Irgendwann hatte er aber von der Szene genug, und kehrte wieder zur Lyrik zurück. Neben Gedichten und experimentellen Texten schreibt
Halbgebauer Kurzgeschichten, Essays, Witze und Einkaufslisten. Sein Werk zeichnet sich durch Vielseitigkeit, gedankliche Tiefe und einen kritischen Blick auf die Welt aus. Momentan lebt und arbeitet er in einem Schloss im Burgenland.

Magdalena Mittermüller

Sie wächst in Oberösterreich zwischen Paarhufern und Heu auf. In den Wäldern der Eltern phantasiert sie erste Geschichten. Während eines Auslandsaufenthaltes in Spanien fängt sie an, weitere Geschichten zu verschriftlichen. Bei jener Reise hat sie auch die Heimat gefunden: überall dort, wo es Musik, Bücher und Gazpacho gibt. Heute ist sie zwischen Hochhäusern, übermäßigem Kulturangebot und der Unibibliothek zu finden. Auf die Frage, was sie dort mache, entgegnet sie, sie studiere das Leben. Bei einer genaueren Fragestellung gibt sie zu, dass sie nebenberuflich Geschichte studiert. Ihre oberösterreichische Herkunft lässt sich nicht verleugnen, selbst wenn sie es versuchen würde, schleichen sich doch in ihren alltäglichen Sprachgebrauch Wörter wie „hiando“ und „Kàrhhl“. Genau dort ist sie auch zu finden, wenn sie ihr Handy „verlegt“ und nicht zu erreichen ist.

Jennifer Linda Gross

lebt seit 1993 als Extremträumerin in Wien und arbeitet derzeit als Schauspielerin, sowie als Gruppen und Übungsleiterin im Bereich der Theater- und Freizeitpädagogik. Ihre paritätische Bühnenreifeprüfung absolvierte sie 2016. Gemeinsam mit anderen KollegInnen durfte sie im selben Jahr eine Geschichte von und mit jungen MigrantInnen im Schatten verflechten und auf die Bühne bringen. Nebenbei besucht sie Fortbildungen in den Bereichen Bewegung und Kommunikation und lässt hin und wieder Riesenseifenblasen auf Straßenfesten steigen. Langsam versucht sie ihre Lyrischen Fühler auch in die Bühnenwelt auszustrecken. Schreiben begann für sie als eine kindliche Suche nach Geschichten und ist nun das Verbinden von Zeichen, Zufällen und Zauber im Alltag.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 27. und 30. September

Lesung am Donnerstag 27. September

S‘rennt hoid

Christopher Hütmannsberger

S‘rennt hoid bedeutet Stillstand. Bedeutet Apathie. Gelangweilte Apathie. Ein Zuschaun dabei wie sich Dinge entwickeln, während du eigentlich nur daneben stehst. Im Grunde könnte es auch egal sein ob es rennt oder nicht, tut es aber. So hoid. Und was ist überhaupt es?

S‘rennt hoid ist eine Zusammenstellung aus Textbaustellen, und Gedichten die herausfinden wollen wie viel Pathos der Dialekt verträgt ohne dabei blöd zu klingen.

Egal ob Christopher Hütmannsberger als Spoken Word Poet, Lyriker, Rapper oder mit Jazz-Kombo auf der Bühne steht, seinen Performances ist eines gemein: Schlagkraft. Da ist diese Stimme, die man unter Hunderten sofort wiedererkennt; da ist etwas Gebrochenes in seiner Bühnenpräsenz, die einen an Bukowski in jung erinnert. Und da sind die Texte, die Pathos nicht fürchten müssen, weil sie ihn beherrschen; weil sie alles sagen können, ohne ins Kitschige abzudriften. Weil sie ohne Umwege auf Herz, Magengrube, Kopf zielen – und treffen. Weil sie klar sind und direkt und einem dennoch Rätsel lassen. Weil sie immer auch Allegorien auf das große Ganze sind.

Kenner finden an vielen Stellen augenzwinkernde Verweise auf Größen englischsprachiger Wortkunst: Beckett, Shakespeare, Aesop Rock. Allen anderen bleibt Hütmannsbergers Performance, die so klangvoll ist wie ein Konzert, so kraftvoll wie ein cineastisches Epos, so charismatisch ansteckend, dass man danach nichts Geringeres will, als die Welt verändern. Oder wenigstens ein Gedicht schreiben. (Text: Franziska Holzheimer)

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 30. September

DUM und &Radieschen Präsentation

Auch die neue Lesesaison startet wieder mit zwei druckfrischen Ausgaben des DUM und &Radieschen, die von Ausgewählten Autor*innen der Ausgabe im Café Anno mit Texten vorgestellt werden.

Aus DUM 87 (Thema: NACHSCHLAG – Brot & Prügel) lesen:
Hannah Bründl, Daniela Dangl, Martin Peichl und Julian Stockinger

Aus „&Radieschen“ (Thema: Wien & Wein) lesen:
Alexandra Braunecker, Katharina Goetze, Dominik Leitner und Marlene Prinz

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 20. und 23. September

Lesung am Donnerstag 20. September

Stimm ́- Üb ́n – Stimmübung – STIMMUNG!

NikiTa

Ein anderer Jargon wird aus dem Repertoire geholt. Dennoch bleiben die Themeninseln von nikiTAs Reise durch emotionale, wissenschaftliche und pädagogische Gefielde fühl- und hörbar. Die Lebensmottos „Potentialentfaltung für alle!“ und „Her mit dem guten Leben!“ kommen in neuem alten Stil daher – fois net vom Schuideitsch verpfuscht! Lebń Lochn ́ Lernan!
Nicole Urban aka NikiTA,
*1980, ist Autorin, Redakteurin, AHS-Lehrerin (Textiles Gestalten/Französisch), Mutter, Trainerin für Erwachsenenbildung, Lernbegleiterin und Arenautin. 2005 öffentlicher Vortrag /Slam Radio Kulturhauscafe. Zahlreiche Lesungen bei farce vivendi open mic Veranstaltungen führten 2007 zur Redaktionsarbeit für die Literaturzeitschrift „…&Radieschen“. Ab 2008 Organisation von Lesungsveranstaltungen im Bereich Jugend Kultur und Kommunikation sowie Textveröffentlichung in der Anthologie „Ungehaltene Rede“. 2011 Textveröffentlichung in der Anthologie „Existenz&Renitenz“. Derzeit als Leiterin von Seminaren und Kreativworkshops im Bereich natürlich Lernen tätig, sowie am Schreiben an einem Buch…(Arbeitstitel: „saiL, eine kleine große Reise“)

 

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag 23. September

„Was die Schublade zu verbergen wusste“

Jimmy Brainless

Ein Regisseur, der kaum der Babbelphase entflohen schon großes Theater inszeniert. Eine Schauspielerin, die nach erlittener Gasexplosion ihre Rückkehr auf die Bühne feiert. Eine Schöpfungsgeschichte von balinesischen Göttern ins Scheinwerferlicht gerückt und ein Herr in Otavalo, der sich unterbewusst sehr viel mit Haaren beschäftigt. Jimmy Brainless gräbt aus, was ihn die letzten Jahre abseits von Buchprojekten und musikalischen Auftritten zum Kritzeln bewegt hat, bietet den auf Papier gebannten Figuren einen Ausgang vor Publikum an, bevor ihnen in der nimmersatten Schublade der verworfenen Ideen die Luft ausgeht.

Jimmy Brainless versteht sich als Musiker und Geschichtenkritzler. Er war Produzent des Online-Poetry Slams „lautfeuer.“, veröffentlichte 2015 mit seiner Band Gurkenalarm die CD „Schneckenhausaffaire“ und tourte damit in Taiwan. Knapp zwei Jahre darauf folgte die Nachfolger-CD „Himmelbettgeschichten“.  Seit 2016 tritt Jimmy Brainless auch solo mit eigenem Programm auf und schreibt Texte für die Öffentlichkeit. 2017 tourte er mit Romanautor Elias Hirschl in Asien, innerhalb von 14 Tagen spielten sie 11 Auftritte in China, Taiwan und auf den Philippinen und präsentierten dabei ihr gemeinsames musikalisch-literarisches Programm.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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