Lesungen am 27. und 30. Oktober

Lesung am Donnerstag, 27. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
OBERMOSER & DRAGOVIĆ im Anno

OBERMOSER & DRAGOVIĆ sind ein Künstlerinnen-Duo, das Dialekt und Musik vereint. Es geht um Weltschmerz, es geht um Grant, es geht um die naive und pure Lust am Leben und Fühlen. Es geht ans Eingemachte und Ausgekotzte. Eigentlich geht es um Nichts. Aber natürlich geht es um die Liebe! Liebe! Beide schreiben Texte, beide singen Lieder, zusammen und allein. 

Anna-Lena Obermoser (*1996) ist Sozialarbeiterin und Spoken-Word-Poetin. Sie lebt in Graz. Gebürtig aus dem Oberpinzgau. Sie schreibt Texte und Songs im Dialekt. Mit markanter Stimme, Dynamik in der Performance, Energie, Ehrlichkeit, Pathos und verstecktem Witz.

Sarah M Dragović (*1997) lebt in Wien. Sie studiert Viola an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und arbeitet als Musikerin, Künstlerin und Komponistin in verschiedensten Kunstsparten. Neben ihrer Tätigkeiten als Bratschistin, widmet sie sich auch interdisziplinären Projekten, freier Improvisation und ist Mitglied verschiedener künstlerischer Formationen.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 30. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Rebecca Heinrich mit Julia Kössler und Martina Frötscher

Moderation: Rici Kolck-Thudt, Musik: Anna Widauer

»nackte gedichte« – der zweite Lyrikband von Rebecca Heinrich ist 12/2021 im Verlag Edition BAES erschienen: als Taschenbuch und als handgefertigte Sonderedition. In den fünf Zyklen des Gedichtbandes sind Liebesgedichte der Autorin aus den Jahren 2014–2020 versammelt: „Berührende Texte lustwandelnd zwischen Liebe und Verlust, Abendsonne und Tagträumen.“ (Elias Schneitter)

In dem den Abend eröffnenden Werkstattgespräch, moderiert von Rici Kolck-Thudt, werden Einblicke in den Schaffensprozess des Lyrikbandes, in die intermediale Zusammenarbeit und in das Projekt der Rückeroberung lyrischer Materialität bzw. materieller Lyrik gegeben. Darauf folgt eine Lesung aus dem Gedichtband mit musikalischer Begleitung von Anna Widauer als lyrischer Paso Doble.

Rebecca Heinrich ist Literaturwissenschaftlerin an der Universität Freiburg, Literaturkritikerin, Autorin, Slam-Poetin, Kulturvermittlerin und Kunstdidaktikerin in deutscher und französischer Sprache. Sie studierte Germanistik, Romanistik und Pädagogik in Innsbruck und Marseille. 2013 trat sie zum ersten Mal literarisch in Erscheinung und liest seither in ganz Europa.

Julia Kössler erschafft, kreiert, illustriert, malt und tätowiert in Innsbruck, Tirol. Sie ist Grafikerin, Illustratorin, Künstlerin und Psychologin. Sie verschreibt sich nun auf mehreren Wegen erneut und um vieles intensiver der Kunst – sowohl analog wie digital und auf der Haut.

Martina Frötscher ist ausgebildete Grafik- und Kommunikationsdesignerin. Zusammen mit Julia Kössler und Rebecca Heinrich gründete sie 2017 das Künstlerinnenkollektiv „dreiundzwanzigminuseins“ (Ausstellungen 2017 sowie 2018 in der Galerie „forum für kunst und kommunikation“). Heute lebt und schafft sie in Tirol als Grafikerin und Künstlerin.

Rici Kolck-Thudt (Moderation) ist Buchhändler*in, studierte von 2011-2014 Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, veröffentlichte u.a. Lyrik in diversen Literaturzeitschriften, brach einige Studien erfolgreich ab und spielte von 2018-2021 Gitarre im Trio „Und de scheenen Hoa“. Aktuell am Comiczeichnen.

Anna Widauer (Musik) ist Jazzsängerin und Singer-Songwriterin. Im Fokus ihrer künstlerischen Arbeit steht die Interpretation von Texten. Anna singt. Leidenschaftlich, ohne Überschwang oder Pathos. Schlicht und kindlich zart, authentisch ohne Süße. Rau und ungestüm, nie ordinär. Anna Widauers Eigenkompositionen, wie auch ihre Interpretationen von Jazzstandards und Pop-Songs tragen stets ihre ganz persönliche Handschrift.

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt


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Lesungen am 20. und 23. Oktober

Lesung am Donnerstag, 20. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
„Luusa schaun aundas aus“
Robert Anders

Ist man flexibel genug, ist es gar nicht schwer, den richtigen Job zu finden, es sich auch als Toter gemütlich zu machen, zu Lebzeiten schöne Stunden zu zweit zu verbringen oder einer aussichtlosen Lebenssituation zu entfliehen. Manchmal geht halt trotzdem etwas schief. Wie man zu  einem atypischen und glücklichen Looser wird, davon berichtet dieses Programm…


Robert Anders…
geboren 24.2.1965, drei Töchter, verheiratet; lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich; Verfasser pointierter und sozialkritischer Prosa- und Lyriktexte, aber auch von Kolumnen, Doppelconférencen, Dialogen und Liedtexten

seit 1996 zahlreiche Lesungen; u.a.: Buchmesse Frankfurt, Alte Schmiede, Literaturhaus Salzburg, Café Club International (BIB), Theater des Klagenfurter Ensembles, Amerlinghaus, Café Anno (ALSO), und in div. Buchhandlungen, Galerien und Antiquariaten; zum Teil als eine Hälfte des >Literarischen Duetts< (mit Robert Eder). Weiters u.a. Teilnahme bei der Lesereihe von >divina-art< am Wiener Karlsplatz seit 2007; im Rahmen von „Tage des offenen Ateliers“ seit 2009; bei Poetryslams etc.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 23. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
„Peinliche Texte“

Alle schreiben wir und haben veröffentlicht und Preise bekommen dafür. Aber natürlich nicht immer schon. Also, das mit den Preisen und Veröffentlichungen. Das Schreiben eben schon. Und weil allem Anfang die Peinlichkeit innewohnt und das aber dazu gehört, wollen wir diesen Abend den uns mittlerweile peinlichen Anfängen widmen. Dem Kitsch und Pathos, den großen Bilder und ausgelutschten Metaphern, die uns damals als das beste überhaupt erschienen.

Weil das wichtig ist.
Weil diese Anfänge wichtig sind.
Und das dazu stehen.
Und weil es lustig ist.

Kommt und schaut diesen Autor*innen dabei zu, wie wir uns am Lesetisch winden und unsere frühsten Texte lesen:
Armela Madreiter
Andreas Plammer
Martin Peichl
Katherina Braschel
(weitere tbh, maybe)

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt

Lesungen am 13. und 16. Oktober

Lesung am Donnerstag, 13. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Anna Stiegler
„fosd wödspoadog“

es ist höchste zeit, im anno auf den putz zu haun, also schnell noch etwas cash aus der sumsi holen.
anna stiegler gehen langsam die ideen für lesungsbeschreibungen aus, dafür gibt es unter anderem neue texte im oberösterreich-niederösterreich-hybriddialekt. es geht um wichtige sachen, sentimentalität, bewältigungsstrategien, fluten und große emotionen. die lesung dauert maximal fünfvialstund.

anna stiegler, geboren 1990, wuchs im oberösterreichischen dreiländereck auf und lebt in wien.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 16. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Christian Schreibmüller
„AM RIO PARANOIA“ – Buchpräsentation

Gedichte, nicht nur über Natur, Gesellschaft und Liebe, sondern auch über Medien und Medizin. Über Suche, Selbstsuche, Traum, das Jenseits und Surreales im Sozialen. Und natürlich über Verlierer ebenso wie über das Glück und den alten Unsinn Wunder.

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt

Lesungen am 6. und 9. Oktober

Lesung am Donnerstag, 6. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Daniel Stögerer
„Unausgesprochenes“

Beim Schreiben kann man sich nicht verstellen. Zumindest habe ich diesen Eindruck in den vergangenen Jahren gewonnen. Egal welches Thema, sei es politisch, sozial oder sonst wie geprägt, ich zu Papier bringen möchte, am Ende fließen mit der Tinte auch immer kleine Teile meiner selbst mit in den Text. Interessanterweise handelt es sich dabei oft gerade um jene Teile von mir, die ich im Alltag zu verstecken neige. Jene Teile meiner Persönlichkeit, die ich mit niemandem zu teilen glaube. Und interessanterweise erklären mir Leserinnen und Leser später oft im Gespräch, sich gerade mit diesen Teilen identifiziert zu haben. Auch bei der kommenden Lesung werde ich aus Texten zu Themen lesen, die im Alltag eher unausgesprochen bleiben.

Daniel Stögerer wurde 1997 geboren und schrieb mit sechs Jahren sein erstes Buch. Das (mit Bildern) fünf Seiten umfassende Monumentalwerk handelt vom Weihnachtsmann, welcher von seinem Erzrivalen Grantelbart gefesselt und mit einer Pistole bedroht wird, sich daraufhin jedoch heldenhaft befreit und Weihnachten rettet. Bedauerlicherweise ging das Manuskript vor seiner Veröffentlichung verloren.

Aus Frust über diesen Verlust zog sich der Autor bis zu seinem 19. Lebensjahr aus der Literaturbranche zurück und begann dann, unfähig an die geistige Tiefe seiner frühen Schaffensphase anzuknüpfen, kurze Sozialdramen in Prosa zu verfassen. Bei Gelegenheit schreibt er auch im oststeirischen Dialekt.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 9. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Raoul Eisele
„Schnitt auf Vögel oder ein Schiefer im Stamm“

Raoul Eisele, geb. 1991, studierte Komparatistik und Germanistik und lebt als Lyriker und Dramatiker in Wien. Zuletzt erschienen: „einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt“, Berlin: Schiler & Mücke, 2021 und sein Stück „immer wenn ich falle: Klippenspringerin“ im Theater Kosmos Bregenz. Er ist Mitglied der GAV (Grazer Autor*innenversammlung), Mitbegründer der Zeitschrift process*in, sowie der Lesereihe Mondmeer & Marguérite.

Heute liest er aus seinem aktuellen Manuskript: Schnitt auf Vögel oder ein Schiefer im Stamm. Das vorläufig als Roman angelegte Projekt stellt sich der Frage nach Selbstbestimmung, nach vorgelebten und indoktrinierten Rollenbildern, die ein Narrativ hervorbringen, dem wir uns seit Jahrhunderten nicht entzogen haben – ein patriarchales System, welches keine oder nur eine schrittweise Veränderung zulässt. 

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt