Lesung am Sonntag, 29. Mai

20 Uhr 30 | Café Anno
Fabian Navarro

„Lesung 3000 – Lyrik, Katzen, Roboter“

Fabian Navarro schreibt Bühnentexte, Katzenkrimis und bringt Computern das Gedichteschreiben bei. Im Rahmen des AnnoLiteraturSonntags präsentiert er u.a. neue Poetry Slam Texte, Auszüge aus seinem Roman Miez Marple und die Kralle des Bösen sowie seinen Lyrikbot Eloquentron3000. Wie viel Facetten von Literatur passen in einen Abend?

Fabian Navarro *1990 in Warstein, ist Autor, Slam Poet und Kulturveranstalter. Er tritt seit 2008 bei Lesebühnen und Poetry Slams auf, gewann mehrere Landesmeisterschaften und wurde bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2017 Vize-Meister. Er ist Teil des Wiener Kulturvereins FOMP , veröffentlichte Texte in Anthologien, der Titanic und der ZEIT. Er gibt Workshops in kreativem Schreiben, digitaler Literatur und Poetry Slam und war im Rahmen dieser Tätigkeit bereits in Projekten in Kapstadt, Yokohama und Tokio unterwegs. Im Herbst 2020 gab er die Anthologie poesie.exe im SATYR Verlag in Berlin heraus. Sein aktuelles Projekt Eloquentron3000 ein Bot, der Gedichte schreibt lässt sich auf Instagram verfolgen und wurde u.a. im Technischen Museum Wien ausgestellt. Mehr dazu unter: www.fabiannavarro.com.

Feiertagsbedingt entfällt der AnnoDialektDonnerstag am 26. Mai.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am 19. und 22. Mai

Lesung am Donnerstag, 19. Mai | 20 Uhr | Café Anno
Präsentation der Zeitschrift „Morgenschtean“

Folgende Autor:innen lesen ihre Texte aus der aktuellen Ausgabe „Prost! Mahlzeit!“:
Jasmin Gerstmayr, Sabina Fudulakos und Wolfgang Kühn.
Musikalisch begleitet wird der Abend von Reino Glutberg.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 22. Mai | 20 Uhr 30 | Café Anno
Barbara Rieger
„do you like to hurt?“

Vermutlich wird Barbara Rieger aus ihrem letzten, in die Pandemie hinein veröffentlichten Roman „Friss oder stirb“ (Kremayr & Scheriau 2020) lesen.  Rasant und rhythmisch, ehrlich und eindringlich schildert sie darin den Verlauf einer Bulimie, erzählt vom Anfang, vom Tiefpunkt und davon, wie vielleicht ein Ausbruch gelingen kann. Vielleicht liest sie aber auch aus dem Manuskript des nächsten Romans. Oder beides. Wehtun wirds auf jeden Fall.

Barbara Rieger, stammt aus Graz und lebt derzeit im Almtal (Oberösterreich). Sie ist Autorin & Schreibpädagogin, hat bisher zwei Romane, vier Anthologien und zahlreiche Texte in Literaturzeitschriften veröffentlicht, zuletzt erschien die Anthologie „Mutter werden. Mutter sein“ (Leykam 2021). Sie vermisst Wien und das Café Anno. 

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am 12. und 15. Mai

Lesung am Donnerstag, 12. Mai | 20 Uhr | Café Anno
Lea R. Bacher
„Über das Bauchgefühl, die Desillusion und die Sehnsucht nach einem Schnitzerl“


„Monchmoi hob i mi in des Gewächshaus von da Rosi gsitzt
auf des vergilbte Plastik hod die Sonn knoid
es woa so haß, dass ma de Mannerwafferl in de Händ daschmoizn san,
des Fanta gaunz fad woadn is
und de Erdn unta meine Fiaß woam und gatschig“

Die Prosatexte und Gedichte führen zurück zu den langen Sommern im Garten, erzählen von der ungeschminkten Wahrheit und verarbeiten auf ironische Art und Weise das, was uns wohl alle insgeheim beschäftigt.

Lea Bacher kommt ursprünglich aus dem oberösterreichischen Kremstal, es verschlug sie aber schnell nach Wien. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Romanistik an der Universität Wien und verbrachte die Corona-Zeit teils in Rom und der Toskana. Kürzlich von ihrem Arbeitsaufenthalt in Rom zurückgekehrt, arbeitet, schreibt und studiert sie wieder in Wien.

Außerdem ist sie Liebhaberin der italienischen Küche sowie lateinamerikanischer Tänze und mag den Geruch von nassem Waldboden.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 15. Mai | 20 Uhr 30 | Café Anno
Chili Tomasson
„Ein Leopard im Mai“

Ein Leopard im Mai ist eine Kurzgeschichte über Liebe und Schnittblumen.

Für eine Weile saß ich noch auf einer Bank in der Grünanlage des Krankenhausgeländes. Es war warm und hell. Ich hörte die Vögel und den Rasenmäher. Das geschnittene Gras lag sonnenverbrannt auf der Wiese und wurde vom Wind vertragen. Ein alter Mann saß in einem Rollstuhl auf dem Kiesweg. Er trug einen blassblauen Bademantel über seinem Krankenhaus-Pyjama, hielt die Augen geschlossen und sonnte sich. Ich betrachtete die Fensterfront des Spital-Traktes und suchte nach dem Fenster hinter dem ich Marlene vermutete. Dann dachte ich an Vincent und Milan.

Chili Tomasson schreibt Musik und Texte. Er ist Mitglied des Musik-Kollektivs Lea’s Apartment, der Alternativ-Pop Band Chili and the Tonic Fish sowie der Art-Performance-Formation The Cinema Electric. Er veröffentlichte etliche Studio-Alben und Texte in Literaturzeitschriften, gestaltete die musikalischen Umrahmungen von Lesungen sowie auch Theater-Produktionen und spielte Konzerte in Österreich, Deutschland, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Island und Großbritannien. 2016 wurde Chili Tomasson das Jahresstipendium für Komposition vom Land Salzburg verliehen. 2018 und 2019 inszenierte er gemeinsam mit Maria Sendlhofer die Lyrik-Musik-Performance Carrying a Gun in Wien und Leipzig.

http://www.leas-apartment.com

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt



Lesungen am 5. und 8. Mai

Lesung am Donnerstag, 5. Mai
um 20 Uhr im Café Anno
Treibsound

„Durt wo obn is“

Woidviatl/Wean
Texte und Lieder rund um, über und zwischen Waldviertel und Wien.
Texte von Isolde Kerndl, H.C. Artmann, Karl Frim und Joachim Unger
Musik: Treibsound

„De Wöt gheat gmoit net nua ångschaut.“ Mit im Waldviertel verwurzelten Texten wirft die Wiener Dialektband Treibsound ihre musikalischen Farben an die noch spärlich bemalten Wände des Mundartpops in Österreich. Mehrstimmiger Gesang trifft dabei auf vielschichtige Klangkompositionen von Gitarre, Bass und Percussion und erzeugt einen Sog aus Sprachbildern, der zum Eintauchen einlädt. Erinnert der lyrische Tiefgang der Texte bisweilen an Georg Danzer, Ludwig Hirsch oder H.C. Artmann, so kreisen die Lieder innerhalb der stilistischen Bandbreite von Pop bis Jazz und wecken Assoziationen zu 5/8erl in Ehren, HMBC oder Birgit Denk. In der Klanglichkeit des Dialekts liegt dabei ein eigener Reiz zwischen Vertrautem und doch Neuem, der den Zuhörer charmant fragt: „Derfs a bissal mehr seï?“

Joachim Unger – Gesang, Gitarre
Johannes Kerschner – Bass, Gesang
Margit Schoberleitner – Percussion, Gesang
http://www.treibsound.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 8. Mai
um 20 Uhr 30 im Café Anno
Jakob Kraner

„Radioactive Past“

Lesung aus einem entstehenden Text. Ein Reiseroman, der seinen Erzähler durch Industriebrachen und Katastrophenorte, wie die Sperrzone um das havarierte AKW Tschernobyl, führt. Der „kontaminierte Ort“ ist zugleich realer Schauplatz wie Metapher für die eigene Biographie und die Weitergabe des Traumas. Es geht um die Frage nach dem Umgang mit Enttäuschung und Verlust und um eine spezifisch männliche Unfähigkeit zu trauern. // Weiters eine Handvoll fremder und eigener Kurztexte, Gedichte und Prosagedichte aus dem selben Themenkomplex.

Jakob Kraner lebt in Wien. Studium der Philosophie und der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Veröffentlicht Prosa, Lyrik und Essays. Sein Debütband „Kosmologie“ erscheint 2022 bei Matthes & Seitz Berlin. Tätigkeit als Übersetzer (zuletzt Mitarbeit an der deutschen Übersetzung von Legacy Russels „Glitch Feminism“ bei Merve). Literarisch-interdisziplinäre Projekte allein oder im Duo VIEIDER/KRANER (www.vieiderkraner.com). Musik/Gedichtvertonungen mit „Smashed To Pieces“. Mitorganisator von Schreibworkshops, Deutschunterricht für Asylwerber:innen. 

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt