Lesungen am 28. April und 1. Mai

Lesung am Donnerstag, 28. April

um 20 Uhr im Café Anno

Katharina J. Ferner

„krötentage“

Kaum eine andere Lyrikgattung reicht weiter in die Literaturgeschichte zurück als Liebeslyrik – die Liebe war immer schon wundervoll, verwirrend, verstörend, vernichtend, der Literarisierung wert. Denn wie vielseitig ist Liebe, wie komplex!

All diese Facetten finden sich in krötentage wieder. Menschen verlieben sich, sie sehnen sich nacheinander, es wird geküsst, geschmust, gestreichelt, körperlich geliebt mit einer Sinnlichkeit, die sich buchstäblich auf den/die Lesende*n überträgt; es gibt Erfüllung, Miteinander, Alltag, natürlich schmerzliche Trennungen, Liebe endet ja auch wieder. Und Liebe kratzt an der Oberfläche, bis es blutet, diese Grenzerfahrungen bringen das Element von Gewalt und existenzieller Verletzlichkeit ins Spiel.

Gefühlvoller Dialekt, überraschende Reime und Bildebenen, Wortspiele à la Jandl – ein sprachlustiger Abend erwartet euch.

Katharina J. Ferner lebt als Poetin & Performerin in Salzburg. Redaktionsmitglied mehrerer Literaturzeitschriften (&Radieschen, Mosaik, Morgenschtean). Gemeinsam mit Kalinka Kalaschnikow Veranstalterin der Lesereihe „das nackte Wort“. Mehr Infos www.kj-ferner.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 1. Mai

um 20 Uhr 30 (!) im Café Anno

Lena Johanna Hödl

„Mir träumte“ 

Seit sie denken kann, träumt Lena Johanna Hödl. Intensiv, bizarr und jede einzelne Nacht. Was bedeutet es, wenn der eigene Vater einen mit Tampons bewirft und danach die Nase des Kindes mit der Küchenschere zu entfernen droht? Wie fühlt es sich an, mit einem einarmigen Klassenkollegen Nacht für Nacht auf einer rostigen Stahltreppe durch den Sternenhimmel zu fliegen? Und warum taucht auf einmal David Bowie auf und lästert über John Lennons sexuelle Manneskraft? Was ist Traum, was real? Wachst du noch oder schläfst du schon? Für einen Abend gibt Hödl Einblick in ihre persönlichen Traumtagebücher und entführt das Publikum in eine Surrealität, die gänzlich vom Unbewussten bestimmt wird. Träumt süß.

Lena Johanna Hödl, Autorin, Schauspielerin und Comedian, geboren 1996 in eine durch und durch neurotische Sippe und aufgewachsen neben einem Friedhof, liebt das Dunkle. Die Hobbyeremitin und Connaisseurin des Trash-TV, deren Debütroman Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum 2020 unter anderem von Falter, FM4 und ihren Freund*innen bis zum Geht nicht mehr abgekultet wurde, steht nicht nur für moderne Popliteratur, sondern auch für alles Extreme. In feinster Borderline-Manier arbeitet sie sich nicht nur an ihren eigenen Untiefen, sondern auch an denen der Gesellschaft ab, ohne irgendetwas davon auch nur ansatzweise ernst zu nehmen. Traumata werden zu Memes, das Patriarchat zu karikativen Kurzgeschichten, der Staat Österreich abgeschafft. 

Lena Johanna Hödl lebt und arbeitet manchmal in einem hässlichen Bezirk Wiens, wo sie hauptsächlich mit ihrem Hund kuschelt und sich auf Twitter mit Florian Klenk anlegt.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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