Lesung am 10. und 13. Februar

Lesung am Donnerstag, 10. Februar

um 20 Uhr im Café Anno

„In other words“

Lea Kerschhaggl, Christopher Hütmannsberger, Janea Hansen

Kommen eine Person aus Vorarlberg, ein Oberösterreicher und eine Norddeutsche in eine Bar…
Die drei Autor*innen haben Texte mitgebracht. Aber weil das zu einfach wäre, lassen sie diese von den jeweils anderen vorlesen. Und weil das noch nicht genug ist, übersetzt jede*r der Autor*innen diese Texte in den ihnen eigenen Dialekt. Das klingt ein bisschen wild – ist es auch! Aber vor allem macht es sehr viel Spaß. Wir freuen uns auf ein Publikum, das keine Angst hat vor Dialekt-Experimenten.

Lea Kerschhaggl (*1997) ist ursprünglich aus Vorarlberg und in Wien als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson tätig. In Leas bilingualen Gedichten geht es um alles, was Menschen bewegt – all dies mit dem Fokus auf physische und psychische Gesundheit,  mit dem Ziel, Personen, die sich nicht ausdrücken können, eine Sprache zu verleihen. Die Texte sind geheimnisvolle Reisen, beschritten mit kraftvollen Versfüßen. Mit bildgewaltigen und sanften Texten gelingt es Lea, reflektierende Gedanken anzustoßen und die Zuhörenden mit in eine andere Welt zu entführen, in der nicht alles Gold ist, was glänzt.

Christopher Hütmannsberger (*1990) wurde zweisprachig in Linz erzogen. Seit 2010 lebt und arbeitet er in Wien, als Spoken Word Künstler, Musiker, Veranstalter, Sprecher und Übersetzer. Das mag zwar alles nach einem sehr weitläufigem Spektrum klingen, jedoch kommt es auf ganz vielen Ebenen auf den selben Nenner zurück. Im Vordergrund stehen immer Themen wie Ausbeutung, soziale (Un-)Gerechtigkeit, aber auch psychische Gesundheit und oft auch die Abwesenheit dessen. In seinem künstlerischem Schaffen kann er mittlerweile auf eine Vielzahl von regionalen, nationalen und international Auftritten zurückblicken, sowie mehrere Veröffentlichungen von Texten und Musik. Als Übersetzer ist er hauptsächlich im Bereich von Kunst und Kultur, sowie Kulturtheorie tätig.

Janea Hansen (*1991) geboren in einer kleinen Stadt im hohen Norden Deutschlands, lebt seit über zehn Jahren in Wien. Nach ihrem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft arbeitet sie als Buchhändlerin, Kulturveranstalterin, Autorin, Moderatorin und Slam Poetin. Sie ist Obfrau der Vereins FOMP – dem größte Veranstaltungskollektiv für performative Bühnenliteratur Österreichs. Zudem schreibt sie regelmäßig Texte für die Literaturzeitzschrift „&Radieschen“. Im Jahr 2022 holt sie gemeinsam mit ihrem Team die 26. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften zum ersten Mal in der Geschichte nach Österreich.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 13. Februar

um 20 Uhr im Café Anno

„Ich liebe meine Außenseiter – Kurzgeschichten“

Heinz Achtsnit

Diesmal gibts neue Kurzgeschichten, etwa 
zur Vorbereitung auf das Leben,
zu Urlauben in den 1960ern und 1980ern
zu Gurus und Scharlatanen
zum Tittchen im Karton auf der Zwischendecke
zu wildgewordenen Rollatorjunkies und
zur Amtsstubentoxikose.

Umzingelt von Wahltanten und Wahlonkel, Horden von Besatzungssoldaten, Nonnen und Priestern, wächst der Erzähler im geviertelten Wien der Nachkriegsjahre in einem bigotten und erzkonservativen Elternhaus, der „Wiener Schnitzel-Panierwerkstatt“, auf, das durch die Trunksucht des Vaters einerseits und den überdimensionierten Wert von katholischer Kirche andererseits geprägt ist. Episoden über alkoholisches Verhalten bereits im Vorschulalter, einen Kirchturmsturm, wobei sich Onkel Berti knapp neben der Großmutter in den Asphalt bohrt, bestimmen den tristen Alltag. Erste Alkoholexzesse während der Sommerfrische mit Mutter und Großmutter in der Steiermark bewirken in der Folge, dass der Autor bereits im Alter von zwanzig Jahren Gespräche mit der mystischen Bierflasche führt.

Skurrile dramatische Abenteuer mit der Lebenspartnerin Alcuette, mit Gurus, sowie drastische Szenen im Kopf des Erzählers werden skizziert. Beruflich tritt der Erzähler als Abteilungsleiter in der Polyarthrithei, einer multinational agierenden Vereinigung für Geist- und Geistererforschung samt seinen Rauscheskapaden auf, kämpft mit krückstock- und rollatorbewaffneten Pensionisten und seinem immer rasanteren Verfall. Es folgt eine detaillierte Schilderung der verschiedenen körperlichen und geistigen Stadien des Alkoholmißbrauchs – und die wundersame Rettung durch „spirituelle Schubumkehr“.

Heinz Achtsnit ist 1953 geboren und verheiratet.
Zu seiner Person: HAK-Matura 1972, nicht abgeschlossene Studien an WU und Uni Wien
1976-2016 Bundesbediensteter, seit 1.10.2016 in Pension
Anerkennungspreis beim Fit for Life – Literaturpreis 2020 für den Text „Sei nicht stolz mein Junge, sondern dankbar“; Interview an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien
4 Lesungen im Rahmen des 1.Wr. Lesetheaters gemeinsam mit anderen AutorInnen: Litera-Tour 2020, Sommerkatzenlesung PoetNight 2021, Litera-Tour 2021, Solo-Lesungen: Amerlinghaus am 18.11.2021, Cafe 7*stern Wohnzimmer am 19.1.2022.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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