Lesungen am 3. und 6. Februar

Lesung am Donnerstag, 3. Februar

um 20 Uhr im Café Anno

1 Liebesbeziehung und 1 Bier bitte

Maximilian Teufel

Warum träumt man bei der Vorstellung der großen Liebe von Gartenzwergen? Warum laden Stoppelfelder zum Walzertanzen ein? Warum ist Romeo so ein Trottel? Wie ist es eigentlich Cruella DeVille ergangen? Und was passiert, wenn der Google Übersetzer Lyrik durch den Fleischwolf dreht?

Fragen, die sich nie jemand gestellt hat, suchen nach Geschichten. Und die Geschichten suchen nach Musik. So gibt’s am Donnerstag im Anno einen Aufguss an Liedern und Texten, dem Noten von Sehn(Sucht), Unsinn, Liebe und Gugaruuz anhaften. Manchmal recht bitter im Geschmack, aber meist erfrischend im Abgang. Liebe und Bier halt.

Maximilian Teufel schreibt Texte und Lieder. Meistens im Dialekt. In seinem Fall – Mostviertlerisch, weil das hat für ihn einen Groove und eine Nähe, die man sonst selten findet. Da schmecken die Gedanken anders. Vertrauter, wärmer, romantischer. Überhaupt ehrlicher, findet er.

Teufel hat in Wien Lehramt Deutsch, Psychologie und Philosophie studiert, lehrt inzwischen selbst an einer Schule und hat vor kurzem seinen Traktorführerschein gemacht. Seit 2019 tritt er mit seiner Gitarre auf. (Also in letzter Zeit eher weniger) Seine Texte handeln oft von Stadt und Land, von zu Schnellem und zu Langsamem, lieben und grauslichen Sachen. Die Musik ist stilistisch eher folkig, manchmal elektrisch und gerne auch ein bisserl laut.

Am 3. Februar wird er begleitet von Micha Aselwimmer, kurz Asel.Asel und seine Akustik-Gitarre performen meist düstere, manchmal auch beschwingte Lieder im Mostviertler Dialekt, sudern darin über verflogene Liebe, hinterfragen Geschlechterrollen, verdichten Suizidgedanken oder plaudern ein wenig mit Großmüttern. Das Hauptohrenmerk liegt dabei größtenteils am aufwendig arrangierten Gitarrenspiel.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 6. Februar

um 20 Uhr im Café Anno

Aszfalt Texte

Andor Sipos

Radovan aß das alkoholisierte Obst vom Boden und fiel Stirn voraus gegen den Baumstamm, schlief ein. Da liegt er, am Rand des Parkplatzes, dösend in der Nachmittagssonne, und träumt dröhnend wilde Träume vom Salz, von Hasen, vom Laufen, von Benzin, Narren, Engeln, Licht. Das Prinzip ist babyleicht: ich lese euch ungefähr 10 Texte vor – jeder Text ein Traum. In der Mitte verteile ich Eis und Vodka, vielleicht aber auch etwas anderes, ich überlegs mir noch.

Andor Sipos lebt seit Jahren in Wien. Studierte Psychologie, beschäftigt sich mit Neurowissenschaften und evolutionärer Anthropologie. Schreibt Prosatexte, Prosalyrik, serielle Geschichten, interaktive Texte. Betreibt den Wiener Autor*innenkreis datexte (datexte@gmail.com). Erscheint demnächst in der Bella triste.

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Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesungen am 27. und 30. Jänner

Konzert/Lesung am Donnerstag, 27. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

„Valentin und die Zuckerbäcker“

Valentin Lichtenberger und Markus Storf

Mit ihren picksiaßen Liedern füllt die AAA-Batterie der österreichischen Livebands allmählich die Spielstätten im Kleinkunst Exil einer bereits bunten Musiklandschaft. Überbordend-leidenschaftliche Bühnenperformances, textliche Finesse und musikalischer Tiefgang sind Teil ihrer vielversprechenden Rezeptur. Erklärtes Ziel von Valentin und seinen Zuckerbäckern: 

Abend für Abend ein strahlendes Lächeln in die Gesichter ihres Publikums zu zaubern! Mit einer unerhörten Selbstverständlichkeit hinterlassen sie Gänsehaut und zum Abschied verhallen elektrisierende Rhythmen im Applaus! Ihre Musik menschelt gehörig, ist liebevoll und faszinierend…

Der Donnerstagabend besteht diesmal ausschließlich aus eigenen Songs. Die Lieder sind dialektal gefärbt und erzählen von Alltagsgeschichten, bzw. wagen sich weit in soulige Richtungen.

Den „jährlichen“ Dialekt-Donnerstag Gig bestreiten diesmal:
Markus Storf (Studium an der MDW für Musiktheraphie) aus Vorarlberg, lebt in Wien, Gitarre, Saxophon, 2. Stimme
Valentin Lichtenberger (Studium an der Angewandten für Lehramt) aus Oberösterreich, lebt in Wien, Gitarre, Gesang

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Lesung am Sonntag, 30. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

“Never let the monster inside of yourself die..”

Antonio Semeraro

In “Never let the monster inside of yourself die..” geht Antonio Semeraro, wenn auch manchmal unbewusst, Fragen nach, auf die er selbst die Antwort nicht weiß. Wie viel Intimität verträgt ein Raum, wie klein oder groß muss dieser sein um sich nicht in die Ecke gedrängt zu fühlen, darf man in einem Text die Leserschaft vor den Kopf stoßen oder doch nur da abholen, wo sie sich am wohlsten fühlt?

Als Italiener, der in Deutschland aufgewachsen ist und über ein paar Umwege 2009 nach Wien gelangte und seitdem als bildender Künstler und Set Designer tätig ist, beschäftigt er sich immer wieder mit der Frage nach der Identität, der Heteronormativität und der Bedeutung des Diskurses. Hin- und hergeworfen wirken seine Gedanken, also am Ende doch ganz normal? Wie fügt man sich in eine Gesellschaft ein, wenn man sich nicht vollends bewusst darüber ist, wer man ist oder wo man steht?

Die Druckauflage des Zines “Never let the monster inside of yourself die..”, ist ein Auszug aus der nicht enden wollenden Reise und Suche nach einer Persönlichkeit, einem Wesen, einer Gefühlslandschaft, die sich immer wieder selbst neu entdeckt und abermals formuliert. Die Niederschrift soll einer Art Protokoll der Entwicklung gleichen und den Weg zur individuellen Katharsis ebnen. Im Grunde die Beschäftigung mit der Gedankenwelt eines Mitte dreißig jährigen, bisexuellen, ausländischen Mannes, der lediglich versucht zu verstehen, wer er ist.

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Lesungen am 20. und 23. Jänner

Lesung am Donnerstag, 20. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

Al(l)es Echt

Ale(xandra) Mitterer

Ale(xandra) Mitterer ist Singer-Songwriterin und Poetin. Sie singt und schreibt teils im Südtiroler Dialekt, teils im panösterreichischen Regiolekt und im schnöden Standarddeutsch. Themen sind die Muse und das Nichtstun, die Liebe in ihren bizarren Formen und das jammerlose Erinnern.

Sie ist im Vorstand der Vereine „Literaturstunde“ und „Literatur Famulus“ und schreibt zur Zeit an ihrem Zyklus Erinnerungsfragmente. Ansonsten experimentiert sie gerne mit Musik diverser Stilrichtungen und ist am besten auf Jam Sessions anzutreffen.

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Lesung am Sonntag, 23. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

Isabel Folie und Luca Pümpel

»In meiner Mitte Kohle, in meinen Armen der Wind«

»In meiner Mitte Kohle, in meinen Armen der Wind« lautet der Titel des ersten Lyrikbandes von Isabel Folie, der im September 2021 bei Edition Raetia erschien. In kurzen Texten erforscht Isabel Folie dabei, was es in unserer Gesellschaft bedeutet, Frau zu sein und geht dabei auch Fragen nach der eigenen Vergänglichkeit und dem Tod nicht aus dem Weg.

Der Verlag schreibt über das Buch: In ihrer lyrischen Kurzprosa beschäftigt sich Isabel Folie mit dem sinnlichen Erfahren der Welt und des eigenen Körpers. Die oft surrealen Texte rühren an Intimität und Vergänglichkeit. In starken Sprachbildern und ebenso mächtigen Leerräumen entstehen Stimmungen und Gefühle, die herausfordern. Hier wird das Lesen selbst zur sinnlichen Erfahrung. 

Isabel Folie wurde 1989 in Südtirol geboren und kam zum Studium der Publizistik nach Wien. Gemeinsam mit dem Schauspieler und Regisseur Luca Pümpel gründete sie 2019 das intermediale Kunstkollektiv GRAUER GREIF, die beiden geben regelmäßig das Magazin derGREIF heraus. Professionalität in der Interpretation und Gestaltung der Texte ist ein Anspruch des Kollektivs, deswegen werden Isabel Folies Texte von den Schauspielern Luca Pümpel und Sára Jenike vorgetragen.

Sára Jenike arbeitet regelmäßig mit GRAUER GREIF zusammen, hat somit bereits in der Vergangenheit Folies Texte zum Besten gegeben sowie Tonaufnahmen für das Magazin derGREIF beigesteuert. 

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Lesungen am 13. und 16. Jänner

Lesung am Donnerstag, 13. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

Katherina Braschel

Neimodix Gwäsch

Ein neues ADIDO-Jahr beginnt und als Mitveranstalterin fühlt sich Katherina Braschel ein bisschen verantwortlich, dieses nicht allzu zach starten zu lassen. Weil ́s momentan eh nicht so viel zu lachen gibt. Und Blödsinn wichtig ist. Deswegen hat sie sich dem Klassiker-Genre der Übersetzung von grandiosen Songtexten gewidmet und bringt Dialekt-Recyclings der Band mit, die für immer in der Mitte ihres trashy trashy hearts leben wird.

Katherina Braschel lebt und arbeitet seit 2011 in Wien. Sie schreibt oft und viel im Zug, wenn nicht grad Pandemie ist, und auch dialekttechnisch bewegt sie sich immer irgendwo auf der Westbahnstrecke zwischen Salzburg und Wien. Sie ist Redaktionsmitglied bei &radieschen und Morgenschtean und Mitveranstalterin der Lesungsreihe AnnoLiteraturSonntag . Diverse Preise, darunter der Rauriser Förderungspreis und der Wortmeldungen Förderpreis, beide 2019, sowie Veröffentlichungen. 2021 erhielt sie das Startstipendium für Literatur für die Arbeit an ihrem ersten Roman. 2020 erschien ihr Debüt es fehlt viel in der edition mosaik. Sie glaubt an feministische Solidarität, gutes Bier und die zarte Macht der Sprache.

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Lesung am Sonntag, 16. Jänner

um 20 Uhr im Café Anno

Julius Handl

abwesend.

Beschreibung: Graugänse. Die Stadt. Ampelblinken. Eine Parklücke. Ein Regenschauer. Seltenes Funkeln. Die Nacht und ein Hund. Das Wasser eines Weihers. Ränder. Ein junger Mann. Sie alle liegen, gut eingepackt, im Arm der Abwesenheit. Sie ist das Thema, die Lesung versammelt verschiedene Prosatexte zur Abwesenheit und ihrem Ringen mit der Anwesenheit. Figuren, die einander in den Räumen der Leere suchen. Dinge, die den Figuren in die Unfassbarkeit entgleiten. Dazu gibt es einen Kranz aus Allerlei, der sich mit dem Schreiben und dem Drumherum befasst.

Kurzbiographie:*1995 in Wien. Studierte vergleichende Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft in Wien und Paris. Er ist Mitveranstalter von „Gläserne Texte“, einem Hybrid aus Lesereihe und Werkstatt. Veröffentlichungen in verschiedenen Magazinen, darunter &radieschen.

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Lesung am Sonntag, 9. Jänner

ALSO-Lesung am Sonntag

um 20 Uhr im Café Anno

Ein Leben, das nicht meines war

Felix Huth
Das ,Buch‘ (das noch längst keines ist) könnte man der Gattung Autofiktion zuordnen. Die Rückblenden, aus ,,Ein Leben, das nicht meines war“ (Arbeitstitel) sind dabei jedoch im Präsens gehalten. Ein Ausschnitt etwa handelt von den Erlebnissen und Erfahrungen der Einführungsveranstaltungen und ersten Wochen der Figur Emil, die nach München zieht, um dort Sportwissenschaften zu studieren, nur um recht bald zu bemerken, dass sie dort weder mit dem Studium, noch mit den Leuten etwas anfangen kann. Der Ich-Erzähler schildert szenisch Dialoge und Eindrücke, die groteske und absurde Züge, aber auch ein Gefühl der Entfremdung transportieren.
In dem Kapitel ,,Ein anderer Tag“ wird die Gefühlslage des Ich-Erzählers beschrieben, einen Tag, nachdem die einzige Frau seit langem, mit der er sich eine Beziehung hätte vorstellen können, von heute auf morgen den Kontakt abbricht. Dabei wechseln sich direkte und indirekte Rede ab, mit Hilfe derer die gut gemeinten Ratschläge sogenannter Freunde vorgeführt werden.

Felix Huth kommt ursprünglich aus Mainz und studiert nun seit knapp vier Jahren Psychologie und vergl. Literaturwissenschaft an der Uni Wien.  


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Am Donnerstag, 6. Jänner, findet keine ADIDO-Lesung statt.

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