Lesung am 27., 28. und 31. Oktober

ACHTUNG: Diese Woche finden zwei ADIDO Dialektlesungen statt, eine davon am Mittwoch!

Lesung am Mittwoch, 27. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Anna Lena Obermoser

„wia schnialsomt“

Anna-Lena Obermoser (*1996) ist Sozialarbeiterin und Spoken Word Poetin und lebt in Graz. Seit 10 Jahren zählt sie zu den markantesten Stimmen des österreichischen Poetry Slam. Gebürtig aus dem Oberpinzgau schreibt sie vor Allem im Dialekt. Gedichte, Texte, Songs. Sie ist Mitherausgeberin der U20-Poetry-Slam-Anthologie „G’scheit goschert“ (2019), DUM-Kolumnistin & Lesebühnenmitglied. 

Zu Gast beim Anno Dialekt Donnerstag (ADIDO) an einem Mittwoch (sic!) wird sie aktuelle Werke aus ihrem Alltag lesen, die sich thematisch in etwa wie folgend zusammenfassen lassen: 
De wöd is voi stressig und üwaroi duads an duscha. Und mitten drin bi i und du bist do a. Meara’dwei dabockt ma des unhoie oft nid, donn owa bockt de wöd di und gib da a woams neidl auf dei sunnst so koits gsicht. es gib gefühle und hoitungen wia drohtsoie, oda beton, gspiatses lem decht eha u wia schnialsomt. 

Lesung am Donnerstag, 28. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Christine Steindorfer

Z’ampantschts aus’m Weinviertel

Es wird ein Abend mit einer gesunden Mischung aus Lyrik, Kurz- und Kürzestgeschichten sowie aus Z’ampantschtem aus Dialekt und Hochsprache. Die Themen sind weit gestreut vom Grant, der einem das Gimpfte aufgehn lässt, über den Wind bis zum Traktor fahren. Und immer wieder kommt die Autorin auf Schweine zu sprechen – oder auch aufs Schweinigln.

Christine Steindorfer hat ihre prägenden Kinder- und Jugendjahre in einem kleinen Ort im Weinviertel verbracht. Heute arbeitet sie als PR- Beraterin, Schreibtrainerin und Dozentin in Wien und hinterlässt mit der Kulturinitiative space and place zarte Spuren im öffentlichen Raum. Sie ist Autorin zweier Bücher zum beruflichen Scheitern. Mit ihrem literarischen Schaffen trat sie 2019 erstmals an die Öffentlichkeit.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

Basis-Kultur-Wien_Logo_White-Circle_CMYK_300dpi

Lesung am Sonntag, 31. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Wolfgang Millendorfer

Kopf über Wasser

Geboren 1977, lebt Wolfgang Millendorfer als Autor und Journalist im Burgenland. Seit 2007 ist er mit seinen literarischen Kabarett-Programmen auf großen und kleinen Bühnen unterwegs. Stipendien und Auszeichnungen – u.a. Burgenländischer Literaturpreis, Förderpreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery, nominiert für den burgenländischen Buchpreis 2018 (mit dem Roman Kein Platz in der Stadt , erschienen im Löcker-Verlag).

Im Verlag edition lex liszt 12 erschienen die Erzählbände Stammgäste und Doppelgänger , zuletzt der Hallenbad-Roman Kopf über Wasser im Milena Verlag. Zahlreiche Beiträge in Anthologien, Teilnahme an Kunst-Festivals. Weiters: Theaterprojekte und Film-Beiträge, Musik-Experimente und Kunstfiguren. http://www.wolfgang-millendorfer.at

Als Besitzer eines alten Hallenbads haben Werner und Marina Antl alle Hände voll zu tun, um den täglichen Betrieb aufrechtzuerhalten. Gemeinsam mit ihrer spätpubertären Tochter Rose, de r resoluten Kantinenwirtin Bella, Bademeister Fred und dem Rest der unmotivierten Belegschaft müssen sie ihr desolates Haus nicht nur für die paar Stammgäste am Laufen halten, sondern auch gegen die Pläne eines windigen Politikers verteidig en. Der Stress legt noch einen Zahn zu, als plötzlich ungewöhnliche Dinge passieren; zwei Saunagäste tauchen regelmäßig wie aus dem Nichts auf, eine alte Dame im Badeanzug schleicht durch die Gänge, und als sich die Tür von Kästchen Nummer 25 öffnet und einer herauskriecht, wird es wirklich seltsam…

Wolfgang Millendorfer taucht in seinem neuen Roman in den skurrilen Mikrokosmos eines Hallenbads ein, das ein mysteriöses Eigenlebe n entwickelt. Erzählerischer Charme trifft auf Humor… und auf ein kleines bisschen Horror.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am 21. und 24. Oktober

Lesung am Donnerstag, 21. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Bernhard Scheiblauer

Hirn-Scan Diktat

Bernhard Scheiblauer hat seinen Kopf in einen Kopierer gesteckt, um seine Gedanken von einem Scanner abtasten zu lassen. Durch moderne Texterkennungstechnologie konnte er so mühelos Material für die Lesung im Anno sammeln, ohne dabei seine Finger krümmen zu müssen. Außerdem: Ein Überraschungsgast wird überraschenderweise mit überraschenden Überraschungen überraschen.

Bernhard Scheiblauer (*1990, Mostviertel) lebt in Wien und ist dort als Musiker und Kulturschaffender tätig. Er ist Songwriter der Dialekt-Chanson-Folk-Formation SarahBernhardt (Debutalbum „langsam wiads wos“, 2020) und Musiker bei den Musikprojekten Sigrid Horn, Dritte Hand, Downers & Milk und Nikolaj Efendi. Dort bringt er verschiedenste Instrumente zum Einsatz, wie Ukulele, Banjolele, Keyboard, oder Concertina. Seit 2019 ist er für die Musikagentur Medienmanufaktur Wien tätig. Bled reden ist sein Hobby.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

Basis-Kultur-Wien_Logo_White-Circle_CMYK_300dpi

Lesung am Sonntag, 24. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Evelyn Bubich

Herbst im Frühjahr

Evelyn Bubich, geboren 1988 in Klagenfurt, ist als Lektorin, Texterin, Rezensentin und Veranstalterin von literarischen Lesungen tätig. Will man mehr über sie erfahren, so klicke man hier: https://www.textzeit.at

Vor Kurzem erschienen in der Literaturzeitschrift Podium ihre ersten literarischen Publikationen, darunter eine Geschichte über ein in seiner äußeren Gestalt allzu merkwürdiges Wesen, das sich auf den berühmten ersten Blick stark von den Menschen unterscheidet, das in seinem Inneren aber ganz und gar bei ihnen ist. Eine Frage drängt sich auf: Wie kann es sich anfühlen, nicht ganz zu entsprechen? In dem Ent- oder Ver-rückten, dem wenig Aus-der-Welt-Gefallenen ist auch das zu finden, das sie in/an der Literatur fasziniert und im eigenen Schreiben versucht, literarisch zu beleben.

Im Rahmen des »Anno Literatur Sonntag« darf sie deshalb aus ihrer Lyrik und Prosa lesen. Ihre Texte machen sich auf die Suche nach der Heimat, der inneren, der äußeren; sie handeln von Entfremdung und den unterschiedlichen Lautstärken der Stille, aber auch davon, wie fließend die Grenze zwischen dem Realen und dem Surrealen sein kann. Bizarr und dabei zart: Im Zentrum ihres Prosa-Textes »Herbst im Frühjahr«, der sich nun langsam zu einem Roman entwickelt, stehen eine kleine skurrile Figur aus Plastik, die ein Ich entfaltet, und ein Mensch, der von seinem Ich ent-rückt durchs Leben »dämmert«. Er erzählt auch davon, wie die beiden zueinander gefunden haben, sich einander – und dem Leben – annähern. Wie war das bloß damals mit der Spielpuppe, dem Lieblingsstofftier – waren sie nicht auch mit der Kraft beseelt, die Gespenster unter dem Bett zu vertreiben? Die Ambivalenz des Daseins kann sich eben auch darin bemerkbar machen, dass wir dem Frühjahr manchmal etwas Herbstliches zuschreiben können – und umgekehrt. Sie freut sich, wenn man lauschen möchte.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am 14. und 17. Oktober

Lesung am Donnerstag, 14. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Robert Anders 

So blind wia ma nua sei kaun

Hin und wieder schaut man deppert, man schaut blöd aus der Wäsch´  oder man ist in einem Zustand, der die Frage „Heast, wia schaust denn du aus?“ provoziert.

Es gibt Momente, in denen will man niemanden sehen und andere Momente, da sieht man alles doppelt.

Aber egal wie man schaut, … es ist nur wichtig, nicht wegzuschauen…

In So blind wia ma nua sei kaun  geht es nicht so sehr um die großen Themen an sich. Es geht vielmehr darum zu sehen, wie Menschen schauen, wenn sie etwas sehen, kurz bevor sie sagen: „Heast, do schau i owa!“

Mehr Infos: https://literaturmalanders.webnode.com/termine/

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

Basis-Kultur-Wien_Logo_White-Circle_CMYK_300dpi
Bezirkswappen Josefstadt

Lesung am Sonntag, 17. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Dominik Leitner

Willkommen im Aber
Der 1988 geborene Dominik Leitner hat 1994 in der Volkschule Pinsdorf in Oberösterreich das Schreiben gelernt und seither nicht mehr damit aufgehört. Nur manchmal suhlt er sich gerade in einer Schreibblockade, bis er überraschend zu einer Lesung eingeladen wird.

Deshalb wird diese Lesung gefüllt sein mit Texten, die für ihn als “Klassiker” gelten, da sie ihn schon seit Jahren begleiten und viel zu selten gelesen werden …  und mit einigen liebgewonnenen Neulingen, die erst in den letzten drei Wochen aus den Fingern rausgeflossen und über die Tastatur in den Bildschirm geraten sind. Dominiks Geschichten erzählen vom Verlieben, vom Verlieren, von der Millisekunde, von der an man weiß, dass etwas auseinanderbricht. Und vom Wiederfinden.

Dominik Leitner wurde in den letzten Jahren schon in zahlreichen Literaturzeitschriften und -anthologien veröffentlicht. Das freut ihn natürlich immer sehr. Aber hinsichtlich der besseren Lesbarkeit wird darauf verzichtet, sie zu nennen – jedoch sind natürlich alle mitgemeint. Außerdem nimmt er sich seit ein, zwei oder vielleicht auch drei Jahren vor, seinen künftigen Bestseller zu überarbeiten. In Wahrheit fehlt ihm aber nur ein Verlagsvertrag, der ihm Druck macht. Ernstgemeinte Anfragen jederzeit willkommen. 

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

Lesung am 6., 7. und 10. Oktober

Diese Woche finden zwei AnnoDialektDonnerstage statt, einer davon am Mittwoch!

Lesung am Mittwoch, 6. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Beppo Beyerl

Wiener Klosettbrevier

Schon jeder hat es irgendwann und irgendwo benötigt – und schon sind wir bei der Notdurft angelangt. Und sicher war jeder erfreut, mehr oder weniger ungestört an diesem stillen Ort seine Notdurft verrichten zu dürfen. 

Beppo Beyerl hat sich solche Orte angeschaut, ob sie nun hoch zu Berge oder tief „Am Graben“ errichtet waren. Und dabei hat er sich überlegt, warum er ausgerechnet in diesen Lokalitäten ein „Geschäft“ oder ein „Bedürfnis“ verrichten soll. Noch dazu verrichten, als wär es eine schweißtreibende Arbeit. Freilich existiert noch eine zweite Tätigkeit, zu deren plätschernden Ausübung der Mensch noch viel öfter jenen Ort – Lokus! – aufsucht und die je nach Dialekt und Laune Urinieren, Pissen oder Wischerln benannt wird.  Dabei war jener stille Ort bei den alten Römern von diversen Gesprächen überlagert: Saß man doch auf Gemeinschaftslatrinen und besprach dabei den Fortgang der res publica. Pro Tag soll der Mensch übrigens mehr als zwanzig Minuten auf dem Klosett verbringen. Also käme er in einem Jahr auf 5 lange Tage. Sollte er 50 Jahre alt werden, dann hätte er etwa 250 Tage auf dem Klosett verbracht. Also dachte der Autor, Zeit wird es, über diese lange Zeit ein Buch zu verfassen.

Geboren 1955 in Wien, schreibt Beppo Beyerl Reportagen und Bücher über die Insassen Wiens und die Bewohner der restlichen Welt. Der Löcker-Verlag gab 2020 sein „Klosettbrevier“ heraus.

Lesung am Donnerstag, 7. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Chris 4er Peterka

na servas! 

Chris 4er Peterka ist als Musiker bekannt, veröffentlicht aber immer wieder auch Texte, zumeist im Meidlinger Dialekt mit breitem „LLL“.

Der Titel der Lesung am 07.10. „na servas! leitet sich von einer CD mit Dialektgedichten ab, die er 2004 veröffentlicht hat.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

Basis-Kultur-Wien_Logo_White-Circle_CMYK_300dpi
Bezirkswappen Josefstadt

Lesung am Sonntag, 10. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Smashed to Pieces

Ein literarisch-musikalischer Abend

Die Wiener Formation Smashed To Pieces aka die Autor:innen und Musiker:innen Verena Dürr, David Hoffmann und Jakob Kraner gestalten einen literarisch-musikalischen Abend mit individuellen Beiträgen der einzelnen Pieces, Bandenstehungsmythen und einem selten zu hörenden Akustik-Set. 

Ein beschaulicher Abend für Anzug und Abendkleid. Mit Larvenschminke, Kronenschmuck und Flitter heißen wir die düstere Jahreszeit willkommen. Ein bürgerlicher Salon mit Stücken über die feinen Wurzeln und Ausläufer des Totalitarismus, Stimmungsberichte aus dem seelischen Halbdunkel: „Das Gemetzel findet innerhalb des Erlaubten und der Sitten statt.“ (Ingeborg Bachmann)

ACHTUNG: Abendgardarobe erbeten! 

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt