Lesung am 2. und 5. September

LESUNG AM DONNERSTAG, 2. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Unterste Liga“

Andreas Plammer

Mit „Unterste Liga“, dem Kriminalroman, an dem ich zurzeit gerade schreibe, möchte ich einen Blick hinter die Kulissen des Wiener Unterliga-Fußballs werfen. Elf Kapitel sollen es werden – jedes davon steht für einen Spieler einer Fußballmannschaft. Ein Kapitel daraus wird es zu hören geben. Und in der Nachspielzeit vielleicht noch den einen oder anderen Slam-Text.

Andreas Plammer
geboren 1966 in Wien.
Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien, Mitorganisator der wöchentlichen Lesungsreihen ALSO (Anno Literatur Sonntag) und ADIDO (Anno Dialekt Donnerstag), Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „& Radieschen“ und der Dialektzeitschrift „Morgenschtean“, Vorsitzender der ÖDA (Österreichische DialektautorInnen und -archive). 2011 erschien der Kriminalroman „Fauler Zauber“ im Milena-Verlag.

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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LESUNG AM SONNTAG, 5. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Triceratops“

Stephan Roiss

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht.

„Eines Tages brachen wir ein ungeschriebenes Gesetz. Wir hörten, dass Mutter im Wohnzimmer zu weinen begann. Doch diesmal gingen wir nicht hinunter. Langsam schlossen wir die Tür und schalteten das Radio an.“
https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/triceratops/

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker („Äffchen & Craigs“, „Fang den Berg“) in Ottensheim und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. „Triceratops“ (Verlag Kremayr & Scheriau) ist sein erster Roman und war 2020 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

www.stephanroiss.at

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Lesung am 26. und 29. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 26. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Leben als Doppelbruch 

Christian Wolf

Die Gedichte von Christian Wolf sind gesellschaftskritisch, indem sie den Haltungen gesellschaftlicher Akteure und ihren emotionalen Zuständen nachgehen. Sie markieren die Endpunkte von Denkprozessen und äußern sich nicht zuletzt im Dialekt. Dabei nehmen die Dialektgedichte eine besondere Stellung ein, insofern sie schon fast das Klischee einer natürlichen Sprache erfüllen, wenn der Dichter des Denkens überdrüssig geworden war.

Damit tragen die Dialektgedichte einerseits die Früchte des enttäuschten Denkens und andererseits äußern sie sich gefühlsnah und ungeschminkt. Gerade die Gedichte an den persönlichen Wendepunkten scheinen dabei am pointiertesten und intensivsten zu sein und liegen gesondert in neuer Sammlung vor.

Christian Wolf, geboren 1996 in Kärnten, besuchte das Musikgymnasium Viktring und studiert seit 2014 Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Wien.

Neben Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften tritt er mit der Gruppe „Gedankenklang“ gemeinsam mit der Musik von David Hättich und den Fotografien und Illustrationen von Verena Steinwider auf. 2019 gewann er den Wiener Werkstattpreis Sonderpreis.

Homepage: https://echriwo.wixsite.com/christianwolf

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LESUNG AM SONNTAG, 29. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Lesung beim AnnoLiteraturSonntag

Jasmin Thoma

Die 1995 geborene burgenländische Autorin hat sich schon mit 11 Jahren Kurzgeschichten ausgedacht. Die Studentin der Sozialanthropologie hat dann den Mut besessen, mit Anfang 20 ein Missgeschick, welches sie fast um ihre gesamten Ersparnisse gebracht hat, semiautobiografisch in ihrem ersten Roman zu verarbeiten.

In ihrem 2019 erschienenen zweiten Buch hat sie das Thema der Apostasie, also des Abfalls vom Glauben, in diesem Fall vom Islam, und aller damit verbundenen Schwierigkeiten für die Betroffenen beschrieben. Die Idee dazu entstand bei ausgedehnten Recherchen für ihr Studium zu diesem in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Thema.

Weiters zeigt Jasmin Thoma auf ihrem Instagram Account im Bereich der visuellen Kunst ihre zum Teil für Außenstehende verstörenden Fotos, in welchen Bilder der Angst sowie emotionaler und physischer Gewalt verarbeitet werden. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman und macht das Masterstudium.

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Lesung am 19. und 22. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 19. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Zitronenbäume und Karriereträume 

Lea R. Bacher

Über das große und das kleine Leben. Das Gefühl, endlich angekommen zu sein. 
Bestimmung, Zufall und Entscheidung. Herzhaftes Lachen. Stadt und Pampa. Glück und Unglück. Sehnsucht, Wehmut und Fernweh. Karriere und das, was wirklich zählt. 

Der Abend wird begleitet von Gedanken und Passagen aus dem (wahren) Leben in der Südtoskana, auf dessen Geschichten Rosamunde Pilcher bestimmt neidisch gewesen wäre. 

Lea R. Bacher kommt ursprünglich aus dem oberösterreichischen Kremstal, es verschlug sie aber schnell nach Wien. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Romanistik an der Universität Wien und verbrachte die Corona-Zeit teils in Rom. 

Aktuell ist sie als freie Journalistin in Wien tätig. Außerdem ist sie Liebhaberin der italienischen Küche sowie lateinamerikanischer Tänze und mag den Geruch von nassem Waldboden.

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LESUNG AM SONNTAG, 22. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Theresa Luise Gindlstrasser

Aus aktuellem Anlass: Delphine in Triest

Der Mensch wäre gerne ein unbeschriebenes Blatt und stellt sich die Welt üblicherweise als Landkarte vor. Denn die kann so schön eingeteilt, aufgeteilt, zerteilt werden und auf der können Europa und Levante spazieren, als wäre nie etwas gewesen.
Das Genre der Zombieapokalypse wird so logischerweise systemrelevant und der Schneehase weiß sowieso von nix. Sie auch nicht? Aber das ist doch ganz einfach: das kleine ABC der Markwirtschaft! Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt. Und dann wird aus der Epidemie eine Pandemie, wird die Infektion historisch, Konsum bedeutend und die Kluft unangemessener Verteilung fast unaushaltbar. Und was mach die Kunst? Sie versucht den Moment festzuhalten, denn Kunst in den Zeiten der Seuche ist, dass das Ende ab jetzt vorstellbar bleibt.

Anah Filou aka Effe U Knust aka Nikita Gin hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. War an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse für Performative Kunst und Teilnehmerin an zum Beispiel Schreibklasse am Schauspielhaus Wien oder 4+1 am Schauspiel Leipzig.

Veröffentlichungen in Lichtungen, Bella Triste, Politisch Schreiben und anderen. Uraufführungen am Hessischen Landestheater Marburg, am Theater Drachengasse, an den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Theater Überzwerg Saarbrücken.

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Lesung am 12. und 15. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 12. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Unbedacht an mich gedacht

Semira Ali

Zwischen dem Gestern und Heute gefangen, ist die Sehnsucht groß, die innere Vergangenheit dort zu lassen, wo sie ist, in der Vergangenheit. Umso schwerer wird der Abschied, wenn die Sehnsucht nach der Liebe, die mal war, immer noch groß ist. Das Kleine kann der Großen nicht gerecht werden, glaubt es zumindest. Also muss eine gemeinsame Reise stattfinden, um der drohenden Leere Einhalt zu gebieten.

Wenn ich daran denke, dass das Schreiben immer schon ein Teil von mir war, dann wird mir bewusst, dass ich Glück hatte das zu finden. Denn es gibt mir und anderen Mut, bringt mich in meinem Leben voran und zeigt wer ich noch sein kann, wenn ich an mein Potenzial denke.
Beim Schreiben geht es aber meistens gar nicht so sehr um mich, sondern viel mehr um die Person, die ich gerne wäre und in anderen gerne hätte. Lebensunwirklichkeiten können der Realität zuliebe geschaffen werden, ohne die zu verletzen, die sich auf mich verlassen. Das ist Schreiben für mich. Die literarische Luft zum Atmen.

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Lesung am Sonntag, 15. August

um 20:30 im Café Anno

Die Schrift und das Salzfass

Simon Sailer

Einem Ägyptologen fällt eine rätselhafte Schrift in die Hände, die ihm alle Menschen zum Feind macht, und ein Antiquitätenhändler gerät in den Besitz eines Salzfasses, das die Herrschaft über seinen Laden und sein Leben zu übernehmen droht. Die beiden kürzlich erschienen Novellen, in die Simon Sailer Einblicke gewähren wird, sind die ersten Teile der Essiggassen-Trilogie, die emotionale Zustände der Menschen unter den gegenwärtigen Verhältnissen erzählerisch fassbar macht.

Simon Sailer wurde 1984 in Wien geboren, wo er nach Aufenthalten in Berlin, Prag und Paris wieder lebt. Er studierte Philosophie in Wien und Paris sowie Art and Science an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2017 literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erschien sein Debütroman »Menschenfisch« (Müry-Salzmann), 2020 die Erzählung »Die Schrift« (Edition Atelier), für die er mit dem Clemens-Brentano-Preis 2021 ausgezeichnet wurde.

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Lesung am Sonntag, 8. August

um 20:30 im Café Anno

ALSO-Lesung von Luca Manuel Kieser

Luca Manuel Kieser liest für Freunde und Interessierte aus seinem aktuellen Romanprojekt, zentrale Figur ist ein Tintenfisch. Die Lesung wird exakt 40 Minuten dauern, in den letzten Minuten gibt es eine Gedichte-Tombola mit Super-Gewinnen.

Luca Manuel Kieser hat in Leipzig Philosophie und Theaterwissenschaft und in Wien am Institut für Sprachkunst studiert. 2018 war er Literatur-Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. 2019 wurde er mit dem Wortmeldungen-Förderpreis ausgezeichnet. 2020 war er Literatur- Stipendiat der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.

Dieses Jahr erhielt er ein Start-Stipendium des BKA für Literatur und gab „Prosa für PROSA“ heraus → https://www.prosa-schule.org/projekte

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Der AnnoDialektDonnerstag (ADIDO) am 5. August entfällt.

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