Lesung am 1., 2., 5. und 6. Juli

Ja, in 2020 ist alles anders. Zum Beispiel, dass wir auch im Juli noch Lesungen machen. Wir werden so die ausgefallenen Termine der letzten Monate nachholen. Um so voller und vielfältiger ist auch unser Programm! Achtung, die Lesungen können auch an anderen Wochentagen als Sonntag oder Donnerstag stattfinden.

Lesung am Mittwoch 1. Juli

Aungstviech. Oder: Texte, die keine Lieder werden durften.

Sigrid Horn

Die Dialekt-Chanteuse Sigrid Horn lässt ihre Ukulele zu Hause und liest die Überbleibsel von zwei Alben vor.

Aufgewachsen im Mostviertel, erwachsen geworden in Wien. Die Liedermacherin Sigrid Horn singt in einem nicht klar zuordenbaren Dialekt und begleitet sich mit Ukulele oder Klavier. Sie ist nirgendwo zu Hause, macht es sich aber schnell bequem. Sowohl räumlich als auch künstlerisch pendelt sie zwischen Land und Stadt und nimmt von beidem etwas in ihre Musik mit.

 

Am Mittwoch, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt


Lesung am Donnerstag 2. Juli

solaung ma uns haum

Anna Stiegler

anna stiegler hat im jahr 2020 noch keinen literarischen text geschrieben und liest auf ihrem liebsten beisl-sessel aus dem archiv.
stiegler

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 5. Juli

einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt“

Raoul Eisele

lieber, lieber R., jene Welt, die mit mir träumt, aus einem Schlaf gefallen in den Nächsten […] eine Welt […] als du mir Osten und Westen auf die Daumen schriebst wie einen Kompass, ich sollte immer wissen, wo die Sonne auf, wo sie untergehe, hattest du gesagt; doch die Flecken wurden blasser, versunken in die Stellen meiner Haut, etwas tiefer, unleserlich […] wenn es draußen schleiernd dunkelt

Der Lyrikband „einmal hatten wir schwarze Löcher gezählt“ beschäftigt sich mit Leerstellen, dem Vergessen und der Liebe, deren Abwesenheit. Mit der Aufarbeitung von Themen wie Demenz, Tod, Liebe und dem Hinterbliebsein arbeitet sich Raoul Eisele durch eine Familiengeschichte, seine eigenen dunklen Flecken im Kopf und porträtiert in poetischer Sprache, was es heißt du erinnern und jene schwarzen Löcher, die Leerstellen zu füllen, um anschließend zu erfahren, dass jede Erinnerung Risse hat, keine verheerenden, aber Risse wie das Universum, Risse wie schwarze Löcher im All, all jene, die man nicht zu füllen vermag.

PS: Auch ein kleines Special erwartet Euch an diesem Abend!

Raoul Eisele, geb. 1991, wohnhaft in Wien. Studierte Germanistik und Komparatistik. 2017 debütierte er mit seinem Lyrikband „morgen glätten wir träume“, Edition Yara. Weitere Veröffentlichungen finden sich u.a. in Rampe, Ostragehege, Jahrbuch der Lyrik, Junge Literatur Burgenland, Wo warn wir, ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik. 2019 wurde er neben dem Lyrikpreis der Energie Burgenland (1. Platz) auch mit dem Lyrikpreis der Lecher Literaturtage (2.Platz) sowie dem nordhessischen Autorenpreis (3. Platz) ausgezeichnet. Den Juni 2020 verbrachte er als Writer in Residence in Salzburg. 2020 erhielt er das Startstipendium für Literatur. Seit Anfang 2020 ist er, neben Martin Peichl, Mitbegründer der Lesereihe „Mondmeer und Marguérite“.

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt


Lesung am Montag 6. Juli

Hirschl & Navarro – Der Toast-Komplex

Elias Hirschl & Fabian Navarro

Toasti Toasti Toast – wir alle kennen den kleinen Knusperrabauken, der uns Freude beim Frühstück beschert, aber auch Kopfzerbrechen und Leid im wissenschaftlichen Betrieb. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Prof. Dr. Elias Hirschl und Dr. Mag. Dr. Fabian Navarro nun bereits mit der Frage, ob der Toaster auf den Tisch gehört oder nicht. Ausgehend von dieser Jahrtausendealten Frage spinnen sie ihre Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Toaster und Tisch, töricht und tödlich, Tarot und Tatort.
Da die Frage bisher nicht eingehend geklärt werden konnte, wurde nun eine Podiumsdiskussion ausgerufen, ein Duell zwischen den akademischen Toast-Schwergewichten ihrer Generation. Wer hat die knusprigeren Argumente? Wer die krosseren Conclusios? Erfahren Sie es in einer akademischen Intervention der Sonderklasse.
Also toasten Sie Ihr Brot, buttern Sie ihre Kruste und kommen Sie am 6. Juli ins Café Anno, um der Wiener Crunch-Forschung beim gegenseitigen Verknuspern beizuwohnen.
Na dann: Nomm nomm nomm hupf in mein Mund du kleine knusprige Brotistück.

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren, ist Romanautor, Slam Poet, Musiker und schreibt für Theater und Radio. Zuletzt erschienen der Roman „Hundert schwarze Nähmaschinen“ (2017, Jung und Jung) und die Kurztextsammlung „Glückliche Schweine im freien Fall“ (2018, Lektora). Im Mai 2018 feierte das Stück „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ des Aktionstheater Ensembles mit Texten von Martin Gruber und Elias Hirschl in Bregenz und Wien Premiere. 2014 wurde er österreichischer Meister im Poetry Slam und ist seit mehreren Jahren erfolgreich mit Spoken Word Texten auf Bühnen in ganz Europa unterwegs, sowie für mehrere Workshop- und Auftritts-Touren in Universitäten, Kulturforen und Festivals in Taiwan, China, Südkorea und auf den Philippinen. Elias Hirschl lebt in Wien.

Fabian Navarro *1990 in Warstein, ist Autor, Slam Poet und Kulturveranstalter. Nach seinem Stu-dium der deutschen Sprache und Literatur und Philosophie in Hamburg zog er nach Wien. Er tritt seit 2008 bei Lesebühnen und Poetry Slams auf, gewann mehrere Landesmeisterschaften und wurde bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2017 Vize-Meister. Er ist Teil des Wiener Kulturvereins FOMP , veröffentlichte Texte in Anthologien, der Titanic und der ZEIT . Er gibt Workshops in kreativem Schreiben, digitaler Literatur und Poetry Slam und war im Rahmen dieser Tätigkeit bereits in Projekten in Kapstadt, Yokohama und Tokio unterwegs. Sein letztes Buch Die Chroniken von Naja (2017) erschien bei Lektora. Sein ak tuelles Projekt Eloquentron3000 ein Bot, der Gedichte schreibt lässt sich auf Instagram verfolgen. Im Herbst 2020 gibt er die Anthologie poesie.exe im SATYR Verlag in Berlin heraus.

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

 

Lesungen am 24., 25., 28. und 29 Juni

Update: Mehr Lesungen – mehr Spaß! In dieser Woche wird es auch am Mittwoch und Montag, zusätzlich zu Donnerstag und Sonntag Lesungen im Café Anno geben. Alle weiteren Infos hier:

Lesung am Mittwoch 24. Juni

Sind alle verrückt geworden?

Stephan Tikatsch & Wolfgang Glechner

Sind alle verrückt geworden? – Heitere Stories und nachdenkliche Gedichte von Tikatsch und Glechner „..aus dem Warmwasserhahn kam nur kaltes, aus dem Kaltwasserhahn nur heißes Wasser. Also musste ich das Warmwasser vor Gebrauch abkühlen, das  Kaltwasser hingegen in einem Topf aufwärmen. “ Es is jo ois so aundas und des wos normal is, is jezz ollaweu neich.
tikatschStephan Tikatsch (aka Tiphan) * 5.
August 1974 in Wien. Wächst im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf auf, wo er Volk- und Hauptschule besucht. Dann lernt er in Vorarlberg das Klaviermacherhandwerk. Mit 15 Jahren beginnt er zu schreiben. Er veröffentlicht regelmäßig Gedichtbände in Eigenregie. 2017 gründet er die Literaturzeitung SYLTSE. Er ist auch Maler, Zeichner, Bildhauer, Objektgestalter, Fotograf und Musiker. Grafik, Karikatur, Video,- u.
Hörspiele runden sein Tätigkeitsfeld ab. Sein Interesse gilt vor allem dem Non-Mainstream. Er Lebt und arbeitet in Wien.

W.Glechner

Wolfgang Glechner, geboren 1951 in Ach an der Salzach/Oberösterreich nach Studien Berufstätigkeit als Buchhändler, Volksschullehrer, Kellner seit 1990 freischaffend als Schriftsteller und Zeichner, lebt in Wien, 4 Kinder

 

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt


Lesung am Donnerstag 25. Juni

Moi siachtsn Ötscher, moi siachstn Ötscher ned.

Sarah Metzler & Bernhard Scheiblauer

Bernhard Scheiblauer und Gäst*innen überraschen sich mit Texten und Liedern aus einem Zeitalter, in dem man im Anno noch rauchte und die Gummiringerl noch aus Holz waren. Dialektreime und Prosa inbegriffen.
scheiblsuer

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 28. Juni

DUM- und  &Radieschen-Präsentation

Wir präsentieren die neuen Ausgaben vom DUM und &Radieschen. Und das gleich doppelt. Da der letze Präsentationstermin aufgrund bekannter Umstände leider ausfallen musste, haben wir gleicht doppelt so viel Lesestoff dabei:

DUM 93: STATUS QUO – Das Böse ist immer und überall! Mit: Daniela Dangl und Martin Peichl

DUM 94: BEZIEHUNGSSTATUS – gö, du mogst mi!? (Dialektausgabe) Mit: Eva Lugbauer und Johannes Lerch

&Radieschen #53: „Haut und Haar“ Mit: Regina Appel und Valeria Anna Lampert

&Radieschen #54: „Lallen und Prahlen“ (Slamausgabe) Mit: Elif Duygu Sahan und Simon Tomaz

Wir freuen uns auf euch!

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt


Lesung am Montag 29. Juni

Essays und Erzählungen

Ninoslav Marinkovic

Angefangen von den sprachlichen Schwierigkeiten eines Ausländers in Wien über den Sinn des Wartens bis zu der Bedeutung einer Buchstabenfolge.

Geboren 1963  in Osijek, Kroatien, Studium Anglistik und Germanistik, in Wien seit 1991, tätig als muttersprachlicher Lehrer an der Volksschule und in Erwachsenenbildung. Schreibe seit dem 15. Lebensjahr, zwei veröffentlichte Bücher in Kroatien.

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesung am 18. und 21. Juni

Lesung am Donnerstag 18. Juni

Text und Textil (oder Buchstab ’n setz ’n und Stoff(-)fetz’n)

NikiTa

Texte und Textilien sowie das Recht auf „sich frei bilden“ ( Zitat von Arno Stern/statt Bildungsfreiheit) sowie die Freiheit des Tages für Groß und Klein beschäftigen NikiTA nach wie vor und schlängeln sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichten und kurzen Textzeilen. Sie liebt es den vertrauten Wiener Dialekt sowie Familien und „Sippenjargons“ einzubauen, denn mit und vom Schulhochdeutsch allein kann und will sie nicht leben…mehr dazu und darüber am Do 18.6. im Café Anno!
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Nicole Urban aka NikiTA,
*1980, ist Autorin, Redakteurin, ehem.AHS-Lehrerin (Textiles Gestalten/Französisch), Mutter, Trainerin für Erwachsenenbildung, Lernbegleiterin und Arenautin. 2005 öffentlicher Vortrag /Slam Radio Kulturhauscafe. Zahlreiche Lesungen bei farce vivendi open mic eranstaltungen führten 2007 zur Redaktionsarbeit für die Literaturzeitschrift „…&Radieschen“. Ab 2008 Organisation von Lesungsveranstaltungen im Bereich Jugend Kultur und Kommunikation sowie Textveröffentlichung in der Anthologie „Ungehaltene Rede“. 2011 Textveröffentlichung in der Anthologie „Existenz&Renitenz“. Derzeit als Freilerner- bzw Worldschooler-Mama für ihren seit Sept.2019 offiziell zum sog.“Häuslichen Unterricht“ an- und vom Schulunterricht abgemeldeten 8-jährigen Sohn sowie für ihre Texte und Textilien da. Ihr Buchprojekt „saiL, eine kleine große Reise“ ist weiterhin in Arbeit und handelt von Erlebnissen und Erfahrungen in, rund ums und außerhalb des Schulsystems sowie vom Ausprobieren und Erforschen der Freiheit des Tages für Groß und Klein mit allen möglichen Stolpersteinen und Erfolgserlebnissen.
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Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 21. Juni

Premierenabend

Melamar

Der Sommer ist noch jung, die Texte, die es an diesem Abend zu hören gibt, ebenso. Die Autorin trägt Druckfrisches und Unveröffentlichtes vor, Lyrik, Prosa und Spoken Word – jeder Text eine Premiere. Ein abwechslungsreicher Abend steht bevor!
die grenzen meiner sprache
sind die grenzen meiner welt
drum mach ich mir meine sprache
widde widde wie sie mir gefällt
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MELAMAR
verfasst Poesie und Prosa. 2019 erschienen ihr Roman „Bukuríe“ im Verlag Wortreich und der Lyrikband „Poetisiaka“ in der edition farce vivendi. Sie ist außerdem als Veranstalterin und Moderatorin von Literaturveranstaltungen und Kulturfesten sowie als Übersetzerin aktiv.
Nähere Info: http://www.melamar.at

 

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesung am 11. und 14. Juni

Es finden wieder Lesungen statt! Achtung: Das Anno bietet durch die derzeitigen Auflagen im Raum, wo die Lesungen stattfinden, nur Platz für 15 Zuhörer*innen. Sobald diese besetzt sind, dürfen wir keine weiteren Personen mehr hineinlassen. Früh da sein lohnt sich also. Lesungsbeginn ist 20:30 Uhr!

Lesung am Donnerstag 11. Juni

„Ich lache nur aus Protest“

Janea Hansen & Christopher Hütmannsberger & Lea Kerschhaggl

Treffen sich eine Vorarlbergerin, ein Oberösterreicher und eine Norddeutsche in Wien… Die drei Autor*innen begeben sich auf eine Reise, ihre unterschiedlichen Dialekte in einer Lesung zu vereinen. Sie lesen gegenseitig ihre Texte in denen ihnen eigenen Dialekten vor. Sie machen damit neue Interpretationsebenen auf, aber vielleicht auch nur liebevollen Blödsinn im Bezug auf ihre Heimat-Dialekte. Es wird ein bisschen albern, aber das ist ja auch das Schöne daran.

Christopher Hütmannsberger (*1990) wurde zweisprachig in Linz erzogen. Seit 2010 lebt und arbeitet er in Wien, als Spoken Word Künstler, Musiker, Veranstalter, Sprecher und Übersetzer. Das mag zwar alles nach einem sehr weitläufigem Spektrum klingen, jedoch kommt es auf ganz vielen Ebenen auf den selben Nenner zurück. Im Vordergrund stehen immer Themen wie Ausbeutung, soziale (Un-)Gerechtigkeit, aber auch psychische Gesundheit und oft auch die Abwesenheit dessen. In seinem künstlerischem Schaffen kann er mittlerweile auf eine Vielzahl von regionalen, nationalen und international Auftritten zurückblicken, sowie mehrere Veröffentlichungen von Texten und Musik. Als Übersetzer ist er hauptsächlich im Bereich von Kunst und Kultur, sowie Kulturtheorie tätig.

Lea Kerschhaggl (*1997) ist Exil-Vorarlbergerin in Wien und ist als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig. In ihren bilingualen Gedichten thematisiert sie, was Menschen bewegt – all dies mit dem Fokus auf physische und psychische Gesundheit, und versucht somit, Personen, die sich nicht ausdrücken können, eine Sprache zu verleihen. Ihre Texte sind geheimnisvolle Reisen, beschritten mit kraftvollen Versfüßen. Mit ihren bildgewaltigen und sanften Texten gelingt es ihr, reflektierende Gedanken anzustoßen und die Zuhörenden mit in eine andere Welt zu entführen, in der nicht alles Gold ist, was glänzt.

Janea Hansen (*1991) ist Autorin, Slam Poetin, Moderatorin, Kulturveranstalterin und studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin. Sie lebt und arbeitet derzeit unter Anderem als Buchhändlerin in Wien. Die gebürtige Flensburgerin (D) tritt mit ihren Texten regelmäßig bei Literaturveranstaltungen im deutschsprachigen Raum auf und gibt Workshops zum Thema Poetry Slam und Performance. Unter anderem betreut sie als Veranstalterin die Lesereihe AnnoLiteraturSonntag und den U20 Poetry Slam im Dschungel Wien. Zudem ist sie aktives Mitglied im Kulturverein FOMP.

Am Donnerstag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 14. Juni

„Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum“

Lena Hödl

Lena kann sich an keine Zeit erinnern, in der sie nicht verliebt war. Als Kind in den Papa, dann in Julia aus der Schule, dann in Männer aus dem Internet, in den Ex der besten Freundin, eigentlich in jeden. Sie kommen und gehen. Sie bringen göttliche Freude und unsägliches Leid und Geschichten, die man auf Partys lachend erzählt. Nur eines bleibt immer: Der Leerstand und die Notwendigkeit, ebenjenen therapeutisch aufzuarbeiten. Exklusiv, hier und heute, zu Ihrem Vergnügen.

Lena Johanna Hödl ist ehemalige Slam Poetin, Schauspielerin und selbsternanntes It-Girl, aber vor allem Autorin. Ihr autobiografischer Roman Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum, kürzlich im Wiener Achse-Verlag erscheinen, ist für sie nur eine weitere Ausrede zur schonungslos masochistischen Selbstdarstellung. Jede einzelne Schutzhülle streift sie von sich, stochert in ihren eigenen Wunden und streut am Ende noch eine Prise Salz hinein, um allen alles zu zeigen.

Am Sonntag, 20:30 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

 

CoronaALSONewletter # „Juhuu, es ist der letzte!“

Liebe Freundinnen und Freunde!

Bald ist es soweit, ab nächster Woche wird es im Café Anno endlich wieder ein literarisches Programm geben.

Den Beginn machen Christopher HÜTMANSBERGER, Janea HANSEN und Lea KERSCHHAGGL – Sie lesen am DO, 11.6. um 20:30 unter dem Titel „ICH LACHE NUR AUS PROTEST“.

Kommt vorbei – die Autorinnen und der Autor (und natürlich auch die gesamte Anno-Crew) freuen sich auf ein Wiedersehen!

Bis dahin kann man sich mit unserer neuen & Radieschen Podcast-Folge die Zeit vertreiben – diesmal stellt sich Redaktionsmitglied Peter Heissenberger mit seiner Kolumne vor.

Alle zukünftigen Folgen kann man auf der & RadieschenFacebookseite mitverfolgen.


LITERATUREMPFEHLUNG

Für alle, die aus gesundheitlichen Gründen noch zu Hause bleiben müssen und dringend neuen Lesestoff suchen (und natürlich auch für all jene, die zwischen den gesellschaftlichen Events trotzdem noch zum Lesen kommen) hat unsere liebe Katharina Ferner vom & Radieschen zwei heiße Literatur-Tipps:

Poesie-Power: Das Verlagshaus Berlin ist ein Independent Verlag mit einer wunderschönen, klaren Linie. Poesie und Kunst vereinen sich zu einem dennoch schlichtem Band. Das Gewicht liegt in den Worten. Das Lyrikdebüt von Sandra Gugić ist ein selten gegenwärtiges Lyrikerlebnis. Zeitkritisch, protokollarisch, feministisch, beinahe wie ein poetisch-politisches Manifest kommt er daher. Gleichzeitig ein Anruf an diese „scheißsprache“, die uns das alles eingebrockt hat. Wärmste Empfehlung! Gegen jegliche Verdummung.  

Sandra Gugić: Protokolle der Gegenwart;
mit Illustrationen von Oliver Hummel, Verlagshaus Berlin (2019).
Eine Live-Lesung der Autorin kann übrigens auf der Facebook-Seite des Literaturhauses Salzburg nachgeschaut werden. 

Für Regentage: Und hier noch ein Roman! Gelesen als Vorbereitung für eine Moderation, die dann Corona-bedingt verschoben wurde, hat mich dieses Buch noch länger beschäftigt.

Es wird darin von der Auflösung eines Paars erzählt. Die Hauptprotagonistin Anne bemerkt, dass ihre Beziehung zu Thomas nur noch aus aneinandergereihten Leerstellen besteht. Seine Tage scheint er mit einem anderen Mädchen zu verbringen. Besonders interessant ist, dass auch das unbekannte Mädchen in seiner Rolle stets klarer wird. Auch sie beginnt sich Fragen zu stellen über diese andere Frau, die ihr Geliebter nicht bereit ist zu verlassen.  Ein spannendes psychologisches Spiel.

Sandra Gugić: Protokolle der Gegenwart; mit Illustrationen von Oliver Hummel; Verlagshaus Berlin (2019)


Wir wünschen euch allen einen guten, gesunden Start in den Juni und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

euer ALSO-/ADIDO/&Radieschen-Team