Corona-ALSO-Newsletter#6

Liebe ALSO-, ADIDO- und & Radieschen-Fans!

Auftritte vor Publikum sind zwar (unter bestimmtem Voraussetzungen) wieder erlaubt, dennoch wird’s noch ein wenig dauern, bis unser Lesungsprogramm wie gewohnt fortgesetzt wird. Unser Tipp bis dahin: An einem Sonntag oder Donnerstag ins Café Anno gehen und ein Bierchen auf die Dichtkunst heben (die Anno-Crew freut sich nämlich auch abseits der Lesungen über euren Besuch).

Damit die Literatur nicht zu kurz kommt, schicken wir unsere Autor*innen wieder zu euch nach Hause: Im 7. Teil unserer Podcast-Reihe lesen Signune Schnabel, Andrea Kerstinger und Lisa Strobl Texte, die im & Radieschen erschienen sind. Wir bedanken uns herzlichst bei den Autorinnen für die beigesteuerten Tonaufnahmen!


Empfehlung

Für alle Liebhaber*innen der Literatur (und der Schwarzweiß-Fotografie) haben wir diesmal etwas ganz Besonderes: Der deutsch/französische Blog https://cafe.entropy.at/ wurde brandneu gestaltet und lädt zum Schmökern und Lesen ein. Für alle, die den Blog (noch) nicht kennen: Café Entropy ist das künstlerische Gemeinschaftsprojekt des Fotografen Alain Barbero, der Autorin Barbara Rieger und der Übersetzerin Sylvie Barbero-Vibet – seit 2013 werden Menschen in diversen europäischen Kaffeehäusern porträtiert, darunter viele Autor*innen, die mit Kurztexten und Interviews vorgestellt werden. 

Startseite Café Entropy (Bildschirmfoto)

Wettbewerb-Hinweis für alle Autor*innen von 10 bis 99:

Auch dieses Jahr finden in Baden im Zuge des art.experience-Festivals wieder die Literaturwettbewerbe zeilen.lauf und schreib.art statt. 

Noch bis einschließlich 15. Juni kann man sich unentgeltlich mit einer Kurgeschichte und/oder einem Gedicht am zeilen.lauf-Wettbewerb beteiligen. Wer es bis 15.6. nicht schafft, hat (allerdings gegen eine Bearbeitungsgebühr von 5 Euro) noch bis 3. September Zeit. Die Finalist*innen werden am 6. November ins Casineum des Congress Casino Badens eingeladen, um ihre Texte live zu präsentieren. Den Einreichbogen für den zeilen.lauf Literaturwettbewerb sowie weitere Infos findet ihr hier.

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Auch für Schüler*innen aus NÖ gibt es einen Kurzgeschichtenwettbewerb, dieser heißt schreib.art, und auch dieses Finale wird im Casineum des Congress Casino Badens stattfinden – und zwar am 7. November. Einsendeschluss für Jugendliche von 10-18 ist der 2. Juli 2020. (Infos zum  schreib.art-Wettbewerb für Schüler*innen aus NÖ)


Und hier noch eine Erinnerung in eigener Sache: Das nächste Thema unserer Literaturzeitschrift & Radieschen lautet „Katzen und Videos“ – Prosa, Lyrik und dramatische Texte zum Thema können noch bis 15. Juli 2020 eingereicht werden! Die genauen Einsendebedingungen findet ihr >> HIER

In diesem Sinne wünschen wir ein entspanntes und /oder  kreatives Pfingstwochenende!

Euer ALSO/ADIDO/&Radieschen-Team

Corona-ALSO-Newsletter#5

Liebe Literaturbegeisterte!

Es ist wieder Donnerstag, also ist Corona-Newsletter-Tag!

Allem voran möchten wir uns bei allen & Radieschen-Autor*innen bedanken, die sich zu Hause für unseren Podcast vor die Kameras und Mikrophone gesetzt haben.

In unserem sechsten Teil unserer Podcast-Reihe »& Radieschen stellt sich vor« lesen Daniela Dangl und Markus Grundtner aus den letzten beiden Ausgaben »Haut & Haar« (03/2020) und »Genie & Wahnsinn« (12/2019).

Die Texte für den nächsten Podcast liegen auch schon bereit, wir freuen uns jetzt schon auf den Teil 7 mit Signune Schnabel, Andrea Kerstinger und Lisa Strobl!


ONLINE PERFORMANCE

Leider haben wir es zu spät für den letzten Newsletter erfahren: Gestern wurde aus der Fledermausbar ein literarischer Streifzug durch das Wien um 1900 gesendet. Bernd Remsing las Satirisches aus Wien um 1900, von Roda Roda und Peter Altenberg über Alfred Polgar bis zu Egon Friedell. Fiaker Fiasko begleitete die Lesung mit Wienerliedern, inspiriert von Punk und Jazz sowie Uromas Liederfundus. Das Video ist noch online und kann auf der Facebook-Seite des Belvederes angeschaut werden.


LITERATUREMPFEHLUNG

(von Margarita)

Heute möchte ich euch meine 3 aktuellen Lieblingsbücher ans Herz legen, die ich mir vor einem Monat zum Geburtstag gewünscht und mit Begeisterung gelesen habe. Da 2 davon nicht (ausschließlich) zum klassischen Lesen gedacht sind, sondern eher zum häppchenweise Genießen, kann man sie gut und gern auf dieselbe Speisekarte setzen.

Katherina Braschel:
es fehlt viel
edition mosaik, 2020

Vorspeise:

Katherina Braschel beobachtet: nicht nur die eigenen Gedanken, sondern  vor allem ihre Umwelt. Aufgeschnappte Dialogfetzen und Gedanken werden aneinander montiert. Die Miniaturen wühlen auf und stimmen

nachdenklich – bis sich ganz plötzlich ein Auflachen mitten ins Innehalten schwindelt. 

»es fehlt viel« ist ein Büchlein im Querformat, das wunderbar in die Handtasche passt und das man gerne immer und immer wieder aufschlägt, um darin zu lesen.

HAUPTGERICHT:

Diese Neuerscheinung hat es  trotz Shutdown in sämtliche Rezensionsspalten geschafft, und das zu Recht. Zum Inhalt: Arthur, 22, still und intelligent, hat 26 Monate im Gefängnis verbracht. Endlich wieder in Freiheit stellt er fest, dass er so leicht keine neue Chance bekommt. Ohne die passenden Papiere und Zeugnisse lässt man ihn nicht zurück ins richtige Leben. Gemeinsam mit seinem unkonventionellen Therapeuten Börd und seiner glamourösen Ersatzmutter Grazetta

schmiedet er deshalb einen ausgefuchsten Plan

Ich empfehle das Buch als Hauptspeise, aber Vorsicht: Obwohl es durchaus amüsante Stellen gibt, ist Arthurs Geschichte nichts für sensible Mägen. »Ich an meiner Seite« greift ein Thema auf, an das sich nicht viele heranwagen (Traumatisierungen in der Gefängniszelle; Schwierigkeiten der Resozialisierung). Warum ich das Buch empfehle: Der Roman ist nicht nur sehr gut recherchiert, sondern vor allem wirklich toll geschrieben.

Birgit Birnbacher
Ich an meiner Seite
Paul Zsolnay Verlag, 2020

Als Nachtisch gibt’s dann was Süßes: »Ganz schön frech« ist zwar schon etwas »älter« (2019), aber man hat ja (leider) nur 1x im Jahr Geburtstag. Apropos Geburtstag: Die 52 Gedichte eignen sich für alle von 3 bis 99 – sprich: für die ganze Familie!

Markus Köhle:
Ganz schön frech –
52 Gedichte für die ganze Familie
mit Illustrationen von Robert Göschl
Luftschacht, 2019

Man kann die Speisekate natürlich auch auf den Tag verteilen und z.B. mit dem »Frühstück« von Markus Köhle beginnen (Kakao ist für Kids mit Grips / Cornflakes sind gesunde Chips / Honig ist die Frucht von Bienen / Müsli ist Gatsch mit Rosinen), jede volle Stunde eine Katherina Braschel-Mahlzeit einnehmen und sich am Abend mit Birnbachers Roman den Wanst vollschlagen. Egal in welcher Reihenfolge: Hauptsache, man lässt sich diese 3 literarischen Köstlichkeiten nicht entgehen!

In diesem Sinne Guten Appetit & bis zum nächsten Donnerstag!

Corona-ALSO-Newsletter#4

Liebe Freund*innen des ALSO, ADIDO & Radieschen!

In unserer Podcast-Reihe Die Literaturzeitschrift &Radieschen stellt sich vor hört ihr diesmal das Editorial unserer neuen Ausgabe mit dem Titel Haut & Haar – verfasst vom &Radieschen-Gründungsmitglied Andreas Plammer. (Eingelesen hat er seinen Text diesmal nicht selbst, das holen wir nach Corona aber nach.)


LITERATUREMPFEHLUNG

Auf Twitter gibt es unter dem Hashtag #aufbuchfühlung einen neuen Literaturpodcast. Dort kann man sich unter anderem über den neuen Roman von Elisabeth Klar mit dem Titel Himmelwärts informieren. 

Allen, die nach kürzeren Texten suchen, möchten wir die Slam-Anthologie G`SCHEIT GOSCHERT ans Herz legen. Die 37 Texte stammen von U20-Poetry-Slammmer*innen aus Österreich und Südtirol – es sind Texte voll Poesie und Charme, voll Einfühlungsvermögen und Zärtlichkeit, voll Engagement und Kritik, voll Sorge um und Zorn auf diese Welt, schreibt Andreas Plammer ( die ganze Rezension gibt’s dann in der Slam-Ausgabe des & Radieschen zu lesen, die im Juni erscheint).


Viel Spaß beim Schmökern und Lesen – bis zum nächsten Newsletter!

Euer ALSO-/ ADIDO-/ & Radieschen-Team

P.S.: Wer (s)eine Neuerscheinung empfehlen möchte, kann uns gern Informationen dazu an redaktion@radieschen.at schicken.

Corona-ALSO-Newsletter#3

Liebe ALSO-, ADIDO und & Radieschen-Fans!

Wieder ist eine Woche um, wieder ist Donnerstag – und wieder schicken wir euch das Neueste von unseren & Radieschen-, ALSO- und ADIDO-Autor*innen.


Wie immer zum Einstieg eine Folge unseres „& Radieschen-Podcasts“: Diesmal liest nikiTA für euch aus ihrer Kolumne „nikiTA und die anderen“.


LITERATUREMPFEHLUNG:

Im März erschien Franziska Füchsels Prosadebüt »Tagwan«.

Paul Jandl hat das Buch nicht nur gelesen, sondern auch sehr positiv rezensiert. „Füchsels Sätze leben von ihrer Elastizität und einem Witz, der ganz aus dem Geröll der Sprache selbst kommt“, schreibt er in der NZZ (>> zur ganzen Rezension)-

Eine Präsentation hätte es auch bei uns im Café Anno geben sollen – als kleinen Ersatz kann man sich die Online-Lesung der Autorin (in Begleitung von Ronny Taut am Akkordeon) auf der Bühne der Kieler Nachrichten ansehen.

Alle Infos zu Franziska Füchsels Debüt, das von Wanderschaften durch wunderliche Landstriche erzählt, in denen eine Scheuche, eine Wache und eine Lumpensammlerin tagwandeln, findet ihr auf der Seite des Ritter Verlages


MUSIK

Für alle Fans der Dialektliteratur und -musik haben wir wieder eine Neuerscheinung, die wir euch unbedingt ans Herz legen möchten: Sigrid Horns Album I BLEIB DO ist seit 13.3. im Handel erhältlich. Katherina Braschel hat es sich angehört und schreibt:

In einem Lied wird gefragt, ob man sich wiedersehen will. Zu „i bleib do“ kann man darauf nur BITTE JO antworten, auch diese Platte von vorne starten und sich langsam den Spätnachmittags-Spritzer einschenken. (Die Rezension erscheint im Juni im „Morgenschtean“.)


Schaut und hört euch Franziska Füchsel und Sigrid Horn an – natürlich sind Videos kein Ersatz fürs Live-Erlebnis, aber sie stillen den schlimmsten Hunger doch ganz gut.

Wir wünschen euch weiterhin alles Liebe, bis zum nächsten Mal!

Euer ALSO-/ADIDO-/&Radieschen-Team