Lesung am 12. und 15. September

Lesung am Donnerstag 12. September

auftauchen – Neue Literatur aus Niederösterreich

Harald Jöllinger, Daniela Dangl und Martin Peichl

Die drei AutorInnen der unlängst erschienenen Anthologie „auftauchen“, die am häufigsten in der Literaturzeitschrift DUM vertreten waren, stellen diese Anthologie erstmals in Wien vor.

Der vorliegende Band kredenzt zehn Sichtweisen zum Thema „Stadt – Land“, Beiträge, die allesamt versuchen, die Diskrepanz zwischen Stadtleben und Landleben zu beleuchten. Diese neue Anthologie der Literaturedition NÖ bittet sechs Autorinnen und vier Autoren aus Niederösterreich vor den Vorhang, die sich intensiv mit der thematischen Vorgabe auseinandergesetzt haben. Die meisten der zehn neuen literarischen Stimmen hatten bislang hauptsächlich Publikationen in Literaturzeitschriften, für sie ist diese Anthologie der erste Abdruck eines Textes zwischen zwei Buchdeckeln. Vielleicht der Beginn einer literarischen Karriere?

Die bekannte Romanautorin Eva Rossmann hat sich in ihrem einleitenden Text höchst amüsant und ehrlich an ihre literarischen Anfänge zurückerinnert und für diesen Band auch Textbeispiele von damals zukommen zu lassen.

Die Fotokünstlerin Eva Kern hat sich mit allen im Buch vertretenen Autorinnen und Autoren an kongenialen Orten getroffen, um die Textschaffenden dadurch in eine besondere Beziehung zu ihrem Beitrag zu rücken.

auftauchen – Neue Literatur aus Niederösterreich. Hrsg. Wolfgang Kühn. Mit Beiträgen von Katharina Brunner, Daniela Dangl, Simon Doujak, Harald Jöllinger, Eva Lugbauer, Philipp Nolz, Hannah Oppolzer, Martin Peichl, Susanne Sophie Schmalwieser und Susanne Weigersdorfer. Literaturedition Niederösterreich. 2019.

www.literaturedition-noe.at

ES LESEN:

Harald Jöllinger, geboren 1973 in Mödling; lebt in Maria Enzersdorf, schreibt Nonsens, schwarzhumorige Lyrik und Kurzprosa. Teilnehmer der Celler Schule 2007 und Gewinner des Irseer Pegasus 2013. Absolvent der Leondinger Akademie für Literatur 2016. Publikumspreis bei der Nacht der schlechten Texte in Villach 2016. Im Frühjahr 2019 erschien der Erzählband „Marillen und Sauerkraut“ bei Kremayr & Scheriau.

Daniela Dangl, geboren 1974 im Waldviertel und dort aufgewachsen, in Wien das Germanistik- und Geschichtestudium absolviert, aufs Land nach Waidhofen / Thaya zurückgekehrt, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt und an einer humanberuflichen Schule in Horn unterrichtet. Zahlreiche Veröffentlichungen in „DUM – Das Ultimative Magazin“.

Martin Peichl, geboren 1983 im Waldviertel. Wiener Literaturstipendium 2019, Hans-Weigel-Literaturstipendium 2018, Villacher Literaturpreis 2018, Forum Land Literaturpreis 2018, dritter Platz beim FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb „Wortlaut“ 2017. Veranstalter der Lesereihe „In einer komplizierten Beziehung mit Österreich“. Verwendet Twitter als Notizbuch (@Untergeher83) und schreibt Gedichte auf Bierdeckel. Sein erster Roman „Wie man Dinge repariert“ erschien im Frühjahr 2019 in der Edition Atelier.

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

basis_kulur_wien


Lesung am Sonntag 15. September

ticket to the moon

Raoul Eisele

ticket to the moon

wir pumpen uns die Lunge voll mit Sauerstoff / rauen uns am Mondgestein /

und auf der Türmatte / der Mond / dieses Geschenk zu deinen Füßen /

Laika / sie hatte ihn für dich geholt.

Mit ticket to the moon entstand eine Kurzgeschichte, die sich um Fluchtstationen, Sehnsuchtsorte und die Mondlandung der Apollo-11 dreht. Dabei wird ein geschichtlicher Abriss jener Zeit mithineinwebt, bei der Schieflagen eine ebenso große Rolle spielen, wie das Träumerische. Also irgendwo zwischen Woodstock und Vietnam Einordnung findet.

Mit den poetischen Einsprengseln, die die Sprache von der Erde abzuheben vermag bzw. sie dorthin wieder zurückzuführen weiß, werden sternschnuppenhaft, Momente erschaffen, die die Figuren aus ihrer Beengtheit lösen, die sie aus der Geschichte befreien und kurzzeitig Schieflagen glätten.

Als Rahmung des Abends dienen Gedichte.

Raoul Eisele, geb. 1991, lebt in Wien und arbeitet aktuell als Regieassistent und Dramaturg. 2019 war er Finalist des Literaturpreises Prenzlauer Berg, wird Ende September im Finale um den Wiener Werkstattpreis (Sonderpreis) lese und ist Preisträger des Lyrikwettbewerbs der Lecher Literaturtage. Mit seiner Anti-Heimat-Performance „und hielt ich mir die Sonne, sie hieße Marguerite“ war er dieses Jahr erneut beim Urkult-Festival in Ritten vertreten und durfte auch Teil der Anthologie „wo waren wir? ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik“ sein.

2017 gab er mit seinem Lyrikband „morgen glätten wir träume“ sein Debüt.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

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