Lesung am 3. und 6. Oktober

Lesung am Donnerstag 3. Oktober

Willkommen in der Post-Post-Apokalypse

Benjamin Schmalhart

„May you be cursed to live in interesting times.“, sagt ein Spruch von jemandem, der damit eigentlich nur die österreichische Politik dieser Tage meinen konnte. Ja, es ist wieder so weit. Abermals durften wir unseren Schlächter wieder selbst wählen. Als radikaler Masochist widmet sich Benjamin Schmalhart einer Wahlanalyse, um das Publikum zu trösten/bespaßen/foltern und um Peter Filzmaier ein Aneurysma zu ersparen.

Benjamin Schmalhart, Biographie:

Geboren im Linz, des Jahres 1991, schreibt Benjamin Schmalhart als Benji satirische, meist zynische und etwas bescheuerte Texte für die Bühne und anscheinend auch für Slam Anthologien. Slam Poet, Moderator und Veranstalter sind nur drei der Wörter, die man noch am Ehesten mit ihm assoziiert.

Guter Langläufer.

 

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 6. Oktober

Die drittstärkste mongolische Partei (und andere Wege die Welt zu beenden)

Elias Hirschl

Elias Hirschl liest aus unveröffentlichten Texten, Kurzgeschichten und intermedialen Experimenten.

Ein Künstlerpaar, das danach trachtet, die Sprache zu vernichten, der weltbeste Musiker der nie ein Stück geschrieben hat, eine schweigende Sekte, die die Struktur des Universums auflösen will, eine weitere, die die Welt einfach nur in Flammen sehen möchte, das parlamentarische Parteiensystem eines nordasiatischen Flächenstaates, sowie die magistrativ angeordnete quantitative Analyse der emotional bedeutsamen Hinterlassenschaften einer Autorin die den Flammen zum Opfer fiel.

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren, ist Autor, Slam Poet und Musiker.
2014 wurde er Österreichischer Meister im Poetry Slam. Zuletzt erschienen der Roman „Hundert schwarze Nähmaschinen“ (Jung und Jung) und die Kurztexte-Sammlung „Glückliche Schweine im freien Fall“ (Lektora-Verlag).

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

 

Lesung am 26. und 29. September

Lesung am Donnerstag 26. September

24 Stunden und mehr

Reinhart Sellner


Liederlich-bluesiges im Anno mit

Reinhart Sellner, Jg. 1947 Liedermacher aus Wien:

1965-71 Lehramtsstudent an der Uni und Eisenbieger am Bau in Salzburg
und angrenzenden Bundesländern
1971-2012 Lehrer an einer Wiener AHS und in den 70er/80ern auch an einer Hauptschule (Gesamtschulversuch),
Personalvertreter und parteiunabhängiger Gewerkschafter in der GÖD
1976 erste Liedermacherauftritte bei linken StudentInnenfesten, in der ARENA, in Kulturinitiativen, Slowenen-Solidarität und Friedensbewegung, aktiv bei Donnerstags- und anderen Demos, in vor-CD-Zeiten 3 EXTRAPLATTEN (Halten verboten, Dankeschön, Des waa scho wos), seit 2016 wieder als Liedermacher unterwegs, solo und gemeinsam mit dem Blues-Gitarristen Timo Brunnbauer reinhart.sellner@gmx.at

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 29. September

DUM & Radieschen Präsentation

Die neue Ausgabe #51 Räuber und Gendarm &Radieschen präsentieren: Regina Appel, Andi Pianka, Barbara Rieger und Hanna Reiner.

Das Ultimative Magazin DUM Nr. 91 wird präsentiert von Georg Großmann, Petra Schwiglhofer, Christine Steindorfer und Elke Steiner.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Bezirkswappen Josefstadt

 

Lesung am 19. und 22. September

Lesung am Donnerstag 19. September

Schee hada grde

Dietmar Koshier, Harald Pesata & Roland Kadan

Sarkastische Einzeiler, Wortwitz aus Beruf & Alltag, biblische Gschichtln von dreien, die reden und schreiben wie der Schnabel gewachsen ist.

Roland Kadan:

Roland Kadan wurde 1961 in Wien geboren und wuchs in Wien-Währing auf. Er unterrichtet seit den 1980er-Jahren Latein und Evangelische Religion und ist daneben (als externer Lehrender) an der Universität Wien, in der Lehrer/innen-Fortbildung sowie als Autor tätig. 2008 erschien sein Latein-Liederbuch Cantare necesse est, 2017 Da David und sei Pantscherl. Altes Testament auf Wienerisch I. Er lebt in Wien-Hütteldorf.

Harald Pesata:

1966 in Wien geboren. Zahlreiche Tätigkeiten, wie: Zeitsoldat, Kellner, Koch, Bühnenarbeiter an der Wiener Staatsoper, Vertreter, Bauarbeiter, Berufskraftfahrer, Verkaufsfahrer, Schwertransport, Möbelpacker, Klavierträger, Gastronom, Event-Organisator, jetzt im Sicherheitsdienst und freier Schriftsteller. 2006 erste Lesung eigener Texte. Seitdem zahlreiche weitere Lesungen im gesamten deutschen Sprachraum bis zum heutigen Tage. Mundart und Dialekt sind ihm dabei ein besonderes Anliegen.

Dietmar Koschier:

1976 in NÖ geboren. Seit 10 Jahren in Wien wohnhaft. Scheut „richtige“ Arbeit wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb als freier Schriftsteller Prosa, Lyrik und fallweise Dramatik.

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag 22. September

Immer ist alles beziehungsweise

Daniela Dangl

DANIELA DANGL (1974) verbringt eine 0815-Kindheit im Waldviertel, wo nie etwas passiert und trotzdem die Zeit vergeht. In ihren Texten wird die Vergangenheit abgeklopft und mit dem Heute in Verbindung gesetzt. In Rückblenden ist die Sprachlosigkeit der Figuren hörbar, die 80er-Jahre-Cornetto-Sommer erleben, Klarinette spielen oder mit zu kurzen Beinen Traktor fahren – alles immer mit den Marionettenfäden der katholischen Kirche im Genick. Nostalgie bleibt Schattierung, die Gegenwart stellt ihre eigenen Fragen: Worüber redet die Heimat und was verschweigt sie?
Daniela Dangl, 1974 im Waldviertel (NÖ) geboren und aufgewachsen, in Wien das Germanistik- und Geschichtestudium absolviert, aufs Land heimgekehrt, um die beiden Söhne dort großwerden zu lassen.
Seit der Rückkehr in ihre Geburtsstadt unterrichtet sie an diversen Schulen, zuletzt an der HLW/FW in Horn. Gemeinsam mit ihrem Mann und dem jüngeren Sohn lebt und schreibt sie in Waidhofen/Thaya, flieht jedoch tageweise nach Wien.
D. Dangl fokussiert in ihren Texten Beziehungen und zeigt das Schweigen der Heimat in Gegenwart und Vergangenheit.
Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien.

 

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesung am 12. und 15. September

Lesung am Donnerstag 12. September

auftauchen – Neue Literatur aus Niederösterreich

Harald Jöllinger, Daniela Dangl und Martin Peichl

Die drei AutorInnen der unlängst erschienenen Anthologie „auftauchen“, die am häufigsten in der Literaturzeitschrift DUM vertreten waren, stellen diese Anthologie erstmals in Wien vor.

Der vorliegende Band kredenzt zehn Sichtweisen zum Thema „Stadt – Land“, Beiträge, die allesamt versuchen, die Diskrepanz zwischen Stadtleben und Landleben zu beleuchten. Diese neue Anthologie der Literaturedition NÖ bittet sechs Autorinnen und vier Autoren aus Niederösterreich vor den Vorhang, die sich intensiv mit der thematischen Vorgabe auseinandergesetzt haben. Die meisten der zehn neuen literarischen Stimmen hatten bislang hauptsächlich Publikationen in Literaturzeitschriften, für sie ist diese Anthologie der erste Abdruck eines Textes zwischen zwei Buchdeckeln. Vielleicht der Beginn einer literarischen Karriere?

Die bekannte Romanautorin Eva Rossmann hat sich in ihrem einleitenden Text höchst amüsant und ehrlich an ihre literarischen Anfänge zurückerinnert und für diesen Band auch Textbeispiele von damals zukommen zu lassen.

Die Fotokünstlerin Eva Kern hat sich mit allen im Buch vertretenen Autorinnen und Autoren an kongenialen Orten getroffen, um die Textschaffenden dadurch in eine besondere Beziehung zu ihrem Beitrag zu rücken.

auftauchen – Neue Literatur aus Niederösterreich. Hrsg. Wolfgang Kühn. Mit Beiträgen von Katharina Brunner, Daniela Dangl, Simon Doujak, Harald Jöllinger, Eva Lugbauer, Philipp Nolz, Hannah Oppolzer, Martin Peichl, Susanne Sophie Schmalwieser und Susanne Weigersdorfer. Literaturedition Niederösterreich. 2019.

www.literaturedition-noe.at

ES LESEN:

Harald Jöllinger, geboren 1973 in Mödling; lebt in Maria Enzersdorf, schreibt Nonsens, schwarzhumorige Lyrik und Kurzprosa. Teilnehmer der Celler Schule 2007 und Gewinner des Irseer Pegasus 2013. Absolvent der Leondinger Akademie für Literatur 2016. Publikumspreis bei der Nacht der schlechten Texte in Villach 2016. Im Frühjahr 2019 erschien der Erzählband „Marillen und Sauerkraut“ bei Kremayr & Scheriau.

Daniela Dangl, geboren 1974 im Waldviertel und dort aufgewachsen, in Wien das Germanistik- und Geschichtestudium absolviert, aufs Land nach Waidhofen / Thaya zurückgekehrt, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt und an einer humanberuflichen Schule in Horn unterrichtet. Zahlreiche Veröffentlichungen in „DUM – Das Ultimative Magazin“.

Martin Peichl, geboren 1983 im Waldviertel. Wiener Literaturstipendium 2019, Hans-Weigel-Literaturstipendium 2018, Villacher Literaturpreis 2018, Forum Land Literaturpreis 2018, dritter Platz beim FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb „Wortlaut“ 2017. Veranstalter der Lesereihe „In einer komplizierten Beziehung mit Österreich“. Verwendet Twitter als Notizbuch (@Untergeher83) und schreibt Gedichte auf Bierdeckel. Sein erster Roman „Wie man Dinge repariert“ erschien im Frühjahr 2019 in der Edition Atelier.

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am Sonntag 15. September

ticket to the moon

Raoul Eisele

ticket to the moon

wir pumpen uns die Lunge voll mit Sauerstoff / rauen uns am Mondgestein /

und auf der Türmatte / der Mond / dieses Geschenk zu deinen Füßen /

Laika / sie hatte ihn für dich geholt.

Mit ticket to the moon entstand eine Kurzgeschichte, die sich um Fluchtstationen, Sehnsuchtsorte und die Mondlandung der Apollo-11 dreht. Dabei wird ein geschichtlicher Abriss jener Zeit mithineinwebt, bei der Schieflagen eine ebenso große Rolle spielen, wie das Träumerische. Also irgendwo zwischen Woodstock und Vietnam Einordnung findet.

Mit den poetischen Einsprengseln, die die Sprache von der Erde abzuheben vermag bzw. sie dorthin wieder zurückzuführen weiß, werden sternschnuppenhaft, Momente erschaffen, die die Figuren aus ihrer Beengtheit lösen, die sie aus der Geschichte befreien und kurzzeitig Schieflagen glätten.

Als Rahmung des Abends dienen Gedichte.

Raoul Eisele, geb. 1991, lebt in Wien und arbeitet aktuell als Regieassistent und Dramaturg. 2019 war er Finalist des Literaturpreises Prenzlauer Berg, wird Ende September im Finale um den Wiener Werkstattpreis (Sonderpreis) lese und ist Preisträger des Lyrikwettbewerbs der Lecher Literaturtage. Mit seiner Anti-Heimat-Performance „und hielt ich mir die Sonne, sie hieße Marguerite“ war er dieses Jahr erneut beim Urkult-Festival in Ritten vertreten und durfte auch Teil der Anthologie „wo waren wir? ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik“ sein.

2017 gab er mit seinem Lyrikband „morgen glätten wir träume“ sein Debüt.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am 5. und 8. September

Lesung am Donnerstag 5. September

Litaratuagrestl

Hans Christ

Hans Christ: 1958 in Wien geboren, Bundesheer, Veterinärmedizin-Studium, Tierarzt an der Besamungsanstlt Gleisdorf, danach Geflügeltierarzt, seit 1990 Praxis in Salzburg / Pongau

Bisherige Publikationen:  Mit der Kuh auf Du, Die Pfoten hoch, Da lachen die Hühner, Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd, Reichlich belämmert, Sterben auf eigene Gefah, Wean- siass-schoaff, Mörderkirtag, Sonnwendfeuer, Der handkolorierte Guckkasten

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

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Lesung am Sonntag 8. September

Den Körper schreiben die Gedichte, Manuskript.

Julia D. Krammer

Fast alles kann Grenzen machen im Raum:

Die Umstände. Der Körper. Die falsche Zeit am falschen Ort. Die Zuversicht. Der fehlende Glaube. Der richtige Abstand. Das Geschrei von Kindern, drüben auf dem Spielplatz. Die Wäsche an der Leine, die im Wind wie Flügelschläge aufflattert. Der letzte Sonnenstrahl.

Der Raum kann sich ausdehnen.

Der Raum kann sich zusammenziehen.

Wenn der Körper ankommt, endet der Raum.

Julia D. Krammer ist österreichische Schriftstellerin, Sprecherin und Trainerin. Die 1985 geborene Wienerin wuchs im Waldviertel auf, ihre Studien führten sie jedoch wieder zurück in Österreichs Hauptstadt, wo sie seit etlichen Jahren lebt und arbeitet.

2019 erhielt sie das Startstipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes für ihr Roman-Manuskript zu ihrem zweiten Roman (Arbeitstitel: Den Körper schreiben die Gedichte), an dem sie gerade arbeitet. Mit demselben Manuskript wurde sie im Sommersemester 2019 an der FU Berlin ins Mentor*innenprogramm mit Clemens J. Setz aufgenommen (Poetik-Vorlesung der Stiftung Preußische Seehandlung im Rahmen des Berliner Literaturpreises an Clemens J. Setz).

Ihre Kurzgeschichten erschienen in Anthologien (Fluchtraum, Edition FZA 2015; Dionysische Nächte, Hrsg. JungWien14, 2017; Nichts.Konsens, edition fabrik.transit 2018, harn&dang, Hrsg. Stefanie Post und Hoa Luo, edition fabrik.tranansit 2019), in einem Kunstsammelband, den sie auch selbst illustrierte (Lokalkolorit, 2017) sowie auf der StoryApp des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs (Short List 2017), außerdem verfasste sie das Drehbuch für ein Kindermusical (Premiere: August 2018). Julia kuratiert die wöchentlich stattfindende, förderungsfinanzierte Lesereihe „Buch im Beisl“ (www.buchimbeisl.at) und ist Stv. Vorständin des gleichnamigen Vereins.

www.wortklang.at

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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