Lesungen am 25. und 28. Februar

Lesung am Dialekt Donnerstag, 25. 02. 2016

Stefan Lotter

Untergrundlos Vernarrt

„Jeder kennt’s; jeder benutzt’s; foat in da anen oda aundan Oat und Weise auf sie o. A Netz aus Tunn’ln, Schienan und willkürlich g’setztn Verbindungen durchziacht a Stodt, de den Protagonistn sei’ Leb’n laung begleitet; sei Leb’n, wo die Endstation jetz’ vor seine Aug’n auftaucht. A letztes Remis, bevoa die Strecknliachta dunk’l werd’n, a Rückblick auf a Foat, wo si’ die Stationen tiafa einbraunt hom, ais eam des währenddessen jemois aufgfoin warat.“

http://www.stefanlotter.at

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag, 28. 02.2016

Verena Stauffer

Feld

Der Abend soll den Titel „Feld“ tragen, denn einerseits ist ein Feld ein Ort, der unendlich viele Freiheitsgrade bietet, weil er unendlich viele Freiheitsgrade besitzt und andererseits ist es ein Bereich, der, innerhalb seiner Koordinaten von Raum und Zeit, Energie auf Körper überträgt, egal von welchem Punkt aus. Auf einem Feld kann alles entstehen, oder nichts, an alles gedacht werden, oder an nichts. Damit möchte ich rechtfertigen, alles zu lesen, oder nichts. Ich möchte den Abend der Lesung meinem am 16. Jänner verstorbenen Freund Johnny Quarantäne widmen, der bei meiner letzten Lesung im Café Anno anwesend war und sich danach nicht beschwert hat, mit mir beim Tischfußball pausenlos gegen junge, wunderbare und berühmte Autoren zu verlieren. Nach der Lesung gibt es also demnach die Möglichkeit Tischfußball zu spielen, auch das hat wiederum mit einem Feld zu tun und so schließt sich der Kreis.

Verena Stauffer, geboren am 8. Februar 1978 in Oberösterreich aufgewachsen in Molln Studium der Philosophie an der Universität Wien 2015/2016 Projektstipendium für Literatur des BMUKK 2015 Rotahorn Literaturpreis Eigenständige Publikation: September 2014: Zitronen der Macht (hochroth Verlag, Wien)

Am Sonntag, 20:00 im Cafe Anno!

 

 

Lesungen am 18. und 21. Februar

Lesung am Donnerstag, 18. Februar 2016

Hirschl und Benji

Zwei feiste Arschkrapfen gegen den Pazifismus

Elias Hirschl und Benjamin Schmalhart sind zwei Arschkrapfen. Und feiste noch dazu. Sie lernten sich im Suff kennen und lieben, und nach einer aus dem Ruder gelaufenen Diskussion über die richtige Auslegung von Wittgensteins Tractatus, sowie was eigentlich ein Iltis ist, lernten sich die beiden auch hassen.
Nun haben sie ihre Liebe und ihren Hass über ein Jahr Lang in einem nicht enden wollenden Briefwechsel gesammelt und erklären darin ganz nebenbei auch wichtige Fragen des Lebens, wie etwa: Ist das Leben in der Tundra härter als das Leben in der Gebärmutter? Was sind die Top 10 der ungewöhnlichsten Aufbewahrungsorte für eine Banane? Wäre Benji der bessere Hitler gewesen? IST Benji Hitler? Und wo liegt eigentlich Mexiko?
Hirschl und Benji gehen all diesen Fragen und noch mehr auf den Grund. Denn sie sind zwei Arschkrapfen und feiste noch dazu. Alles was Sie niemals über fehlgeschlagene Erziehung wissen wollten manifestiert sich an diesem Abend in zwei kranken Gehirnen!
(Bei kollektivem Wunsch wird stattdessen auch gerne aus Thomas Bernhards „Gehen“ und Wittgensteins „Über Gewissheit“ gelesen.)”

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!

 


Lesung am Sonntag, 21. Februar 2016

Stefan-Manuel Eggenweber

Sympathy for Tragedy

Bei Fragen zu seiner Zukunft fing er bitterlich zu weinen an.

Lesungsworte: Unter deinen Freund_innen, zuhause, auf der Straße, im Markler_innenbusiness, am anderen Ende der Welt, in deiner Familie, in deine(r)_n Beziehung(en), im Auto, im Spital, im provisorischen Operationssaal, in der Fabrik, in dir selbst, im Badezimmer, in der neuen Wohnung deine(s)r (ex)freund(in), in der alten Wohnung in der ihr zusammen den größten Teil eures Lebens verbracht habt, in verfallenden leer stehenden Wohnanlagen in Spanien, an dem Ort an den eigentlich niemand sonst kommen sollte und dann doch kommt, überall sonst, ect. … überall Tragödie.

Stefan-Manuel Eggenweber, geboren am 16.9.1992, ist die tragischste Persönlichkeit auf diesem einsamen Planeten jede weitere Information über sein dramatisches Leben, vor allem die drastische Vergangenheit, von der ausweglosen gegenwärtigen Situation ganz zu schweigen, ist zu traurig, herzzerreißend, niederschmetternd und aufwühlend um darüber zu berichten.

Am Sonntag, 2o:oo im Cafe Anno!

 

 

Lesungen am 11. und 14. Februar

Lesung am 11. Februar 2016: Maximilian Brustbauer

Geschichten, die so besser erfunden sind.

Die Kurzgeschichten spielen in einem Leben, das dem eigenen ähnlich ist, aber so dann doch nicht passiert sind, was auch besser ist, aber auch schade, und dann wieder auch, weil sie erzählt werden, ja doch wieder passiert sind, zum Glück, weil wenn sie nicht erzählt werden würden, sie ja wirklich so nicht passiert wären. Unterm Strich bleiben Geschichten, die sich zu einer großen ganzen Erzählung fügen.
1986 in Krems geboren. Studium der Germanistik und Geschichte in Wien mit Studienaufenthalten in Amsterdam und Santiago de Compostella. Zum Schreiben über ‚„Die Presse“ und „taz“ gekommen, danach freischreibend. Seit 2013 die Episodenreportagen „querstadt“ produzierend. Unterrichtet an einem Gymnasium in Wien.

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!


Lesung am 14. Februar 2016: Anna-Sophie Fritz

Aus der Bahn

[leichtes Unwohlsein am Valentinstag]

Der Blick durch das Kaleidoskop schärft die Wahrnehmung für Wirklichkeiten: mehrere kleine Albträume und dann ein großer.

Löcher in Denklücken reißen, schauen was dazwischen noch Platz hat, sich auf den Weg machen, im Absurden Platz nehmen.

Gelesen werden Auszüge aus dem Prosa Projekt Kaleidoskop und das Stück Bahn Fahren.

Anna-Sophie Fritz studierte Schauspiel am Mozarteum Salzburg, war im Studio des Stadtheaters Chemnitz und als Gast am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert. Seit 2014 studiert sie Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst und erarbeitet freie Theaterprojekte u.a mit dem Verein Enhorn Produktionen in Wien oder als Workshopleiterin mit Jugendlichen am Peacecamp in Lackenhof/ Ötscher.

Mit ihr gemeinsam lesen: Nora Jacobs, Felix Krauss, Christian Müller, Lena Westphal, Johanna Wolff.

Am Sonntag, 20:00 im Cafe Anno!


 

Lesungen am 4. und 7. Februar

Lesung mit Musik am Dialekt Donnerstag, 4. Februar

Dieter Berdel & Ingomar Kmentt
„Vom River Tweed an den Donaustrand“

Romantische und freche Gedichte & Lieder des schottischen Landespoeten und Barden Robert Burns (1759 – 1796) im Wiener Dialekt.

Dieter Berdel, geb. 1939, absolvierte die Meisterklasse für Industrie-Design an der Angewandten und ist Mitbegründer des Instituts für Soziales Design. Während des Studiums erste Gedichtveröffentlichungen, das erste Buch erschien 1995 im Salzburger Residenz Verlag. Seit vielen Jahren überträgt er Texte von Robert Burns aus dem Schottischen in den Wiener Dialekt. Zuletzt erschienen: „O, my luve’s … wia a rosn rod“ und „Here’s a bottle … und a glassa freind“ (Edition Roesner, 2013 bzw. 2015).

Ingomar Kmentt, geb. 1945, schon als Kind auffällig, weil er so gern pfeift und singt, studiert aber dann doch an der Angewandten Innenarchitektur und arbeitet 25 Jahre freischaffend auch als Journalist. Danach wieder zurück bei der Musik, singt seither vom Leben und lebt vom Singen, und schreibt Parodien in Weanarisch, das verbindet die Sudienkollegen von einst. Burns-Lieder wollen gesungen werden .

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag,  7. Februar

Alfred Meyer

sowohl als auch. insphäroid

kein auftrag aus der vergangenheit, keine arbeit, keine ausbildung – keine einbildung, keinerlei funktion.
so habe ich die chance nicht nur als schmarotzer abgewertet zu werden, sondern auch eine position inne, aus der ich unvoreingenommen, neugierig, verständnisbereit und gewillt sein kann, differenziert probleme und deren ursachen zu erkennen.

jede mir bekannte alternative birgt es in sich, teil des zu verbessernen systems, und damit problemerhaltend zu sein.
ich gehe davon aus, daß auch bei dieser lesung, die verbindende und heilende kraft der poesie wirkt

 Am Sonntag, 20:00 im Cafe Anno!