Lesungen am Donnerstag, 14. und Sonntag 17. Mai 2015

Lesung am Dialekt Donnerstag, 14. Mai 2015

Elias Hirschl

Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss

„Als Simon Gruber einsah, dass es ihn nicht gab, begann er zu weinen.“

Elias Hirschl spielt in seinem raffinierten Debütroman mit den Erzählebenen, der Autor und Protagonist in seinem Roman interagiert mit den von ihm erschaffenen Figuren – und bald agiert hier jeder mit jedem. Gott ist schon lange tot, nun soll auch noch der Autor dran glauben!Simon Gruber schreibt an einem Roman über eine Dorfgemeinschaft. Eines der Dorfmitglieder, der alte Stieber, soll am Ende der Romanhandlung an einem Herzinfarkt sterben. Die Dorfgemeinschaft trauert und … ist mit dem traurigen Ende der Geschichte sehr unzufrieden. Die Figuren des Romans rebellieren, einige verdächtigen Simon, den alten Stieber selbst umgebracht zu haben, sogar ein Detektiv wird engagiert, um Simon der Tat zu überführen. Und während dieser immer mehr an seinen schriftstellerischen Fähigkeiten zweifelt, zweifeln die anderen schon generell an seiner Existenz. Gott, also der Autor, soll vom Thron gestoßen werden!

Mit diesem hochkomischen erzählerischen Bravourstück legt Hirschl einen beachtlichen Debütroman vor, der den Leser von Anfang bis Ende mitreißt.

Kein Stein bleibt auf dem anderen – ein Buch, bei dem Flann O’Brien vor Freude in die Hände klatschen würde.

„Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss“ ist ein hemmungsloser Spaß, dass es eine Freude ist.
Gerald Lind, literaturhaus.at

Gekonnter Fun für Fans von Narrenschiff und Metalepse.
Hermann Barth, InMünchen 07/2015

Insgesamt ist Elias Hirschl mit „Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss“ ein bizarres, sprachlich hochinteressantes und zugleich ironisches Erzählkunststück gelungen.
Michael Stauner, myheimat.de

Elias Hirschl *1994 in Wien, Poetry Slammer, Schriftsteller und Musiker. Slamtexte und Kurzgeschichten erschienen in Augustin, & Radieschen, DUM, Dichtungsring, den Lichtungen und diversen Slam-Anthologien. Österreichischer Meister im Poetry Slam 2014 sowie U20-Meister 2012. 2011 und 2012 Finalist beim FM4-Protestsongcontest mit Band hirschl (2012 erschien das Debüt-Album “Alles ist okay”).

Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag, 17. Mai 2015

Tagesteller

Bernd Remsing

Ein steirisches Dialekt-Dramolett zur letzten EU-Wahl („Ausschlag in Mürzzuschlag“)

Zwei nahe an der Alltagssprache dahinschrammende Kurzgeschichten über geschleuderte Laptops und Hühner und die daraus resultierenden Traumata der bisher besten Generation nach dem Wirtschaftswunder („Wiener Idiom“ und „Geschenktes Huhn“).

Und falls es sich noch ausgeht, ein zwei maritime Gebrauchsgedichte („Rotes Meer“, „Wiener Hafen“).

Bernd Remsing
Geb. 1972, Linz, Studium der Germanistik und Geschichte. Lebt studiert und arbeitet in Wien. Lesungen, Führungen, Regiearbeiten, Schreiben, Rauchen, Radfahren. Schreibt hauptsächlich Alltagsnotizen und Gebrauchslyrik. Aus Notizbearbeitungen werden manchmal größere Textpolaroids (gerahmte Momentaufnahmen, mit unscharfem Hintergrund).

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!

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