Lesungen am Donnerstag, 23. 10 und Sonntag, 26. 10

Lesung am Dialekt-Donnerstag, 23. 10

EDIN RAHMANOVIC alias „Dino Trener“

Geboren 1973 in Tomislavgrad – Bosnien (damaliges Jugoslawien);

mit 18 Jahren als Kriegsflüchtling nach Österreich gekommen;

gelernter Kellner und Fußballtrainer;

verheiratet und Vater von drei Söhnen,

 

..ist sozial- und politisch kritisch, Gedichte durch Rap und Rezitation;

..mit Ironie, Argumenten und Wut im Bauch

…Rap und Reime als Ausdruck von Widerstand und Gegenwehr zur medialen und politischen Propaganda.

 

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!


 

Lesung am Sonntag, 26. 10

Alte Kämpfer

Dessislav Pajakoff

Es geht um den Roland. Den Roland der in einer Zeit lebt, in der alte Männer vom Krieg erzählen und diese Geschichten Folgen haben.“

Dessislaw Pajakoff geboren 1967 in Wien.
Tätigkeit als Autor für Radio Wien Ö3,
War Kabarettist bei der Gruppe die Ratten und mit zwei Soloprogrammen.
Er ist allerdings auch bei Microsoft tätig gewesen.

Eine kurze Leseprobe:

Wirklich angefangen hat die Geschichte damit, dass der Großvater vom Roland sich mehrere Tage nicht hat blicken lassen.
Bei anderen Leuten hätte man schon viel schneller nachgesehen, aber der Opa vom Roland war eine derartige Nervensäge, dass man froh war, wenn er mal weggeblieben ist.
Irgendwann hat halt die Mutter den Roland gefragt, ob er nicht nachsehen könnte „weil du mit dem Opa so gut kannst“. Der Witz an der ganzen Sache: Die Eltern vom Roland und sein Opa haben im selben Haus gelebt. Die Eltern im Erdgeschoß, der Opa im ersten Stock. Das spricht doch Bände, dass der Roland quer durch die ganze Stadt fahren hat müssen, um nachzusehen was ein Stockwerk höher los war. Naja wenn die Mutter „fragt“, hat der Roland nichts ausrichten können. Also hat er irgendwas genuschelt und sich auf den Weg gemacht.
Auf den Stiegen zur Wohnung, hat er an die Geschichten von alten Leuten denken müssen, die erst Wochen später tot in ihrem Wohnzimmern gefunden werden. Aber gerade als er schon in der Opa Wohnung gestanden ist und vor lauter Widerwillen immer langsamer geworden ist und seine Hand so gar nicht an die Klinke (Österr. Schnalle) zum Schlafzimmer gewollt hat, hat er ein deutliches Stöhnen gehört.
Und was war? Der Großvater ist käseweiß und zitternd im Bett gelegen. Das wird eine Grippe sein, hat sich der Roland gedacht. Aber dann hat er gemerkt, dass es doch ernster ist und hat mehr zu sich selbst so was gesagt wie „Ich ruf die Rettung“
Und da hat’s den Roland gerissen! Weil der Alte war plötzlich hellwach und hat so was geschrien wie „auf keinen Fall“ oder „Nie im Leben“.
Nach diesem Anfall ist der Alte aber voll weggesackt. Der Roland hat ein paar Mal tief durchatmen müssen, grad dass er sich nicht niedergesetzt hat und hat dann die Rettung gerufen (den Notruf gewählt). Eine halbe Stunde später hat ihn die Rettung von dem Alten erlöst.

 

Am Sonntag ab 20:00 im Cafe Anno!

 

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