Lesungen am Donnerstag, 27. März und Sonntag, 30. März

Lesung am Dialekt-Donnerstag:

WOS SI A VIECH SO DENKT

Wolfgang Kühn

Neues vom Waldviertler Mundart-Poeten Wolfgang Kühn. In seinem neuesten, mittlerweile dritten Band „Wos si a Viech so denkt“ nimmt der Texter der Formation „Zur Wachauerin“ nicht nur die Menschen des Waldviertels unter die Lupe (und mitunter auf die Schaufel), sondern gönnt sich auch Selbsterfahrungen in der unergründlich weiten Welt der Tiere.

Seine Miniaturen findet er wie immer im Vorbeigehen auf der Straße, sei es in Gestalt eines Mausefalle klauenden (und das Buchcover zierenden) Katers, sei es in Form einer „arbeitsunfähigen“ Mischmaschine oder sei es dank einer defekten Leuchtreklame im fernen Portugal.

„Geschichten in wenigen Worten erzählen“ ist das Motto des Autors, da kann es schon mal passieren, dass die Überschrift länger gerät als die nachfolgenden Zeilen.

Wolfgang Kühn. Wos si a Viech so denkt. Stein Verlag. Bad Traunstein. 2014

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!

Lesung am Sonntag, 30. März

Präsentation des …&radieschen # 29 und des DUMs- Das ulimative Magazin #69

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Ruhm und Ehre oder doch eher Rum und Ähre? Ganz stolz und ehrenvoll präsentieren wir euch das neue …&radieschen, mittlerweile können wir uns mit 29 Ausgaben rühmen, also ehrt uns, oder wohl besser die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe, denen der Abend gehört und kommt zahlreich ins Anno! (Rum gibt es dort auf jeden Fall genug!)

Außerdem lesen für uns in alter Tradition an diesem Abend  auch die Autorinnen und Autoren des Ultimativen Magazins, kurz DUM. Die aktuelle Ausgabe trägt den Titel „Ratschlag“- darin finden sich Texte von väterlich bis fürchterlich, auf jeden Fall aber sehr ratschlägig.

Beide druckfrischen Literaturzeitschriften liegen bei uns zum Verkauf auf dem Büchertisch!

Am Sonntag, um  20:00 im Cafe Anno!

DUM 69 - COVER

 

 

 

 

Lesungen am Donnerstag, 20. März und Sonntag, 23. März

Lesung am Donnerstag, 20. März

„Michael Hess liest und bleibt im Eck“,

weil er sich dort so wohl fühlt. In seinem Lieblingseck befinden sich mundartliche Lyrik, Texte, Wortspielereien, Lieder und allerlei Nichteinordnungsbares – also allerhand Tschiritschari. Zur musikalischen Verstärkung wird seine Ukulele mitgebracht. Er hofft, dass er das Publikum zum Schmunzeln, Nachdenken und Mitwippen bringen und im Idealfall auch überraschen kann.

 

Michael Hess stammt aus dem Burgenland, aus Neusiedl am See um genauer zu sein, und ist Bibliothekar an der Burgenländischen Landesbibliothek, Historiker mit Veröffentlichungen zu zeitgeschichtlichen burgenländischen Themen und selbstständiger Werbetexter. 2010 erschien der Lyrikband „zu dicht“, im Sommer 2013 folgte „laut mal laut“, beide erschienen in der edition lex liszt 12.

Näheres unter www.hesstexter.at

Am Donnerstag, 20:00 im Cafe Anno!

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Lesung am Sonntag, 23.März 

 Front

Benjamin Schmalhart

 Seit Anbeginn der Zeit kämpft der Mensch gegen den alltäglichen Wahnsinn dieser Welt. Versucht ihm mit der Vortäuschung der Vernunft beizukommen, doch wohin das führt sieht man ja, wenn man nur das Rundfunkgerät einschaltet. Da fährt Benjamin Schmalhart eine andere Schiene: Wo die Vernunft versagt, kann getrost der Zynismus ausgepackt werden. Ein Abend über den Versuch sich über eine Welt lustig zu machen, die das selbst schon ganz gut beherrscht.
 
Benjamin Schmalhart ist ein echtes Stahlstadtkind, geboren vor mehr als 2 Dekaden in der Landeshauptstadt und trotzdem noch normal. Das muss man erst einmal nachmachen. Mitglied des Linzer Poetry Slam Vereins PostSkriptum und aktives Mitglied der österreichischen Slam Szene. Er schreibt Kurzgeschichten über aktuelle Geschehnisse oder auch Dinge die generell zu jeder Tageszeit nerven. Seine Werke sind um ihn zu zitieren: „Ein Manifest für jeden, der nicht sofort den Wunsch hat ein Reh mit einem Ziegelstein zu erschlagen, wenn er eines sieht – und es dann aber trotzdem tut“.
 
Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!
 

Lesungen am Donnerstag, 13. März und Sonntag, 16. März

Lesung am Dialekt-Donnerstag, 13. März

Christine Tippelreiter: Mostviertler Mundart

Leon Heidinger: Übersetzer der Texte v. Christine Tippelreiter

in Schottische Mundart u. eigene Texte:

Margit Exel: Irische Balladen

 

Eintritt: frei

 

Christine Tippelreiter: Sie liebt die sprachliche Vielfalt und Melodie ihrer Mundart

Leon Heidinger: Er stellt Ähnlichkeiten zwischen Mostviertler und Schottischer Mundart fest. Er ist in Schottland aufgewachsen.

Margit Exel: Ihr Herz schlägt für Irland und dessen wunderschöner Musik…

Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno! 

 

Lesung am Sonntag, 16. März: Aus der Zwickmühle

Matthias Kreitner liest Texte vom Problemfinden. Er setzt seine Figuren an Orte und beobachtet ihre Selbstverortung. Dass sie sich meist in Zwickmühlen wiederfinden, ist nicht Zufall, sondern fast schon Programm: „Stoße einen Menschen in den Abgrund und sieh ihm zu, wie er wieder herausklettert.“ Wenn dieser Abgrund der Alltag ist, ist der Aufstieg ein Spektakel fast therapeutischen Ausmaßes, denn die Krise ist universell und von außen schön anzuschauen.

Matthias G. Kreitner wurde 1992 geboren, besuchte in Wien die Schule und studiert nun ebenda Germanistik. Nach zwei produktiven Jahren auf einem Blog sind mehr und mehr seiner Texte auch auf Papier zu lesen. So veröffentlichte er bisher im piepmatz Verlag, in der Wiener Literaturzeitschrift „& Radieschen“ und ist im Jahrbuch der Brentano-Gesellschaft vertreten. Weiterhin gibt es regelmäßig Kurztexte im Internet unter www.erstgewesen.com.

Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

 

Lesungen am Donnerstag, 6. März und Sonntag, 9. März

Lesung am Dialekt-Donnerstag: Erwin R. 

 

 Mit seiner Gitarre in der Hand und seinem Herzen auf der Zunge bringt Erwin R. sein Publikum zum Lauschen, Nachdenken, Lachen und Tanzen. Er fesselt mit Dialekttexten, die unter die Haut gehen und Grooves, die jedes Tanzbein jucken. Egal, ob solo oder mit seiner „Bagage“, er verbindet Unterhaltsames mit Sozialkritischem ebenso wie Nachdenkliches mit Spaßigem.

Nach eineinhalb Dekaden Banderfahrung und hunderten Konzerten – u.a. mit Gruppen wie Jerx oder Klimmstein – hat sich Erwin R. seit Sommer 2010 dem „Ostriän Släng Reggae’n’Roll“ verschrieben. Seitdem hat er immer wieder für Aufmerksamkeit gesorgt – durch zwei Alben ebenso wie durch österreichweite Auftritte oder durch die Musik zum Kinofilm „Murtreiben“.

Auch sein Zusammentreffen mit der jamaikanischen Musiker-Community in Graz blieb nicht ohne Folgen: Mit der „Bagage“ formierte sich eine hochkarätige Konstellation, die die Lieder von Erwin R. in ein buntes Kleid aus Reggae, Funk, Jazz, Latin und Rock steckt. Kürzlich ist mit „Leb’n“ das zweite Album von Erwin R. erschienen, das gemeinsam verschiedensten Gastmusikern aus der Grazer Szene entstanden ist.

 

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Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!

 

Lesung am Sonntag, 9. März: Thomas Perle und Denise Teipel

Wir gingen, weil alle gingen

 Denise Teipel liest szenisch Thomas Perle

eine perle, die glücklicherweise nicht vor die säue verschwendet wurde: der text ist nüchtern, genau, dennoch gleichzeitig hochemotional. die schilderung eines herausgerissenwerdens vor dem hintergrund der rumänischen revolution 1989. ein kind flieht mit seiner familie. die reise ist unbegreiflich. bruchstücke eines fluchtartigen aufbruchs, eines fluchtartigen ausbruchs in richtung der westlichen freiheit: der familienschrei, ausgelöst von der überwindung der letzten grenze markiert das erreichen der autobahn. das rote auto. das kobaltservice der mutter, die es noch vor ihrem eintreffen in den westen schickt, damit es auf die familie wartet: ein erster in den westen geworfener angelhaken… ein ungefangener fisch noch, ein ungelegtes ei, aber ein versprechen der zukunft. dieses versprechen, das die mutter am anfang der reise gibt, das sie über zwanzig jahre lang einlöst, dieses versprechen begreift die erzählerin als bereits erwachsene, nicht als kind: für euch, sagt die mutter, bevor die flucht beginnt.“ (julya rabinowich)

 

„ich schreibe ja nicht erst seit gestern, aber der exil-literaturpreis ist die erste anerkennung. er kommt auch zur richtigen zeit. der preis öffnet mir eine tür, durch die ich als autor gehen kann. er motiviert mich sehr, weiter zu schreiben. ich werde weiter machen und mein ziel schärfer verfolgen, wobei eines der nächsten projekte ist, den preistext in einen roman zu verwandeln. die 26 seiten sind lediglich die vorlage, es gibt leerstellen, die gefüllt werden müssen.“ (thomas perle im gespräch)

 

Thomas Perle wurde am 07.07.1987 in oberwischau/ rumänien als sohn eines ungarn und einer deutschrumänin mit österreichischen wurzeln geboren und wuchs dreisprachig auf. 1991 emigrierte er mit seiner familie nach deutschland, wo er in nürnberg aufwuchs und 2007 maturierte. sein beruflicher werdegang führte ihn an das staatstheater nürnberg, bevor er im Oktober 2008 an der universität wien das studium der theater-, film- und medienwissenschaften begann. er war 2009 als dramaturgiehospitant am volkstheater wien und in den spielzeiten 2010/11, sowie 2011/12 als regieassistent am schauspielhaus wien tätig. hier wurde er mit zeitgenössischem autorentheater konfrontiert und begann seine schriftstellerische laufbahn. für sein erstes werk wir gingen weil alle gingen, das vom verlassen einer heimat, dem anderssein in einer neuen, von einer längst vergangenen, doch stets präsenten zeit in der geschichte europas erzählt, erhielt er den exil-literaturpreis 2013.

 

Denise Teipel wurde 1985 als Tochter einer Deutschen und eines Türken in Wien geboren. Nach ihrem Medienmanagementstudium an der FH St. Pölten absolvierte sie ihr Schauspielstudium bei Heribert Sasse und Heinz Trixner in Wien. Seit 2010 arbeitet sie als freie Künstlerin in den Bereichen Theater und Film, sowohl als Schauspielerin als auch als Autorin und Casterin. Mit dem Stück DEUS EX MACHINA wurde sie zu einem Künstleraustausch nach Istanbul eingeladen, eine willkommene Möglichkeit auf die Suche nach ihren Wurzeln zu gehen. Sie verlegte ihren Lebensmittelpunkt nach Istanbul, begann Türkisch zu lernen und spielte dort Theater, u.a. DIE VÖGEL unter der Regie von Fabio Tolledi. Im Theater war sie zuletzt in Felix Mitterers HEIM in der Rolle der Sena zu sehen. Der Film MACONDO unter der Regie von Sudabeh Mortezai feiert auf der Berlinale 2014 Premiere.

 

Am Sonntag, um 20:00 Uhr im Cafe Anno!