Lesungen am Donnerstag, 6. Februar und Sonntag, 9. Februar

Lesung am DialektDonnerstag: Klaus Lederwasch

Woiderbeer und Bilche

… „mi mother tongue is quite a consonantial one“ – so eine Zeile aus Klaus Lederwaschs Gedicht „Why I was not able to translate my French Fish Poem into English“. Trotzdem schreibt und liest und dichtet und singt er  in seiner Muttersprache am liebsten. „Meine Muttersprache ist der Dialekt“, würde er in einem imaginären Radiointerview möglicherweise nach der Schreibe antworten, „welcher auch immer“. Aber die Schreibe wird am Donnerstag im Cafe Anno eher selten vorkommen. Stattdessen allerlei Getier, Gedicht, Gefühl, a Tiastck und eine Gitarre…

 

Klaus Lederwasch ist seit 2009 als Poetry Slammer aktiv. 2012 Österreichischer Poetry Slam Meister. Seither unterwegs auf Bühnen in Österreich, Deutschland, Slowenien, Schweiz, Italien, Luxemburg, Belgien und stolz darauf, den 1. Wiener Gebärden Slam gewonnen zu haben.

Aktives Gründungsmitglied der 1. Grazer Lesebühne „Gewalt ist keine Lesung“.  Veröffentlichungen von Gedichten und Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitschriften.

Und schreibt nebenbei gerne Lieder. 

Am Donnerstag um 20:00 Uhr im Cafe Anno!

 

Lesung am Sonntag, 9. Februar: Wilhelm Hengl

Ah so?

Dem Hengl ist es schon zu mühsam, sich eine Ankündigung für seine Lesung auszudenken. Da begnügt er sich lieber mit einer kurzen Eigenadaption und verlümmelt die gewonnene Zeit auf der Couch.

Der Hengl liest den ganzen Abend: Das hat nicht nur den Seltenheitswert einer Sonnenfinsternis, das hat auch die gleiche schaurige Düsternis. Man bekommt eine Vorstellung, wie die Welt untergehen könnte, freut sich aber, dass dieses Armageddon zeitlich befristet ist. Und so atmete das ganze Anno auf, als der Hengl seine Lesung beendete und die Sonne wieder schien.

Ah ja. So hoffnungsfroh. Warum schreibt er nicht gleich „Vom kleinen Glück der Bedeutungslosigkeit und dem Privileg, unbeachtet zu versagen“, oder irgendsowas halt, das würde seine Texte immerhin ein bisserl skizzieren. Aber vielleicht findet er wenigstens ein paar Worte, die ihn selber skizzieren, dazu müsst‘ er sich nicht mal aus seiner Couch bemühen.

„Aber meine Vita steht ja eh im Netz.“

Herrgottnochmal, als ob sich irgendwer die Mühe macht, im Netz nach einer Vita vom Herrn Hengl zu suchen. Aber bitte, darauf kommt’s jetzt auch nicht mehr an: Also, der Hengl ist Jahrgang ’67, lebt in Traiskirchen und brüstet sich unterschwellig damit, seinerzeit aus dem Gymnasium geschmissen worden zu sein, scheinbar hält er das für eine präsentable Leistung. Wirklich Herzeigbares wie Longlistiges, Shortlistiges, oder einfach bloß Veröffentlichtes fasst er allenfalls in einem Satz zusammen, der da lautet: Diverse Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Rasend originell, zum Schreien ist das!

Jetzt fragt er noch, ab wie vielen Veröffentlichungen das „Diverse“ durch „Zahlreiche“ ersetzt gehört. Das sind Sorgen, du liebe Güte! Macht euch auf einen tiefsinnigen Abend gefasst.

Am Sonntag, 20:00 im Cafe Anno!

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