23 Tage, 23 Bezirke – der BusBimSlam in Wien (1.-23.6.2012)

Alle Infos zum Event auf dem BusBimBlog: http://busbimslam.wordpress.com/

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Lesung am Sonntag, 3. Juni 2012

Stefan Lotter: Angst

…Sie haben uns ein System inkorporiert, aufgezwungen; durch die nebenschächlichen Freuden versüßt und uns damit dazu bewogen, es uns im Laufe der Jahre selbst anzueignen. Konsequenzen sind Angelegenheit der Zukunft. Wir leben im Jetzt und (w)(s)ollen darin verdammt noch ‚mal gut leben! Wie der Faust aufs Auge. Es ist kein Wunder, dass wir uns jetzt unserer Wurzeln erinnern. Der Stamm beginnt zu bröckeln, die Äste werden dünner. Es geht die Angst um, dass unsere Blüten nur eine Illusion unserer Eltern waren…”

Das war der Teil, an den sie sich erinnert hat. Und der hat sich in unser beider Gedächtnis eingeschrieben; sitzt, gärt und umschlingt mit seinen Wurzeln jeden Gedanken. Die schlimmsten Momente sind die, in denen du ihn dann wieder erkennst. Seine ständige Präsenz, seine unabwendbare Einflussnahme – die Frage nach dem Warum hab ich ab dem Moment, als ich sie verloren habe, nicht mehr gestellt.

Ein Brief; eine Frau; ein Abgabetermin – seit zwei Monaten fühlt er, dass jegliche Sicherheit verloren ist. Auf einer Zugfahrt nach Wien spielt der Film, der sich Leben nennt, die Vergangenheit im Zeitraffer ab. Alles, woran er glaubte zu glauben löst sich in dem Begriff auf, der sein Innerstes bis heute zusammenhielt: Angst.
am So, 3. Juni um 20:30 im Café Anno! 
***
Stefan Lotter (Biografie)

*19.07.1988, in Wien, Lainz. Weiterlesen

Noch Dichter am Sonntag, 27. Mai 2012

Noch Dichter 

die kongeniale 2. Wiener Lesebühne, diesmal in ungewohnter Formation:

Christopher Hütmannsberger, Yasmin Hafedh, Florian Purkarthofer, Andi Pianka und Stargast Thomas Havlik; Bilder von Eva Vasari

Lasst Euch überraschen und seid wieder mit dabei!

am Sonntag, 27.Mai 2012 um 20:30 im Café Anno

Alle Infos zur Lesebühne gibt es hier >> http://nochdichter.wordpress.com/

Lesung am Sonntag, 20.Mai 2012

Theodora Bauer:

„Alles Mögliche.

Kein kleines Stückchen weniger. – 

Fast alles also oder so.“

Geschichten, Gedichte, Drama-Texte – Die Autorin schneidet ihr Schaffen auf,  wie eine Erdbeerroulade, das eine oder andere Stückerl Fruchtfleisch quillt schon heraus, die Creme ist angerührt, aufgeschmiert und zum Verzehr bereit.

am Sonntag, 20.5. um 20:30 im Café Anno! 

 

Theodora Bauer, * 1990, Studium der Philosophie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Mehrfache Auszeichnung beim Jugendkulturpreis des Landesjugendreferates Burgenland, Preisträgerin beim BEWAG-Literaturpreis 2010, Teilnahme an der Schreibklasse des Schauspielhauses Wien 2011. Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien, Texte auf ORF Burgenland und Ö1. Mitwirkung an Lesungen, Poetry Slams und Performances; u.a. in der ÖGL, bei „rund um die burg“ 2010 und im Literaturhaus Mattersburg.

 

Lesung am Sonntag, 13. Mai 2012

DARIA HAGEMEISTER
liest aus ihrem neuen Roman „EINE ÜBERDOSIS FREIHEIT“

MULTIMEDIALE LESUNG MIT DIASHOW
So., 13. Mai 2012 um 20:00 (!!) im Café Anno

“Eine Überdosis Freiheit” ist die Geschichte einer Frau, die aus persönlichen Gründen mit ihren drei Kindern in die USA auswandern muss. Obwohl Irene versucht, alles richtig zu machen, finden sie sich, wie so viele andere Familien mit Migrationshintergrund, bald in einem Albtraum gefangen

Die Autorin zeigt ganz persönliche Dias von den Schauplätzen des Romans (südliches Kalifornien/Mexiko)

Daria Hagemeister ist am 12. Juli 1956 in Wien geboren. Sie studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gesang, absolvierte den Fremdenverkehrslehrgang der Wiener Wirtschaftsuniversität („akademisch geprüfter Fremdenverkehrskaufmann“) und das Studium der Afrikanistik/Ethnologie an der Universität Wien (Promotion 1987). Bereits in ihrer Dissertation befasste sie sich mit literarischen Frauengestalten („Die Frau als Anti-Heroin in der Suaheli-Prosa-Literatur“). Dieser Vorliebe für Anti-Heldinnen blieb Daria Hagemeister auch in ihren beiden Romanen treu.

mehr zur Autorin und ihren Büchern >> hier!

Martin Auers „Nachttaxi live“ am Mittwoch, 9. Mai 2012

Das Kloster der Erleuchteten oder Kleines Handbuch der anarchistischen Mystik

Verben

Den hundertzweiunddreißigsten Abt konnte keiner verstehen. Aus der Überzeugung heraus, daß es weder Dinge noch Eigenschaften gebe, sondern nur Vorgänge, verbannte er alle Substantiva und Adjektiva aus seiner Sprache. „Darum, weil drehen leuchten bewegen strahlen tanzen, zeigen bedeuten drehen anderswo lachen übend“ war noch eine seiner zugänglichsten Aussagen. Er wurde sehr alt und war über fünfzig Jahre lang Abt, hochverehrt von seinen Schülern. Trotz der Verehrung, die ausnahmslos alle für ihn empfanden, verfielen unter seiner Regentschaft die Sitten im Kloster zusehends und die Lehre erlitt viele Entstellungen und Verdrehungen. Drei seiner Schüler erlangten die Erleuchtung, doch der Rest verstand einfach nicht, was der Abt wollte oder meinte, und man tat, was einem paßte oder gerade einfiel. Einige sind freilich der Ansicht, gerade dies sei die Blütezeit des Klosters gewesen.

Konsequenz

Der hundertdreiunddreißigste Abt schwieg, da nach seiner Ansicht überhaupt nichts existierte.

Weiters: „Der Sünder und der Heilige“, „Der Antichrist“, „Wie man ein Leuchtturm ist“ usw.

Martin Auer („The Voice“) rezitiert, deklamiert, räsoniert, schwadroniert, agitiert … und trägt dabei seinen schwarzen Hut!

Anschließend wie immer GESELLIGES BEISAMMENSEIN.

am Mittwoch, 9.5. um 19:00 im Café Anno

Lesungen am 6. Mai 2012

Irmi Wyskovsky

schreiben ist eine liebeserklärung an das scheitern

das blatt papier ein weisses segel

mit meinen wellenhänden liebe ich

stosse ich das wort

es wehrt sich und fügt sich

treibt einfach dahin

tanzt wild und

geht unter

wort,

du,

du wirst mir nicht gerecht

wort,

du,

ich werd dir nicht gerecht

lass uns aneinander scheitern

mehr von Irmi Wyskovsky gibt es am So, 6. Mai um 20:30 im Café Anno zu hören!