Lesung am Sonntag, 2. Oktober 2011

Karoline Kuttner:  „Ätschbätsch“

Radieschen Illustration: Eva Vasari

by Eva Vasari

Die Eva ist die Schokolade im Kühlschrank vom Dieter, wo sich der Gerhard, die Milch, auch befindet. Die beiden diskutieren, wer besser ist und der Johanna, der Butter, ist das völlig egal, aber das ist auch wurscht.

Karoline Kuttner, geb. 1987 in Weiz, seit 2006 Studium der Komparatistik in Wien, Auslandssemester in Paris, 2009/10 Akademie für angewandte Photographie in Graz, seit Frühling 2010 Mitglied der Plattform im Literaturhaus Graz

am Sonntag, 2. Oktober um 20:00 im Café Anno

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Lesung am Sonntag, 25. September 2011

süß & sauer & radieschen

Frisch aus der Druckerei, erst am Montag bei uns eingetrudelt: die neue Ausgabe unserer Literatur- zeitschrift. Mit Beiträgen von: Philipp Hacker, Karoline Kuttner, Markus Köhle, Harald Jöllinger, Mieze Medusa und vielen mehr.

Es lesen wie immer Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe. Durch den Abend führt Judith Purkarthofer.

Am Sonntag, 25. September um 20:00 im Café Anno.

Lesung am Mittwoch, 21. September 2011

Der Kampf eines Einzelnen.

Gegen den Globalisierungsterror.

Für Freiraum, Würde und Liebe.

Valerie Springer: „Vernichtung“

Für den erfolgsverwöhnten Investmentagenten Cornelius Mayer gehören Sex, Designerdrogen und das große Geld zum Alltag. Doch da verliebt er sich in die schöne Elina und beginnt eine Affäre mit ihr. Als sie verschwindet, bricht sein gesamtes bisheriges Leben zusammen. Auf der Suche nach ihr gerät er in die Schlangengrube des modernen Globalisierungs-Imperialismus. Ein atemloser  Roman über die Macht der multinationalen Konzerne und den Kampf des Individuums um Freiraum, Würde und Liebe.

Beeindruckend sind sowohl faktisches Wissen als auch die Sprachbeherrschung, mit der Valerie Springer es meistert, eine hauchzarte Liebesstory mit der Schilderung des globalen Terrors so eindringlich zu verknüpfen, dass die geschilderten Ereignisse universelle Bedeutung erlangen.

„Wortgewaltige Spannung im Grenzbereich zwischen Fakten und Fiktion, dank sehr breit gefächerter Recherche ein kluger Streifzug durch so manche Verschwörungstheorie.“

Dipl. Pol. Jens Karg

Global 2000

„Eine Hochschaubahn des globalisierten Lebens. Ich hab’s an einem Tag verschlungen. Ein Buch, das unter die Haut geht.“

Reinhard Bimashofer

Österreichisches Medienhaus

am Mittwoch, 21. September um 19:30 im Café Anno

1. Lesung nach der Sommerpause: Am So, 18.September 2011

Ulrike Schmitzer, Marita Haas: „Wartime Lies“

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Ulrike Schmitzer „Die falsche Witwe“

„In ihrem eindrucksvollen Romandebüt Die falsche Witwe rekonstruiert Ulrike Schmitzer mit viel Suspense die Geschichte einer Salzburger Familie“ (Klaus Taschwer, Der Standard)

Textauszug:

„Ich gehe nicht in die Schule“, sagt Eva. Sie sagt es so leise, dass es die Mutter nicht hören kann. „Doch“, sagt die Mutter und steckt den Kopf durch die Tür, „und ob du gehst“. Eva hat in der Schule erzählt, dass ihr Vater noch im Krieg ist und alles wieder aufbaut, was die anderen zerstört haben. Er ist ein Held und hat einen Preis bekommen  – weil er so schöne Häuser und Brücken baut. Das könne sie sogar beweisen, weil sie einen, sogar viele Briefe von ihm habe, hat Eva gesagt. Und sie könne auch die vielen Bilder mitbringen, die in den Kuverts von ihrem Vater waren. Eva hat aber keine Briefe. Und sie hat keine Bilder. Sie hat gar nichts.

Marita Haas:  „Milena“ 

„Marita Haas zerrt ihre Figuren einen Augenblick lang aus dem Nichts, führt sie und ihre Beziehungen vor, vielleicht in einem kritischen Augenblick, in dem sich ihr Leben ändert, einen anderen Weg einschlägt, und läßt sie daraufhin wieder zurückfallen ins Nichts“ (Karin Fleischanderl)

Textauszug:

Im Studentenheim angekommen, ging jede von uns auf ihre Zimmertür zu, sie konnte nicht reden, weil sie zitterte und ich wusste ich sollte ihr helfen, sollte sie trösten, aber ich wollte schreien, laut schreien. „Wer wir?“ wollte ich sie fragen, „warst du dabei, hast du sie getötet?“ Rütteln wollte ich sie und fragen und zur Rechenschaft ziehen und stattdessen tat ich gar nichts und sagte auch nichts sondern schloss meine Tür von innen, stellte einen Sessel vor den Badezimmerausgang und legte Bücher darauf, Bücher um Bücher, obwohl ich wusste, dass sie niemals hier durchkommen würde um mit mir zu reden.

Ulrike Schmitzer (http://www.ulrikeschmitzer.com) ist freie Autorin und Filmemacherin. Veröffentlichungen in der kolik, SALZ, Literatur und Kritik

Marita Haas (http://literatur.maritahaas.at) schreibt Kurzgeschichten und Drehbücher. Veröffentlichungen in der kolik, beim FM4-Literaturwettbewerb

am Sonntag, 18. September um 20:00 im Café Anno