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Wolfgang Millendorfer: Doppelgänger

Ich will Ihnen keine Angst machen, aber irgendetwas stimmt hier nicht. Sehen Sie sich um. Auch zwischen den Seiten. Und riechen Sie daran, riechen Sie am Buch. Ich rieche auch immer dran. Jetzt riechen Sie endlich das verdammte Buch! Verzeihen Sie mir, ich meine es nicht so, aber wir sollten schon zusammenhalten, irgendetwas stimmt hier nicht.

Nach seinem ersten Kurzgeschichten-BandStammgäste geht Wolfgang Millendorfer nun einen Schritt weiter und entlässt seine Figuren in ihre eigenen Parallelwelten. Dorthin, wo von den seltsamen Wendungen des Lebens erzählt wird, vom Lieben, vom Kämpfen und vom Scheitern. Doch sie halten sich nicht an die Spielregeln und überschreiten in neunzehn Geschichten gleich reihenweise die Grenzen – bis sie sich frei im Buch bewegen.

Mit Doppelgänger bleibt Wolfgang Millendorfer seinem Stil treu, denn die Weigerung, sich in Stilgrenzen zwängen zu lassen, bleibt aufrecht. Verwirrte Stadtstreuner, verhinderte Detektive und verlebte Rockstars treffen hier auf verzweifelte Liebespaare, einen falschen Weihnachtsmann oder das Personal eines verlorenen Wanderzirkus.
Die Wirklichkeit ist dabei nur der vermeintliche Ort der Handlung, an dem man jederzeit damit rechnen sollte, dass ganz schnell doch wieder alles ganz anders kommen kann …

Der bunten Zirkuswelt vergangener Tage hat Millendorfer mit diesen Geschichten endgültig den Rücken gekehrt. Seine Figuren interessiert das bis heute nicht im Geringsten.

am Donnerstag, 3. Mai um 20:00 im Café Anno!

Wolfgang Millendorfer: Geboren am 01. Oktober 1977, lebt als Autor und Journalist im Nordburgenland. Seine Kurzgeschichten-Bände Stammgäste (2007) undDoppelgänger (2011) erscheinen im Verlagedition lex liszt 12. Literatur-PerformanceMillendorfer Zirkus Show (gemeinsam mit dem Duo Ois & Nixin Wien, Niederösterreich und im Burgenland; zahlreiche Lesungen – unter anderem auf der Leipziger Buchmesse und im Rahmen diverser Festivals (Soho in Ottakring, Literatur in Grün, Österreich liest etc.).

Mitbegründer und Co-Sänger der RockbandOlestra sowie der Schlager-Experimente Die City Cobras und The Royal Blacks.

Preise & Stipendien:

Burgenländischer Literaturpreis 2011
Aufenthalts-Stipendium des Landes Burgenland im Künstleratelier Paliano, Italien (April 2011)
BEWAG-Literaturpreis 2009

 

 

 

 

 

Noch Dichter – die Anno Lesebühne:

Mit Andreas Plammer, Andi Pianka, Florian Purkarthofer, Yasmin Hafedh, Philipp Schlögl, Margarita Kinstner (rentsnik) und Eva Vasari. Gast diesmal: Markus Schneider vom Kloblatt

am So, 29.4. um 20:00 im Café Anno

Tanja Raich : Dort das Dorf, hier die Stadt

 ”Jemand, der in das Land reist, in dem er geboren ist, der sagt immer: es ist meine Heimat, aber diesmal will er durchfahren, er nimmt keine Notiz von ihr, da nimmt das Land von ihm Notiz”   (Franz Tumler)

Tanja Raich liest Stadtgeschichten und Auszüge aus ihrem Romanprojekt „Am Ufer“ -  am Sonntag, 22. April um 20:00 im Café Anno.

Tanja Raich, 1986 in Meran geboren. Studium der Germanistik und Geschichte in Wien. Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften (Die Rampe, DUM, & Radieschen, Keine Delikatessen, u.a.).

 Chris Vivenz

KEINE GESCHICHTEN. Verdichtete Striche, etwas gepatzt – Eine Verbalisierung

Kurze Texte aus  dem jungen Schaffen 

am Sonntag, 15. April um 20:00 im Café Anno

 

Christoph Vivenz sollte was Lebendiges sein. Da ist ja schon viel verlangt. Als Mensch unzurechnungsfähig, als Mann nicht zu gebrauchen, geboren und wesend in Wien als fleischgewordene Puppe; studiert(e) Philosophie, Germanistik, Geschichte, etwas Psychologie, brach Karrierepläne ab und verlegte sich in depressives Grübeln, zeitweise expressive bis surreale Hermetik zwischen Pathos und Verstummen; Manifeste, Poeme, Kurzprosa; vorläufiger Abschluss des Studiums mit einer Arbeit über Erotik und Gewaltsamkeit; geringe Veröffentlichungen, zahlreiche Lesungen und Performances; Mitglied von „mordsLUST“ (Literarisches Cabaret) und CobetreiberIn einer freien Radiosendung: „Der letzte Schrei“; tätig in den DJgemeinschaften „crazy hospital“ , „Future Echo“ und als FotografIn. Broterwerbend als Troglodyt in einem kleinen Kellermuseum, wohnhaft mit Katzen und Gespenstern in einem Wolkenkuckucksheim auf Dachbodenniveau. Derzeit eher fragmentarisches Dasein. Dekonstrukt zwischen Sexus und Gender. Arbeitet an einem abendfüllenden Drama: „Zerpuppen“. Buchbar als vorlesende Stimme, für Rezitationen, Spots, Hörspiele und Kunstfotos.

 

Liebe ALSO – Fans!

Da am 8. April ausnahmsweise keine Lesung statttfinden wird (das Publikum ist mit der Eiersuche beschäftigt und das Anno-Team gönnt sich ein lages, freies Wochenende), wünsche ich hiermit allen ein – hoffentlich! – sonniges Osterfest und einen erholsamen Feiertag!

Wir sehen uns am 15. April wieder – die Ankündigung flattert rechtzeitig in euren Posteingang (wenn ihr den Newsletter bestellt habt – solltet ihr dies nur am Blog sehen  – rechts kann man sich eintragen!)

Alles Liebe

Margarita, Andreas und Florian

 

Buchpräsentation >> Emily Walton: Mein Leben ist ein Senfglas

Was, wenn man gerade mal acht Jahre alt ist und die Eltern plötzlich beschließen, in ein anderes Land zu ziehen? Ein Schicksal, das nicht so ungewöhnlich ist, möchte man meinen. Man kennt die Exilliteratur ja, man weiß um das Glück, in ein Land wie Österreich hineingeboren zu werden, sich nicht für seine Anwesenheit in diesem schönen, reichen Land rechtfertigen zu müssen, denn sie steht einem ja schließlich zu als gebürtige/r ÖsterreicherIn 
Poppy Simmons kommt jedoch nicht aus Albanien, nicht aus der Türkei, nicht aus Nigeria. Poppy ist Engländerin. 
(Auszug aus der Rezension im aktuellen “&Radieschen”)

am Sonntag, 1. April um 20:00 im Café Anno!

Emily Walton:

1984 in Oxford geboren, studierte Journalismus und arbeitete bis 2010  für die österreichische Tageszeitung KURIER.
Heute widmet sie sich ihrer Literaturleidenschaft.  Sie arbeitet als Autorin, Journalistin und Buchkritikerin für diverse Medien (u.a. FALTER, BUCHKULTUR, BÜCHER-Magazin, LITERATUR & KRITIK, LITERATURHAUS WIEN, GESUNDHEIT, MAXIMA).

Soeben ist ihr Debüt “Mein Leben ist ein Senfglas” im PROVerbis Verlag erschienen. Ihre Prosa-Texte werden zudem in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Weiterlesen »

Schund & Fund”

- so lautet die 21. Ausgabe unserer Literaturzeitschrift. Die AutorInnen und Autoren haben in ihren Schubladen gekramt und sind fündig geworden. Ob es sich um Schund oder einen echten Fund handelt, muss der Zuhörer entscheiden!

am Sonntag, 25. März 2012 um 20:00 im Café Anno

Seid wieder mit dabei, schmökert im neuen Heft und bleibt zum anchließenden Plaudern.

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